Schlagwort: Ungleichheit

  • 5,6 Billionen Euro Geldvermögen in Privatbesitz

    14.04.2017/EG aus der Deutschen Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte Ende 2016 in Deutschland: Anstieg gegenüber 2015 um 4,6 Prozent auf 5,6 Billionen Euro

    „Das Geldvermögen der privaten Haushalte stieg gegenüber dem dritten Quartal 2016 spürbar um 98 Mrd € oder 1,8 % und belief sich zum Ende des vierten Quartals auf 5.586 Mrd €. Zum Anstieg trugen kräftige Bewertungsgewinne in Höhe von gut 53 Mrd € beim gehaltenen Geldvermögen bei, darunter insbesondere bei Aktien und Anteilen an Investmentfonds.“ ↗bundesbank.de

  • EU-Kommission kritisiert Armutsentwicklung in Deutschland

    05.04.2017/EG aus der Europäischen Kommission, Brüssel

    Europäische Kommission veröffentlicht Länderbericht Deutschland 2017: „Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen, …“

    Die Europäische Kommission bescheinigt der Deutschen Regierung eine der größten Vermögensungleichverteilungen im Euroraum: „Im relativ großen Niedriglohnsektor wurden neue Beschäftigungsmöglichkeiten geschaffen, was die Einkommensungleichverteilung und die Armut trotz Erwerbstätigkeit aber eher verschärft. (…) Im Zeitraum 2008-2014 hat die deutsche Politik in hohem Maße zur Vergrößerung der Armut beigetragen, was auf die Tatsache zurückzuführen ist, dass die bedarfsabhängigen Leistungen real und im Verhältnis zur Einkommensentwicklung gesunken sind (Europäische Kommission 2016a). Eine Reihe früherer Änderungen bei Steuern und Sozialabgaben könnten ebenfalls zu einem Teil für die nachlassende Wirksamkeit der Umverteilungsmaßnahmen verantwortlich sein. Die Abschaffung der Vermögenssteuer im Jahr 1997, die Absenkung des Einkommensteuerspitzensatzes von 53% im Jahr 2000 auf 42% im Jahr 2004, die pauschale Besteuerung von Kapitalerträgen seit 2009 und die Anhebungen der Sozialversicherungsbeiträge seit Anfang der 1990er Jahre haben dazu beigetragen, den progressiven Charakter des Steuersystems zu verringern, und die Einkommensunterschiede möglicherweise zu erhöhen (Europäische Kommission 2014).“ ↗europa.eu (siehe Seite 7)

  • TV-Tipp: Steuern? Tricksen wie die Großen!

    20.03.2017/EG aus dem Norddeutschen Rundfunk (NDR), Hamburg

    NDR-Dokumentation beleuchtet heute Abend, ab 22 Uhr, Steuervermeidungsstrategien von großen Unternehmen bzw. Vermögen

    Nach dem Vorbild der internationalen Konzerne versuchen die Autoren Gesine Enwaldt und Malte Heynen, für ihre kleine mittelständische Produktionsfirma ein Steuerschlupfloch zu buddeln. Sie treffen ehemalige Steuerfahnder, Whistleblower, Finanzexperten. Dabei entwirren die Autoren die dreisten Methoden der …

    Außerdem finden die Autoren Antworten auf die Frage, warum eigentlich die Politik die Steuerschlupflöcher nicht schließt.

    Zum Thema

    Ergänzende Informationen lesen Sie auf Seite 18 der Publikation ‘Internationale Finanzwirtschaft & G20 – Stimmen aus dem globalen Süden‘ von der NRO ‘WEED‘↗weed-online.org.

    Informationen (auf Englisch) über den wenig kommunizierten, wirkmächtigen Reichtum des Britischen Empires↗newleftproject.org.

  • Politik der Ungleichverteilung beenden

    16.03.2017/EG aus dem Medium MAKRONOM, Berlin

    Ökonom Branko Milanovic fordert neue Instrumente zur Reduzierung der Ungleichheit

    „Wenn also die Ungleichheit für die soziale Homogenität und die Demokratie eine Bedrohung darstellt – welche Werkzeuge sollten wir dann zu ihrer Bekämpfung verwenden? Ich denke, dass wir an einem Punkt sind, an dem wir mit unseren klassischen Instrumenten nicht mehr weiterkommen, sondern …“ ↗makronom.de

  • Ungleichheit dämpft Wachstum

    08.03.2017/EG aus dem Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    Steigende Einkommensungleichheit beeinflusst das Wirtschaftswachstum in Deutschland negativ

    „Das Wachstum der deutschen Wirtschaft wäre seit der Wiedervereinigung kumuliert um rund zwei Prozentpunkte höher gewesen, wenn die Einkommensungleichheit konstant geblieben wäre. Darauf weisen Simulationsrechnungen mit dem DIW Makromodell hin, die unter der Annahme durchgeführt wurden, dass die Entwicklung der Einkommensverteilung nicht umgekehrt von der wirtschaftlichen Entwicklung beeinflusst wurde. Das reale Bruttoinlandsprodukt hätte im Jahr 2015 gut 40 Milliarden Euro über seinem tatsächlichen Wert gelegen. Vor allem die private Konsumnachfrage, aber auch Investitionen und Exporte, wären stärker gestiegen, wenn die Ungleichheit – hier gemessen am Gini-Koeffizienten der Nettohaushaltseinkommen – auf ihrem Stand des Jahres 1991 geblieben wäre.“ diw.de