Schlagwort: Einkommen

  • Buchtipp: „Wirtschaftsmärchen“

    04.07.2025/EG

    Patrick Schreiner, Kai Eicker-Wolf: Wirtschaftsmärchen
    Hundertundeine Legende über Ökonomie, Arbeit und Soziales

    Sachbuch (Arbeitswelt, Politik, Wirtschaft)

    „»Die Löhne sind zu hoch.« »Wachstum kommt allen zugute.« »Der Sozialstaat ist unbezahlbar.« »Private Unternehmen sind effizienter als der Staat.« »Hohe Steuern bremsen die Wirtschaft.« Derlei Behauptungen machen Stimmung – für mehr Markt und weniger Politik, für mehr soziale Ungleichheit und weniger Umverteilung, für mehr Vereinzelung und weniger soziale Sicherheit.
    In diesem Buch nehmen Patrick Schreiner und Kai Eicker-Wolf 101 solcher Wirtschaftsmärchen unter die Lupe: Sie zeigen auf, weshalb diese falsch sind oder in die Irre führen; wem sie schaden und wem sie nutzen; welche Denkmuster und Annahmen hinter ihnen stehen. Und sie veranschaulichen, wie gefährliche Feindbilder geschaffen werden: das vom teuren Hängemattenstaat etwa, …“

    Autoren

    Patrick Schreiner, Dr. phil., *1978, ist Politikwissenschaftler. Er arbeitet als Gewerkschafter in Berlin und publiziert unter anderem zu wirtschafts- und verteilungspolitischen Themen sowie politischer Theorie.
    Kai Eicker-Wolf, Dr. phil., *1965, ist Ökonom. Er arbeitet als Gewerkschafter in Frankfurt am Main und publiziert unter anderem zu wirtschafts-, finanz- und bildungspolitischen Themen.

    Verlag: PapyRossa
    Erscheinung: 3. Auflage 2025

  • Das Minimum an Lohn

    27.06.2025/EG
    Quelle: Mindestlohnkommission, Berlin

    Beschluss der Mindestlohnkommission: Anhebung des gesetzlichen Mindestlohns ab 01.01.2027 um 3,6 % auf 14,60 Euro

    Begründung: „Die Mindestlohnkommission hat im Rahmen einer Gesamtabwägung geprüft, welche Höhe des Mindestlohns geeignet ist, zu einem angemessenen Mindestschutz der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beizutragen, faire und funktionierende Wettbewerbsbedingungen zu ermöglichen sowie Beschäftigung nicht zu gefährden …“

    Den Beschluss lesen Sie hier.

    Die Mitglieder der Mindestlohnkommission sehen Sie hier.

  • Entschädigung für Abgeordnete steigt

    11.06.2025/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Anpassung der Abgeordnetenentschädigung um 5,4 Prozent

    Gemäß der Entwicklung des Nominallohnindex erhöht sich die Abgeordnetenentschädigung zum 01. Juli 2025 von bisher 11.227,20 Euro um 5,4 Prozent auf 11.833,47 Euro.
    „Das gleiche Verfahren gilt für die Anpassung der fiktiven Bemessungsbeträge für die Altersentschädigung nach den Paragrafen 35a und 35b des Abgeordnetengesetzes. Der fiktive Bemessungsbetrag für die Altersentschädigung der Abgeordneten, die am 22. Dezember 1995 dem Bundestag angehörten, ehemalige Mitglieder des Bundestages und ihre Hinterbliebenen steigt von 9.599,12 um 5,4 Prozent auf 10.117,47 Euro. Für alle bis zum 31. Dezember 2007 entstandenen Ansprüche und Anwartschaften von Mitgliedern des Bundestages, ehemaligen Mitgliedern und ihren Hinterbliebenen erhöht sich der fiktive Bemessungsbetrag für die Altersentschädigung von 10.741,36 Euro um 5,4 Prozent auf 11.321,39 Euro.“
    Die Mitteilung lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Nebentätigkeiten

    „Ende Mai veröffentlichte Bundestagspräsidentin Julia Klöckner (CDU) einen Bericht, der in der Öffentlichkeit weitgehend unbeachtet blieb – dabei hatte er es in sich: 261 Mal meldeten Abgeordnete ihre Tätigkeiten, Einkünfte oder Unternehmensbeteiligungen in der vergangenen Legislaturperiode (2021 bis 2025) nicht korrekt. Daraufhin wurde jedes Mal eine interne Ermahnung ausgesprochen.
    Namen nennt der Bericht zwar nicht. Doch es liegt nahe, wer sich hinter einem dieser Fälle verbirgt: Klöckner selbst.“
    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Jahreseinkünfte ab einer Million Euro

    04.06.2025/EG
    Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

    Statistisches Bundesamt meldet für 2021 rund 34.500 Einkommensmillionäre

    Wie das Statistisches Bundesamt mitteilt, hatten im Jahr 2021 gut 34.500 aller erfassten Lohn- und Einkommensteuerpflichtigen in Deutschland Einkünfte von mindestens einer Million Euro.

    Die Mitteilung lesen Sie hier.

  • Teilhabe und andere Hürden

    14.05.2025/EG
    Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin

    Teilhabeatlas spiegelt Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

    „In unserer Studie „Teilhabeatlas – Kinder und Jugendliche“ sind wir der Frage nachgegangen: Wie steht es um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands? Dafür haben wir zunächst in die Daten geschaut und messbare Indikatoren definiert:
    Wie hoch ist die Kinderarmut und wie viele Jugendliche beenden ihre Schullaufbahn ohne Abschluss? Querschnittsindikatoren wie die Lebenserwartung geben Hinweise auf allgemeine Lebensverhältnisse, da sie stark mit der gesundheitlichen Versorgung, wirtschaftlichen Lage und dem Bildungsniveau zusammenhängen. Auch die Erreichbarkeit von Bushaltestellen, Grundschulen oder Kinderarztpraxen wurde berücksichtigt.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    WSI-Verteilungsbericht 2024, Seite 16/17, Auszug:
    „Da die Verunsicherung bis in die untere Mitte hinein reicht und der gesellschaftliche Zusammenhalt von einer wachsenden Mehrheit als gefährdet angesehen wird (Kohlrausch et al. 2023), erscheint es zentral, verschiedene Gruppen in der Gesellschaft nicht gegeneinander auszuspielen. Ein aktuelles Beispiel für ein solches gegeneinander Ausspielen ist die Debatte um das Bürgergeld. Sie konstruiert einen vermeintlichen Interessengegensatz zwischen Grundsicherungsempfängerinnen auf der einen, und der arbeitenden Bevölkerung auf der anderen Seite. Indem immer wieder angebliche Anreizprobleme der Grundsicherung in den Mittelpunkt gestellt werden, werden Bürgergeldbeziehende implizit als faul und arbeitsunwillig dargestellt. Dies greift auch verbreitete Stigmata und abwertende Einstellungen gegenüber Leistungsbezieherinnen auf (Mau et al. 2023: 96ff.). Statt die ohnehin zu knappen Leistungen für Bürgergeldempfänger*innen weiter zu kürzen, um den Abstand zwischen Sozialleistungen und Erwerbseinkommen zu erhöhen, ist es jedoch viel sinnvoller, Niedriglöhne wirksam zu bekämpfen und Tarifbindung zu stärken — Maßnahmen, die auch Menschen außerhalb des Grundsicherungsbezugs zugutekommen.“
    Den Bericht lesen Sie hier.