Schlagwort: Politik

  • Buchtipp: Flucht

    18.11.2022/EG

    Ralf-Uwe Beck, Klaus Töpfer, Angelika Zahrnt (Hrsg.): Flucht
    Ursachen bekämpfen, Flüchtlinge schützen. Plädoyer für eine humane Politik

    Sachbuch (Migration, Politik)

    „Mehr als 100 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht. Jede Flucht hat ihren Grund…
    23 profilierte Autorinnen und Autoren stecken das weite Feld der Flucht ab. Sie sind scharf in der Analyse, treffen klare Aussagen und machen konkrete Ansagen.“

    Herausgeber

    Ralf-Uwe Beck ist Theologe, Bürgerrechtler und Autor. Er ist Bundesvorstandssprecher von Mehr Demokratie e. V. und war zuvor zehn Jahre stellvertretender Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND).

    Klaus Töpfer war von 1987 bis 1994 Bundesminister für Umwelt und Naturschutz (CDU). Der studierte Volkswirtschaftler engagiert sich auch noch heute für eine lebenswerte Welt: unter anderem als Vizepräsident der Welthungerhilfe, als Vorsitzender des Innovationspreises für Klima und Umwelt oder als gefragter Referent für Umweltschutz.

    Prof. Dr. Angelika Zahrnt war langjährige Vorsitzende des BUND und Mitglied im Rat für Nachhaltige Entwicklung. Sie ist Initiatorin der Studien Zukunftsfähiges Deutschland. Sie arbeitet und publiziert zur Postwachstumsgesellschaft.

    Oekom Verlag, ISBN: 978-3-96238-400-5, Buch, 22 Euro

  • Rentenreform belastet die Gesundheit?

    28.10.2022/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW: Anhebung des Renteneintrittsalters hat negative Konsequenzen für die Gesundheit

    „Zur Stabilisierung der Finanzen der Gesetzlichen Rentenversicherung wird regelmäßig eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters gefordert. Ein längeres Arbeitsleben hat jedoch Auswirkungen auf die Gesundheit. Anhand von detaillierten Daten der gesetzlichen Krankenkassen zeigen Untersuchungen, dass die Abschaffung der „Rente für Frauen“ im Jahr 1999, die einen Renteneintritt ab einem Alter von 60 Jahren erlaubte, negative Gesundheitseffekte nach sich zog. Frauen, die von der Reform betroffen waren und erst mit 63 Jahren in Rente gehen konnten, wiesen häufiger psychische Erkrankungen sowie Adipositas (Übergewicht) und Krankheiten des Muskel-Skelett-Systems (Arthrose und sonstige Krankheiten der Wirbelsäule und des Rückens) auf. Deshalb sollte eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters durch präventive Gesundheits- und Bildungsinvestitionen begleitet werden. Gleichzeitig sind weitere Reformen bei der Erwerbsminderungsrente notwendig, um die Auswirkungen von Gesundheitsrisiken besser abzusichern.“ diw.de.

  • Audio-Tipp: „Medialer Mainstream?“

    25.10.2022/EG
    Quelle: Deutschlandfunk, Berlin

    Beitrag von Vera Linß und Marcus Richter über die mangelnde Differenzierung in den Medienberichten zum Krieg in der Ukraine

    Den Beitrag hören Sie hier deutschlandfunkkultur.de.

  • Buchtipp: Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

    22.10.2022/EG

    Dirk Oschmann: Der Osten: eine westdeutsche Erfindung

    Sachbuch (Gesellschaft, Medien, Politik)

    „Was bedeutet es, eine Ost-Identität auferlegt zu bekommen? Eine Identität, die für die rasant wachsende gesellschaftliche Spaltung verantwortlich gemacht wird? Der Attribute wie Populismus, ein mangelndes Demokratieverständnis, Rassismus, Verschwörungsmythen und Armut zugeschrieben werden? Der Leipziger Germanist Dirk Oschmann zeigt in seinem augenöffnenden Buch, dass der Westen sich über dreißig Jahre nach Mauerfall als Norm definiert und den Osten als Abweichung. Unsere Medien, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft werden von westdeutschen Perspektiven dominiert. Pointiert durchleuchtet Dirk Oschmann, wie dieses Othering unserer Gesellschaft schadet und initiiert damit eine längst überfällige Debatte.“

    Autor

    Dirk Oschmann, geboren 1967 in Gotha, ist Professor für Neuere deutsche Literatur an der Universität Leipzig.

    Ullstein Verlag, ISBN: 978-3-843-72916-1, E-Buch, 17 Euro

  • Friedensfähigkeit beginnt im Inneren

    10.10.2022/EG
    Quelle: Friedensgutachten.de

    Friedensforschungsinstitute erkennen in der demokratischen und rechtsstaatlichen Kontrolle von Sicherheitsbehörden eine zentrale Aufgabe

    Friedensgutachten 2022, Schlussfolgerungen, Seite 12, Auszug: „Die aktuellen Friedensbedrohungen reichen über den Ukraine-Krieg hinaus. Internationalisierte Bürgerkriege und dschihadistische Gewalt dürfen aufgrund des Ukrainekrieges nicht in Vergessenheit geraten, da sie das Konfliktgeschehen weltweit stark prägen. Hier sind diplomatische Initiativen gefordert sowie eine restriktive Rüstungsexportpolitik. Beachtenswert ist zudem, dass viele der Kriege tief verankerte Dominanzverhältnisse zwischen den Geschlechtern widerspiegeln und nachhaltiger Frieden nur eine Chance haben wird, wenn benachteiligte Gruppen Gehör finden und mitentscheiden können. Nicht zuletzt beginnt Friedensfähigkeit im Inneren. Eine zentrale Aufgabe ist es, angesichts des Bedeutungszuwachses von Sicherheitsbehörden deren Wirken demokratisch und rechtsstaatlich zu kontrollieren.“

    Das Friedensgutachten 2022 der Friedensforschungsinstitute BICC Bonn International Centre for Conflict Studies, HSFK Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung, IFSH Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik an der Universität Hamburg und INEF Institut für Entwicklung und Frieden, Universität Duisburg-Essen, lesen Sie hier ↗friedensgutachten.de.