Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: Die demokratische Regression

    05.03.2021/EG

    Armin Schäfer, Michael Zürn: Die demokratische Regression

    Sachbuch (Demokratie, Parteien, Politik, Ungleichheit)

    „In der Debatte um den Aufstieg national-autoritärer Parteien dominieren zwei Ansätze: ein ökonomischer, der wachsende Ungleichheit infolge der Globalisierung in den Mittelpunkt stellt, und ein kultureller, der gesellschaftliche Liberalisierungsprozesse in den Blick nimmt. Beide Erklärungen, kritisieren Armin Schäfer und Michael Zürn, seien seltsam politikfrei. Daher fragen sie nach den genuin politischen Ursachen dieser Entwicklung: Wie haben sich die Parteien, wie hat sich ihr Verhältnis zu den Bürgern verändert? Was geschieht, wenn Politik sich als ausführendes Organ von Sachzwängen präsentiert? Wer die autoritären Bewegungen stoppen möchte, so die Autoren, muss am politischen Prozess selbst ansetzen und Willy Brandts Formel »Mehr Demokratie wagen« neu denken.“ (mehr …)

  • Corona-Pandemie: Bundesweite Anpassungen

    04.03.2021/EG
    Quelle: Bundesregierung, Berlin

    Beschluss der Bundeskanzlerin mit den Regierungsschefs der Länder vom 03.03.2021: (mehr …)

  • Klimawandel: Mobilitätssysteme auf dem Prüfstand

    02.03.2021/EG
    Quelle: Transport & Environment, Brüssel

    Studie unterstreicht die Überlegenheit batteriebasierter Mobilitätssysteme – ob Rohstoffbedarf, Energieeffizienz oder Kosten – im Vergleich zu den ölbasierten Systemen

    „Auch wenn das Aufheizen von Batteriematerialien im Laufe der Zeit einige Herausforderungen mit sich bringt, so sind diese doch nichts im Vergleich zu den Umwelt-, Rohstoffversorgungs- und Energiekostenschwächen des derzeitigen fossilbasierten Straßenverkehrssystems. Während Autos mit Verbrennungsmotor (ICE) während des Fahrens giftige Abgase und CO₂ freisetzen, die zu einer katastrophalen globalen Erwärmung führen, wird bei BEVs kein Treibstoff verbrannt, da das Batteriematerial im Kreislauf wiederverwendet und zurückgewonnen werden kann, um neue Batterien zu produzieren. Ein durchschnittliches ICE-Auto verbrennt über seine Lebenszeit knapp 17.000 Liter Benzin oder etwa 13.500 Liter Diesel. Würden diese Ölfässer aneinandergereiht werden, ergäbe das einen 70 – 90 m hohen Turm, etwa so hoch wie ein 25-stöckiges Gebäude. Auf der anderen Seite wiegen die Metalle, die in Batteriezellen verwendet werden, etwa 160 kg, basierend auf der durchschnittlichen Batteriegröße und -zusammensetzung. Berücksichtigt man den Zyklus der Batteriezellenmaterialien und die Tatsache, dass der Großteil des Metallgehalts zurückgewonnen wird, gehen für die betrachtete „durchschnittliche“ Batterie nur etwa 30 kg Metalle verloren (einschließlich 1,8 kg Lithium, 0,4 kg Kobalt und 1,4 kg Nickel), was der Größe eines Fußballs entspricht. Das Gewicht des Benzin- oder Dieselkraftstoffs, der während der durchschnittlichen Lebensdauer eines Fahrzeugs verbrannt wird, ist etwa 300 – 400 Mal größer als die Gesamtmenge der Batteriezellenmetalle, die nicht zurückgewonnen werden…“ (Seite 6 und 7)

    Die Studie lesen Sie hier ↗transportenvironment.org.

  • COVID-19 Impfstoffe: Wirksamkeit und Nebenwirkungen

    28.02.2021/EG
    Quelle: Mitteldeutscher Rundfunk, Leipzig / Paul-Ehrlich-Institut Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel, Langen

    Wie wirken Corona-Impfstoffe? Welche Nebenwirkungen verursachen sie?

    Eine Übersicht mit aktuellen Daten zu den Corona-Impfstoffen lesen Sie hier mdr.de.

    Nebenwirkungen melden

    Die von Impfstoffen verursachten unerwünschten Wirkungen können Sie hier für sich oder im Namen einer anderen Person melden. Die Meldung für andere Personen ist möglich, wenn Sie diese betreuen (Angehörige). Die Meldung geht direkt an die zuständigen Bundesoberbehörden.
    In dem Sie einen Verdachtsfall einer Nebenwirkung melden, können Sie dazu beitragen, dass mehr Informationen über die Wirkung der Impfstoffe zur Verfügung gestellt werden und in ihrer Anwendung sicherer zu machen.

    Bisher gemeldete Nebenwirkungen in der Europäischen Datenbank lesen Sie über den Impfstoff

    • COVID-19 mRNA VACCINE Moderna (CX-024414) hier,
    • COVID-19 mRNA VACCINE Pfizer-BioNTech (Tozinameran) hier,
    • COVID-19 VACCINE AstraZeneca (CHADOX1 NCOV-19) hier.

    Zur Europäischen Datenbank gemeldeter Verdachtsfälle von Arzneimittelnebenwirkungen gelangen Sie hier ↗adrreports.eu.

  • Mindestlohn: Wie wenig ist angemessen?

    27.02.2021/EG
    Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Malte Lübker, wissenschaftlicher Mitarbeiter am WSI, und Thorsten Schulten, Politikwissenschaftler am WSI und an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, untersuchten die Entwicklung angemessener Mindestlöhne in der EU

    Auszug (Report Seite 15):
    „Nach den Berechnungen der Kommission müssten die Mindestlöhne mit einer Zuwachsrate von mehr als 40 % in Estland am stärksten steigen. Erhöhungen von deutlich mehr als 30 % wären in Malta, Lettland, Irland und Tschechien nötig. Lediglich Slowenien, Frankreich und Portugal hätten nur einen relativ geringen Anpassungsbedarf. Aus-gehend von den von der Kommission verwendeten Eurostat-Daten des Jahres 2019 müsste der Mindestlohn in Deutschland um 29,6 % steigen, um den Richtwert von 60 % des Medians zu erreichen. Dies entspräche einem Mindestlohn von 11,90 € – und zwar bezogen auf das Jahr 2019. In einem Gutachten für das Bundesministeriums für Arbeit und Soziales (BMAS) errechnen Weinkopf und Kalina (2020) auf Basis der OECD-Datenbasis einen ähnlichen Wert, den sie mit 12,07 € für das Jahr 2020 beziffern. Beide Berechnungen stützen damit die Forderung nach einer Erhöhung des Mindestlohns auf 12 € (z. B. DGB 2020).“

    Den Report lesen Sie hier boeckler.de.

    Zum Thema

    Die Entwicklung der Reallöhne, der Nominallöhne und der Verbraucherpreise in Deutschland lesen Sie hier destatis.de.

    Eine Studie zur Tarifbindung in Deutschland lesen Sie hier boeckler.de.

    „Der durchschnittliche Bruttobedarf von Empfängerinnen und Empfängern der Grundsicherung im Alter, die außerhalb von Einrichtungen leben, beträgt 796 Euro (Stand Dezember 2018). Um eine Nettorente oberhalb dieses Betrags zu erhalten, würden aktuell 27,2 Entgeltpunkte benötigt. Um dies bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 38,5 Stunden über 45 Jahre versicherungspflichtiger Beschäftigung hinweg zu erreichen, wäre aktuell rechnerisch ein Stundenlohn von 12,13 Euro und bei einer wöchentlichen Arbeitszeit von 40 Stunden rechnerisch ein Stundenlohn von 11,68 Euro erforderlich.“ bundestag.de (Auszug Seite 5)

    Die Entwicklung und Höhe des benötigten Jahreseinkommens zur Altersabsicherung (Tabelle Seite 4) auf Grundsicherungsniveau (Tabelle Seite 3) lesen Sie hier bundestag.de.