Schlagwort: Politik

  • Globalisierung: Jeder fünfte Euro aus der EU wird in Steueroasen investiert!

    22.01.2017/EG aus der Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, Luxemburg

    Eurostat veröffentlicht Bestände der weltweiten Direktinvestition 2016: ‘Investitionen‘ in Steueroasen steigen auf 1,3 Billionen Euro – plus 20,8 % gegenüber 2015

    Eurostat listet in der aktuellen Meldung die Bestände von Direktinvestitionen aus der Europäischen Union im Jahr 2016 in sogenannten Offshore-Finanzzentren in Höhe von 1,28 Euro (2015: 1,06 Billionen Euro) auf. Der gesamte Direktinvestitionsbestand der EU in der übrigen Welt summierte sich Ende 2016 auf 7,6 Billionen Euro (2015: 6,89 Billionen Euro). Davon wurden 20,2 Prozent (1,28 Billionen Euro) in Steueroasen ‚investiert‘. ec.europa.eu

  • Buchtipp: Die Gegen-Demokratie

    22.12.2017/EG

    Pierre Rosanvallon: Die Gegen-Demokratie
    Politik im Zeitalter des Misstrauens

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Parlament)

    Die Demokratie ist immer schon als Versprechen und Problem zugleich in Erscheinung getreten. Rosanvallon beschreibt die Dynamik gesellschaftlicher Machtaneignung und Praktiken des Misstrauens in ihrer Widersprüchlichkeit.

    Obgleich das demokratische Ideal uneingeschränkt bejaht wird, stehen die Systeme, die sich auf das Ideal berufen, immer heftiger in der Kritik. Doch diese Differenz ist nicht so neu, wie sie scheint: Historisch betrachtet ist die Demokratie immer schon als Versprechen und Problem zugleich in Erscheinung getreten. Denn der Grundsatz, Regierungen durch den Wählerwillen zu legitimieren, ging stets mit Misstrauensbekundungen der Bürger gegenüber den etablierten Mächten einher. (mehr …)

  • Ein Blick nach Mali

    21.12.2017/EG aus dem Medium RUBIKON, Mainz

    Deutsche Bundeswehr stabilisiert Frankreichs Kolonialherrschaft?

    „1960 ‘erdreistete‘ sich die sozialistische Bewegung Rassemblement Democratique Africain (RDA) (3), die Unabhängigkeit der Afrikanischen Staaten von Frankreich zu fordern und schließlich auch durchzusetzen. Nach über 70 Jahren kolonialer Herrschaftszeit, in der Mali zum Rohstofflieferanten und Absatzmarkt für Fertigprodukte degradiert worden war, empfand man das natürlich als Undankbarkeit in Reinform. Doch Mali als freier Staat besteht damit noch lange nicht. Frankreich war dort zu lange zu mächtig und vorherrschend gewesen, um an dieser Stelle der Geschichte seine Kolonien einfach ziehen zu lassen.“ ↗rubikon.news

    Zum Thema

    In Mali wurden – bisher – folgende Rohstoffe nachgewiesen: Diamanten, Gold, Halbedelsteine, Palladium (Diesel-Katalysator), Silber, Bauxit (Aluminium), Blei, Chrom, Eisen, Kupfer (Verkehr/E-Mobilität), Lithium (Akku), Nickel (Katalysator/Korrosionsschutz), Nobium (Legierungszusatz), Thorium (Glühlicht/Kernenergie), Titan (Oxidationsschutz), Uran (Kernenergie/Munition), Wolfram (Technik/Medizin), Zinn, Granit, Kalziumsulfat, Kaolinit, Mangan (Legierungszusatz), Marmor, Phosphat (Düngemittel), Rutil, Salz, Talk, Zirkon. ↗subsahara-afrika-ihk.de

    Offizielle Informationen zum Einsatz der Bundeswehr in Mali lesen Sie hier ↗bmvg.de.

    Ergänzende Informationen über Mali lesen Sie hier ↗auswaertiges-amt.de.

  • Nutzer füttern Technologiekonzerne – gratis

    20.12.2017/EG

    Bundeskartellamt: Facebook sammelt und verwertet Daten auch von Drittquellen / Jodi Dean, Philosophin, weist auf die Verwertung enteigneter Daten durch Technologie-Konzerne hin

    „Das Bundeskartellamt hat dem Unternehmen Facebook seine vorläufige rechtliche Einschätzung in dem Verfahren wegen des Verdachts auf Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung übersandt. Die Behörde geht nach dem jetzigen Stand der Dinge davon aus, dass Facebook auf dem deutschen Markt für soziale Netzwerke marktbeherrschend ist. Weiter ist das Amt der Ansicht, dass Facebook missbräuchlich handelt, indem das Unternehmen die Nutzung des sozialen Netzwerks davon abhängig macht, unbegrenzt jegliche Art von Nutzerdaten aus Drittquellen sammeln und mit dem Facebook-Konto zusammenführen zu dürfen. Zu diesen Drittseiten gehören zum Einen konzerneigene Dienste wie WhatsApp oder Instagram. Hierzu gehören aber auch Webseiten und Apps anderer Betreiber, auf die Facebook über Schnittstellen zugreifen kann.“ bundeskartellamt.de

    „Immer, wenn wir unsere Smartphones, Laptops, Tablets benutzen, wird alles, was wir produzieren, zu einer Ressource für das Kapital, also die Daten, die für Google so wertvoll sind, die sie speichern und für Werbung weiterverkaufen, die sie auswerten um Muster zu finden, mit denen sie dann neue Geschäftsmodelle kreieren, die sie dann als Plattformen und Wissen an andere Unternehmen verkaufen können. Egal, wie wir elektronisch kommunizieren, jemand anderes besitzt das, was daraus entsteht.“ rosalux.de

  • EU: Handelsbilanzen der Ungleichen

    15.12.08.2017/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

    Handelsbilanz der EU-Staaten Januar bis Oktober 2017:

    17 von 28 EU-Staaten (60,7 %) melden Defizite / Deutschlands Exportanteil (1.064,6 Mrd. Euro) an allen Ausfuhren der EU28 (4.327,9 Mrd. Euro) liegt bei 24,6 %
    12 von 19 Euro-Staaten (63,1 %) melden Defizite / Deutschlands Exportanteil (1.064,6 Mrd. Euro) an allen Ausfuhren der EU19 (3.341,8 Mrd. Euro) liegt bei 31,9 %

    Das statistischen Amt der Europäischen Union ‘Eurostat‘ meldet die Handelsbilanzsalden der 28 EU-Mitgliedstaaten für die Monate Januar bis Oktober 2017:

    Handelsbilanzsaldo (weltweite Ausfuhren abzüglich weltweite Einfuhren) insgesamt

    • Deutschland: 206,7 Mrd. Euro Exportüberschuss (- 2,1 Prozent gegenüber Jan. bis Okt. 2016)
    • EU27 (ohne Deutschland): 58,1 Mrd. Euro Überschuss (Niederlande) bis 149,3 Mrd. Euro Defizit (Vereinigtes Königreich)

    Handelsbilanzsaldo innerhalb der EU28

    • Deutschland: 58,7 Mrd. Euro Exportüberschuss (- 9,8 Prozent gegenüber Jan. bis Okt. 2016)
    • EU27 (ohne Deutschland): 163,8 Mrd. Euro Überschuss (Niederlande) bis 89,5 Mrd. Euro Defizit (Vereinigtes Königreich)

    Handelsbilanzsaldo der EU28 mit der restlichen Welt

    • Deutschland: 148,1 Mrd. Euro Exportüberschuss (+ 1,4 Prozent gegenüber Jan. bis Okt. 2016)
    • EU27 (ohne Deutschland): 28,3 Mrd. Euro Überschuss (Italien) bis 105,8 Mrd. Euro Defizit (Niederlande)

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hier europa.eu.

    Zum Thema

    „Der Welthandel ist ein Nullsummenspiel, bei dem die Überschüsse des einen die Defizite des anderen sind.“makronom.de

    „Ungesunder Überschuss“↗boeckler.de

    „Das süße Gift der Exportüberschüsse“ makronom.de

    IMK-Report zur Rolle der Nominallöhne für die Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse boeckler.de