Autor: 8dF1v0

  • Klimaschutz-Debatte: Gebildet und umweltschädlich

    03.06.2017/EG aus dem Medium OXI, Berlin

    Niko Paech, Umweltökonom, über neue Lebensstile, Vorbilder, Öko-HeuchlerInnen und die große Rolle der Avantgardisten

    „Wenn jemand pro Woche fünf Stunden im Gemeinschaftsgarten mitarbeitet, kein Auto fährt, im Bioladen einkauft, nur fair produzierte Kleidung kauft – und zwei Mal im Jahr nach New York fliegt, lebt er unter dem Strich ruinöser als jemand, der niemals ökologische Produkte kauft und aufgrund seiner konservativ-bodenständigen Haltung nie ein Flugzeug besteigt. Hier schlummert ein unsägliches Nachhaltigkeitsversteckspiel, …“ ↗oxiblog.de

  • Armut im Alter

    02.06.2017/EG aus dem Deutschlandfunk (DLF), Berlin

    DLF-Interview mit Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, zum Betriebsrenten-Stärkungsgesetz: „… man sägt ein Stück weit an dem eigenen Ast, auf dem man sitzt“

    „… Betriebsrenten werden ausschließlich von den Arbeitnehmern durch Entgeltumwandlung finanziert. Im Osten sind das sogar über 40 Prozent. Das heißt, die Arbeitnehmer bezahlen ihre eigene Betriebsrente ausschließlich selbst, indem sie einen Teil ihres Lohnes umwandeln. Das führt aber dazu, dass die Ansprüche in der gesetzlichen Rentenversicherung sinken, die ja weiterhin die Hauptsäule gerade für diese Menschen in der Alterssicherung bildet, weil je weniger Lohn ich verbeitrage, umso niedriger ist dann mein Anspruch auf gesetzliche Rentenleistungen. Das heißt, man sägt ein Stück weit an dem eigenen Ast, auf dem man sitzt.“ ↗deutschlandfunk.de

  • Ursachen islamistischer Radikalisierung im Rhein-Main-Gebiet

    02.06.2017/EG aus dem Mediendienst Integration, Berlin

    Expertise von Meltem Kulaçatan, Erziehungswissenschaftlerin, Harry Harun Behr, Erziehungswissenschaftler, Bekim Agai, Kulturwissenschaftler, Goethe-Universität Frankfurt am Main

    „Wir halten es für verkürzt, beim Thema Radikalisierung den Blick nur auf den Islam zu richten. Vielmehr vermuten wir, dass das Thema in seiner gegenwärtigen Engführung auf junge Musliminnen und Muslime in einigen Jahren nicht mehr in dieser Form auf der Agenda stehen wird, sondern auch andere gesteigerte Formen der Radikalisierung zu erwarten sind, in denen es nicht mehr bloß oder nur um den Islam geht. Es ist mit unterschiedliche nationalistisch und völkisch geprägten Radikalisierungsformen zu rechnen, die sich auch religiös fundamentalistisch äußern können. Viele der Punkte, die in dieser Expertise angesprochen werden, lassen sich auf andere Radikalisierungsphänomene übertragen, die nicht im Islam-Kontext zu verorten sind.“ mediendienst-integration.de

  • DUH: Volkswagen nutzt weiterhin Abschalteinrichtungen

    02.06.2017/EG aus der NRO Deutsche Umwelthilfe (DUH), Berlin

    DUH: VW legte im Verfahren Unterlagen des Kraftfahrt-Bundesamtes vor, die bestätigen, dass VW auch nach dem Software-Update immer noch (nun angeblich zulässige) Abschalteinrichtungen nutzt

    „Während des Verfahrens (am 31. Mai vor dem Landgericht Düsseldorf) legte VW Unterlagen des KBA vor, die bestätigen, dass VW auch nach dem Software-Update weiterhin Abschalteinrichtungen in vielen betroffenen Fahrzeugmodellen verbaut hat. Diese sollen nach Ansicht des KBA zulässig sein. Gründe für die Zulässigkeit werden nicht genannt.

    Rechtsanwalt Remo Klinger, der die DUH in dem Rechtsstreit vertritt: „Abschalteinrichtungen sind nur unter sehr engen Voraussetzungen zulässig. Im normalen Gebrauch eines Autos sind sie – von wenigen Ausnahmen abgesehen – illegal. Mit welcher Begründung die von VW jetzt immer noch benutzten Abschalteinrichtungen zulässig sein sollen, ist uns nicht bekannt und wurde auch von VW nicht erklärt. Im Gegenteil: Noch in der Verhandlung vor dem Landgericht leugnete die Prozessvertretung von VW die Existenz der Abschalteinrichtungen, obwohl sie durch die von VW selbst vorgelegten und uns bis dahin unbekannten Dokumente bestätigt wurden.“ ↗duh.de

  • Armutsdebatte: Unterschiedliche Lebenswelten sind real

    02.06.2017/EG aus dem Medium ‘der Freitag‘, Berlin

    Steven Hartig, Autor, über unterschiedliche Wahrnehmungen (Wertungen) von Ausgrenzung, Benachteiligung und Entbehrung:

    „… zitiert aus einem Zeit-Artikel von Julia Friedrichs von Januar 2017:

    „Es gibt über 150 Familienleistungen – Elterngeld, Kindergeld, Kita-Zuschuss – und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung hat grade erst berechnet, wie sich dieses Geld verteilt. Das Ergebnis war überraschend: 13% der Fördersumme landen bei den reichsten zehn Prozent der Familien, nur sieben Prozent bei den ärmsten zehn Prozent. Anders ausgedrückt: Ein armes Kind ist dem Staat monatlich im Schnitt 107 Euro wert, ein reiches aber 199 Euro.“ freitag.de