Autor: 8dF1v0

  • Niedrige berufliche Stellung wirkt gesundheitsbelastend

    26.10.2017/EG aus der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Sebastian Günther, Anja Knöchelmann, Irene Moor und Matthias Richter, alle Sozialwissenschaftler an der Universität Halle-Wittenberg, untersuchten den Einfluss beruflicher Auf- und Abstiege auf die Gesundheit der Beschäftigten

    „Es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen intergenerationaler Mobilität und gesundheitlicher Ungleichheit im Erwachsenenalter:
    Männer und Frauen, die wie ihre Eltern eine niedrige berufliche Stellung erreichten, berichteten eine deutlich schlechtere Gesundheit. Ein sozialer Aufstieg wirkt sich im Vergleich zur elterlichen beruflichen Stellung eher positiv, ein sozialer Abstieg negativ auf die Gesundheit aus.“ (Seite 33, Fazit, Punkt 2) boeckler.de

  • YouTube: CNN konkurriert mit RT

    26.10.2017/EG aus dem Medium THE WALL STREET JOURNAL, New York

    Russisches Medium RT ist einer der meistgesehenen Nachrichtensendern von YouTube

    Der englischsprachige YouTube-Kanal von RT hat 2,1 Milliarden Besucher und 2,2 Millionen Abonnenten, das sind etwa die gleichen Zahlen wie der primäre YouTube-Kanal von CNN. RT hat weitere 3,3 Milliarden Views (Aufrufe) über rund 20 weitere Kanäle und gehört damit zu den meistgesehenen Nachrichtensendern von YouTube. Das US-Unternehmen gibt auch dem russischen Staat die Möglichkeit, Werbeeinnahmen zu generieren, indem es Anzeigen vor Videos von RT schaltet. wsj.com

    • YouTube, Tochterunternehmen von Google Inc./Alphabet Inc., ist ein Video-Portal-Unternehmen mit Sitz in San Bruno/USA
    • CNN, Tochterunternehmen von Time Warner Inc., ist hinter Fox News der zweitgrößte TV-Sender sowie Nachrichtenportal mit Sitz in Atlanta/USA (in Deutschland am Nachrichtensender ‘n-tv‘ beteiligt)
    • RT ist ein staatlich finanzierter TV-Sender und Nachrichtenportal mit Sitz in Moskau/Russland
  • Der Gehorsam oder die Absurdität der Normalität

    24.10.2017/EG aus dem Medium RUBIKON, Mainz

    Katrin McClean, Publizistin, über den täglichen Gehorsam und einem Aufruf zum zivilen Ungehorsam

    Täglich arbeiten Millionen von Menschen in komplexen Zusammenhängen, die direkt oder mittelbar mit sozialen Ungerechtigkeiten einhergehen, zur Zerstörung unserer Umwelt beitragen oder in anderen Ländern Armut und Krieg herbeiführen. Dieselben Menschen sind ehrlich entsetzt über das Ausmaß der Umweltzerstörung, über weltweite Hungersnöte und die Brutalität von Kriegen, also über die Folgen ihres Handelns. ↗rubikon.news

  • Rente in Deutschland: Armutsgefährdung – ein Produkt regierender Parteien

    24.10.2017/EG aus dem Arbeitnehmerblog ‘blog.arbeit-wirtschaft.at‘ der Bundesarbeitskammer, Wien

    Florian Blank, Politikwissenschaftler, und Erik Türk, Ökonom, über die Pensionssysteme in Österreich und Deutschland / Geringfügige Beschäftigung in der Altersgruppe 65 Jahre und älter ist in den vergangenen vier Jahren um 21,7 Prozent gestiegen

    „Bei einem Einkommen in der Höhe des Durchschnittseinkommens über das gesamte Erwerbsleben betrachtet sind demzufolge in Deutschland aktuell rund 41 Beitragsjahre erforderlich, um eine Pension in Höhe der Armutsgefährdungsgrenze zu erreichen. Liegt das Einkommen bei 75 % des Durchschnittseinkommens, dann steigt der Wert auf rund 54 Jahre. Geht man von 45 Beitragsjahren aus, dann braucht es aktuell ein Einkommen in der Höhe von zumindest 90 % des Durchschnittseinkommens, bei 35 Beitragsjahren von rund 116 %.

    Nach den bereits umgesetzten Absenkungen des Pensionsniveaus ist es in Deutschland schon heute selbst bei durchschnittlichem Einkommen schwierig, eine Pension über der Armutsgefährdungsgrenze zu erreichen.“ ↗blog.arbeit-wirtschaft.at

    Zum Thema

    Die Zahl der geringfügig Beschäftigten in der Altersgruppe 65 Jahre und älter ist in den vergangenen vier Jahren (März 2013 bis März 2017) von 838.065 um 21,7 Prozent auf 1.020.013 gestiegen.

    „Zu den geringfügigen Beschäftigungsverhältnissen zählen Arbeitsverhältnisse mit einem niedrigen Lohn (geringfügig entlohnte Beschäftigung) oder mit einer kurzen Dauer (kurzfristige Beschäftigung). Beide werden auch als „Minijob“ bezeichnet.
    Eine geringfügig entlohnte Beschäftigung nach § 8 Abs. 1 Nr. 1 SGB IV liegt vor, wenn das Arbeitsentgelt aus dieser Beschäftigung (§ 14 SGB IV) regelmäßig im Monat die Geringfügigkeitsgrenze nicht überschreitet. Die Geringfügigkeitsgrenze beträgt bis einschließlich zum 31.12.2012 400 Euro und ab dem 01.01.2013 450 Euro. Regelmäßig bedeutet, dass, wenn die Grenze von 450 Euro nur gelegentlich und nicht vorhersehbar überschritten wird, trotzdem eine geringfügig entlohnte Beschäftigung vorliegt.“ ↗statistik.arbeitsagentur.de

  • Klimaschutz durch Ablasshandel?

    23.10.2017/EG aus dem Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    WZB: Moralvorstellungen der Verursacher widersprechen Umweltpolitik

    „Der Emissionshandel ist umstritten, obwohl er aus ökonomischer Sicht ein geeignetes Instrument ist, um das Klima zu schützen. Die Skepsis am Handel mit CO2-Zertifikaten lässt sich damit erklären, dass er dem Verantwortungsgefühl von Verbrauchern widerspricht. Das zeigt eine neue Studie von Forschern des Wissenschaftszentrums Berlin für Sozialforschung (WZB) und des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC), die jetzt im Fachmagazin Journal of Public Economics erschienen ist. In einem Experiment entschieden sich die meisten Teilnehmer dafür, eine von ihnen verursachte Verschmutzung selbst zu beseitigen, statt dies einem Teampartner zu überlassen – selbst wenn das für beide deutlich gewinnbringender gewesen wäre.“ wzb.eu