Schlagwort: Ungleichheit

  • Geldwertentwicklung 2018: 1,9 % Kaufkraftverlust für alle

    30.01.2019/EG
    Quelle: Statistisches Bundesamt, Bonn

    Inflation im Jahr 2018: 1,9 % / Tariflöhne ‘steigen‘ um 3,0 % / Reallohnzuwachs für Arbeitnehmer im Tarifverbund: 1,1 %

    Der Verbraucherpreisindex (VPI) misst die durchschnittliche Preisentwicklung aller Waren und Dienstleistungen, die private Haushalte für Konsumzwecke kaufen. Nach dem Inlandskonzept werden alle Ausgaben berücksichtigt, die in Deutschland von Ein-Personen-Haushalten, Paaren, Familien oder Touristen getätigt werden. Der VPI ist ein zentraler Indikator zur Beurteilung der Geldwertentwicklung in Deutschland.

    Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, verteuerten sich im Jahr 2018 die Warenkorbgruppen

    • Wohnen um 2,0 Prozent (Gewichtung im Warenkorb: 31,7 Prozent),
    • Verkehr um 3,3 Prozent (Gewichtung im Warenkorb: 13,5 Prozent) und
    • Nahrungsmittel/alkoholfreie Getränke um 2,4 Prozent (Gewichtung im Warenkorb: 10,3 Prozent).

    Die Entwicklung der Verbraucherpreise lesen Sie hier destatis.de.
    Informationen zur Gewichtung des VPI lesen Sie hier ↗destatis.de.

    Zum Thema

    Tariflöhne ‘steigen‘ im Jahr 2018 um 3,0 Prozent ↗boeckler.de.

  • TV-Tipp: Rente

    25.01.2019/EG
    Quelle: 3sat, Mainz

    Wirtschaftsmagazin ‘makro‘ sendet heute Abend, ab 21:00 Uhr, einen Beitrag zur aktuellen Rentendebatte / Michael Klundt, Politikwissenschaftler: „Die Widersprüche liegen zwischen Arm und Reich“

    „Innerhalb von 20 Jahren gab es mehr als ein Dutzend Rentenreformen in Deutschland. Durch das ab Januar geltende neue Gesetz wird das Rentenniveau nicht weiter absinken. Das ist der Abschied von der Generationengerechtigkeit, kritisiert nicht nur der Arbeitgeberverband. Denn anders als es das Bild von flaschensammelnden Rentnern vermittelt, ist das Armutsrisiko bei älteren Menschen geringer als bei jüngeren. Das liegt zum Beispiel an der wachsenden Lohnungleichheit zwischen Jung und Alt. Prekäre Jobs, befristete Verträge: Jüngere Menschen haben es heute schwerer als ihre Eltern, ein gutes Einkommen zu erzielen.“ 3sat.de

    Zum Thema

    Die Regierungsverantwortung im Rückblick:

    • seit 2017/2018: CDU/CSU und SPD
    • 2013 bis 2017: CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis90/Die Grünen
    • 1982 bis 1998: CDU/CSU und FDP
    • 1974 bis 1982: SPD und FDP

    Aus den Wahlprogrammen der Parteien, die in der Regierungsverantwortung waren bzw. sind: (mehr …)

  • Buchtipp: Americanic

    25.01.2019/EG

    Thomas Frank: Americanic
    Berichte aus einer sinkenden Gesellschaft

    Sachbuch (Gesellschaft, Leistung, Ungleichheit)

    Wie konnte es dazu kommen, dass die Millionen verunsicherter Amerikaner einen Milliardär zum Präsidenten gewählt haben, von dem sie wussten, dass er letztlich nichts für sie tun würde? Was ist los mit Amerika?

    Thomas Frank verfolgt seit Jahren die Veränderungen der amerikanischen Gesellschaft, das Abdriften großer Teile der Bevölkerung in prekäre Verhältnisse, das Erstarken fundamentalistischer Bewegungen, die Erosion der politischen Parteien. Seine Artikel aus den letzten zehn Jahren erzählen die politische Geschichte eines Landes, in dem der amerikanische Traum zu Ende geträumt ist, der Verlust geregelter Arbeit, Schulden, Armut große Teile der Bevölkerung betreffen, die Eliten und die politische Klasse sich vor allem mit sich selbst beschäftigen. Vom Skandal des Energiekonzerns Enron, durch den Tausende von Angestellten ihre Rente verloren, über die Finanzkrise 2008, durch die die Standards der Mittelklasse für die meisten unerreichbar geworden sind, bis zum Versagen der Demokratischen Partei: Am Beispiel Amerikas zeigt Thomas Frank eine gesellschaftliche Entwicklung auf, die – bei allen Unterschieden – ein Warnsignal auch für Europa, auch für Deutschland ist. (mehr …)

  • Wohnkosten kennen nur eine Richtung

    24.01.2019/EG
    Quelle: NDR/ARD-Magazin ‘Panorama‘, Hamburg

    Studie: Millionen Haushalte können eine Neubaumiete nicht finanzieren / München ist die teuerste Stadt

    „Das Ergebnis ist erschreckend. Wenn so viele Haushalte sich eine Neubaumiete nicht mehr leisten können, dann verschärfen wir das soziale Ungleichgewicht in der Gesellschaft“, sagt Dietmar Walberg von der Arbeitsgemeinschaft für Zeitgemäßes Bauen, der auch die Bundesregierung berät. ↗tagesschau.de

    Die ARD-Sendung ‘Panorama‘ zum Thema heute Abend, 21:45 Uhr.

  • Sozial ist, was Gemeinschaft pflegt!

    02.01.2019/EG
    Quelle: Blog Norbert Häring

    Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist, über ein „Gelbwestenprogramm für Deutschland 2019“

    „Abgeordnete des Deutschen Bundestags, sorgen Sie, im Interesse der Mehrheit der Bevölkerung, dafür, …:

    • … dass große Unternehmen und Gutverdiener viel Steuern zahlen, kleine Unternehmen und Geringverdiener wenig!
    • …dass die Regierung ihre finanzielle Zwangsjacke ablegt und kein Geld ausgibt, um die Welt zu einem schlechteren Ort zu machen!
    • … dass Kinder unabhängig von der Herkunft faire Lebenschancen haben, niemand ökonomisch aussortiert wird und alle Menschen in Würde leben und alt werden können!
    • … dass auch Geringverdiener und Familien eine anständige Wohnung bekommen können!
    • … dass die Bundeswehr eine reine Verteidigungsarmee und Deutschland eine Friedensmacht wird.
    • … dass Deutschland solidarisch mit ärmeren Ländern in der EU und der Welt und mit Schutzbedürftigen umgeht!
    • … dass alle Bürger, nicht nur in der Stadt, sondern auch auf dem Land eine angemessene Gesundheitsversorgung bekommen!“

    Den kompletten Beitrag lesen Sie hier ↗norberthaering.de.

    Zum Thema

    Marcel Fratzscher, Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin):

    „In Deutschland schauen wir mit Unverständnis auf Frankreich und können uns einen solchen Aufstand gegen die Bundesregierung gar nicht vorstellen. Ein ehrlicher Blick auf beide Länder zeigt jedoch, dass die Situation Frankreichs jener in Deutschland erstaunlich ähnlich ist. Die deutsche Politik spielt mit dem Feuer, wenn sie ihre Klientelpolitik fortsetzt und die Abschaffung des Solis und eine wirtschaftlich unsinnige Entlastung der Vermögenden weiterverfolgt.berlinoeconomicus.diw.de