Schlagwort: Ungleichheit

  • Hörfunk-Tipp: Die Kultur-Umverteilungsmaschine

    09.02.2019/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), München

    RadioFeature von Ina Plodroch, Autorin, über Profiteure der Kulturförderung

    „Wer hat, dem wird gegeben – ein ähnliches Bild bei den Verwertungsgesellschaften. Woher stammt das Geld, das VG Wort und GEMA verteilen, und wie gerecht ist diese Verteilung eigentlich? Erwachsen ist die Idee des Urheberrechts und der nationalen Kultur mit dem Entstehen des Bildungsbürgertums Ende des 19. Jahrhunderts. Ina Plodroch hat recherchiert, wie sehr die Interessen der Ärztesöhne und Fabrikantentöchter noch heute in der historisch gewachsenen Kulturförderung stecken und in welchem Ausmaß die gesamte Gesellschaft für die Hobbys der Bessergestellten zahlt.“ ↗br.de

  • Buchtipp: Mythos Markt. Mythos Neoklassik

    08.02.2019/EG

    Walter Otto Ötsch: Mythos Markt. Mythos Neoklassik
    Das Elend des Marktfundamentalismus

    Sachbuch (Gesellschaft, Markt, Politik, Umweltschutz, Ungleichheit, Wirtschaft)

    Die gegenwärtige Gesellschaft kann als ökonomisiert verstanden werden. Viele Bereiche der Gesellschaft, die früher eigenen Regeln gefolgt sind, haben sich einer wirtschaftlichen Effizienzlogik unterworfen. Die Ökonomik hat damit den Status einer gesellschaftlichen Leitwissenschaft erworben. Das Buch beschreibt

    • die Transformation der Ökonomik in eine Wissenschaft von „dem Markt“,
    • wie sich dieses Konzept durchgesetzt hat,
    • wie dadurch die Gesellschaft verändert wurde und
    • welche Folgen dies hatte – bis hin zur Finanzkrise 2008, zur Klima(wandel)leugnung und zum Rechtspopulismus, der als neue Politikform „des Marktes“ interpretiert wird.

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  • Buchtipp: Soziologie der Gesundheit

    01.02.2019/EG

    Thomas Hehlmann, Henning Schmidt-Semisch, Friedrich Schorb: Soziologie der Gesundheit

    Lehrbuch/Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Gesundheit, Ungleichheit)

    Haben Sie sich auch schon gefragt, warum Gesundheit heute eine so große Rolle spielt? Welche Ängste, Wünsche, Interessen und Machtverhältnisse hinter dem Bedeutungsgewinn von Gesundheit stehen?
    Thomas Hehlmann, Henning Schmidt-Semisch und Friedrich Schorb regen zum Nachdenken an: Sie skizzieren wie Gesundheit zur Wissenschaft wurde und wie soziale und gesundheitliche Ungleichheit zusammenhängen. Sie fragen, welche Folgen es hat, wenn immer mehr Phänomene zu Krankheiten erklärt werden und wenn die Frage „gesund oder ungesund“ zur moralischen Leitfrage wird. (mehr …)

  • Privatisierung der Bildung am Beispiel Ethik-Institut an der TUM

    Bearbeiten

    31.01.2019/EG
    Quelle: Studis Online, Hamburg

    ‘facebook‘ finanziert Technischer Universität München (TUM) ein Institut, das ethische Fragen im Umgang mit Künstlicher Intelligenz (KI) erforscht

    Der US-amerikanische Social-Media-Konzern ‘facebook‘ unterstützt mit 6,5 Millionen Euro die TUM zur Erforschung ethischer Implikationen der KI.

    Christian Kreiß, Wirtschaftswissenschaftler an der Hochschule Aalen: „Das neue Ethik-Institut beginnt mit einem Ethikbruch. Bei der Besetzung von Instituten an staatlichen Hochschulen sollten nach Art. 33 II Grundgesetz diejenigen Bewerber zum Zug kommen, die am besten geeignet sind. Wer das ist, ermittelt man normalerweise durch öffentliche Stellenausschreibungen, Bewerbungsverfahren und anschließende Auswahl durch ein unabhängiges Expertengremium, etwa eine Berufungskommission.
    Im Fall des neu gegründeten TUM-Instituts hat man ein solches Auswahlverfahren offenbar umgangen und im wohlwollenden Einvernehmen mit dem Geldgeber Facebook lieber gleich einen Institutsleiter eingesetzt, von dem man weiß, dass er der Großindustrie sehr gewogen ist. Dadurch hatten leider andere ausgewiesene Ethikexperten, die beispielsweise der Denkrichtung der „integrativen Wirtschaftsethik“ angehören, keine Chance. Andererseits muss man zugeben, dass deren Vertreter ziemlich kritische Köpfe sind. Die wollte man dem spendablen US-Konzern möglicherweise lieber ersparen.
    Was wir erleben, ist also durchaus kein gelungener Start, aber ganz in der Tradition von Facebook, Ethikregeln ständig zu brechen.“ ↗studis-online.de

  • Pflegekosten: Privatrisiko oder solidarische Haftpflicht?

    31.01.2019/EG
    Quelle: Verband der Ersatzkassen (vdek), Berlin

    Zuzahlung für stationären Aufenthalt liegt aktuell bei rund 1.800 Euro / vdek fordert „mehr gesamtgesellschaftliche Verantwortung“

    Um eine schleichende Privatisierung des Pflegerisikos zu vermeiden, fordert der vdek mehr gesamtgesellschaftliche Verantwortung. vdek.com.

    Zum Thema

    „Umdenken bei der Finanzierung der Pflege notwendig“ gkv-spitzenverband.de.

    Ausgaben für Hilfsmittel wie Rollstühlen, Krankenbetten, Atemgeräten, Stehhilfen, Kommunikationshilfen usw., sind im Zeitraum 2015 bis 2017 um 12,1 Prozent auf 1,05 Milliarden Euro angewachsen. ↗barmer.de (Seite 32)