Schlagwort: Flüchtlingsdebatte

  • Menschenrechte in Deutschland

    27.02.2017/EG aus der NRO Amnesty International, Berlin

    Hohe Zahl rassistischer Übergriffe auf Flüchtlingsunterkünfte ohne wirksame Gegenmaßnahmen von Behörden / Sinkende Zahl Asylsuchender – steigende Zahl von Straftaten gegen Flüchtlinge

    2016 nahm die Zahl neuer Asylsuchender gegenüber dem Vorjahr erheblich ab. Die Regierung registrierte in etwa 280.000 neu eingereiste Asylsuchende, verglichen mit 890.000 im Jahr 2015.

    In den ersten neun Monaten des Jahres (2016) registrierten die deutschen Behörden 813 Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte. Im selben Zeitraum registrierten die Behörden 1803 Straftaten gegen Asylsuchende, bei denen 254 Menschen verletzt wurden. Die Behörden entwickelten keine angemessene nationale Strategie, um Angriffe gegen Flüchtlingsunterkünfte zu verhindern. amnesty.de

    Die aktuelle Datenlage zum Thema lesen Sie hierdw.com.

  • Feindbild Islam

    23.02.2017/EG aus dem Medium ‘Qantara.de‘, Berlin

    Politologe Andreas Bock mit einem Beitrag zur überschätzten Gefährlichkeit des Islamismus

    „Es geht nicht darum, die Gefahren eines islamistischen Terrorismus zu verharmlosen. Allerdings zeigt die Analyse der terroristischen Bedrohung, dass die Gefährlichkeit des Islamismus überschätzt wird. Oder um es mit dem Risikoforscher Ortwin Renn zu sagen: Die Wahrscheinlichkeit in Europa an einer Pilzvergiftung zu sterben ist größer, als die Opfer eines terroristischen Anschlags zu werden. Dennoch ist die Angst vor islamistischem Terrorismus beinahe omnipräsent und politisch handlungsleitend. Warum?“ ↗qantara.de

  • Mehrheit für Migrationsstopp

    12.02.2017/EG aus der Denkfabrik CHATHAM HOUSE, London

    Umfrage: Mehrheit in 10 EU-Staaten aller Alters- und Bildungsschichten haben massive Vorbehalte gegen Muslime

    Das Königliche Institut für Internationale Beziehungen CHATHAM HOUSE befragte rund 10.000 Bürger in zehn EU-Staaten, ob die weitere Migration aus vorwiegend muslimischen Ländern gestoppt werden sollte. Die Meinung wurde mehrheitlich befürwortet: von 71 Prozent in Polen, 65 Prozent in Österreich, 64 Prozent in Belgien und Ungarn, 61 Prozent in Frankreich, 58 Prozent in Griechenland, 53 Prozent in Deutschland und 51 Prozent in Italien, 47 Prozent im Vereinigten Königreich und 41 Prozent in Spanien. Die Meinung wurde von neun (Polen) bis 32 Prozent (Spanien) der Befragten nicht geteilt. ↗chathamhouse.org

  • Rassismus

    12.02.2017/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    2016 wurden 527 Asylbewerber und Flüchtlinge Opfer rechter Gewalt

    Mit Stand vom 19. Januar 2017 wurden für den Erfassungszeitraum 2016 insgesamt 552 Gewaltdelikte mit dem Unterthema „gegen Asylbewerber/Flüchtlinge“ erfasst. Davon entfallen 527 Straftaten auf den Phänomenbereich PMK* – rechts, 9 Straftaten auf den Phänomenbereich PMK – Ausländer und 16 Straftaten konnten keinem Phänomenbereich zugeordnet werden.

    Die Verteilung auf die Bundesländer stellt sich wie folgt dar: Baden-Württemberg 18, Bayern 40, Berlin 48, Brandenburg 96, Bremen 3, Hamburg 6, Hessen 3, Mecklenburg-Vorpommern 46, Niedersachen 30, Nordrhein-Westfalen 54, Rheinland-Pfalz 9, Saarland 1, Sachsen 66, Sachsen-Anhalt 78, Schleswig-Holstein 33 und Thüringen 21 Delikte.
    Es wird darauf hingewiesen, dass die bisherigen Deliktszahlen für 2016 nicht abschließend sind und durch die laufende Erfassung Änderungen unterliegen. bundestag.de

    *Politisch motivierte Kriminalität

  • Studie: Asylberechtigte leisten mehr, als sie den Staat kosten

    09.02.2017/EG aus dem Österreichischen Roten Kreuz, Wien

    Ergebnis: Nach zehn Jahren bringt jeder Asylberechtigte der Volkswirtschaft mehr ein, als er sie kostet

    „Die Bruttowertschöpfung beträgt rund 7.350 Euro pro Kopf und Jahr. Die Summe der bezahlten Steuern ist im Durchschnitt pro Person um 3.050 Euro höher als die Summe der erhaltenen Transferzahlungen. Die Bedürfnisse von je zehn Asylberechtigten sorgen dafür, dass ein neuer Vollzeitjob geschaffen wird.“ ↗roteskreuz.at