Schlagwort: Arbeitswelt

  • 2018 benötigten 1,1 Mio. Erwerbstätige die Grundsicherung

    29.08.2019/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Sinkende Zahl der „Aufstocker“ insgesamt seit 2010 / Steigende Zahl der ausländischen Erwerbstätigen mit Grundsicherungsbedarf von 234 Tsd. im Jahresdurchschnitt 2007 auf 382 Tsd. im Jahresdurchschnitt 2018

    „Im Jahresdurchschnitt 2018 gab es nach Angaben der Statistik der BA 1,1 Millionen erwerbstätige erwerbsfähige Leistungsberechtigte; das sind erwerbsfähige Regelleistungsberechtigte in der Grundsicherung für Arbeitsuchende, die Arbeitslosengeld II beziehen und zugleich über zu berücksichtigendes Einkommen aus abhängiger Erwerbstätigkeit (Bruttoeinkommen) und/oder über verfügbares Einkommen aus selbständiger Tätigkeit (Betriebsgewinn) verfügen.“ bundestag.de

  • Amazon Niederlassung sorgt für sinkendes Lohnniveau

    30.07.2019/EG
    Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ), Bremen

    Amazon Logistikzentrum Frankenthal drückt das durchschnittliche Lohnniveau der kreisfreien Stadt Frankenthal (Pfalz) um 6,5 Prozent

    Das „mittlere sozialversicherungspflichtige Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigtender Kerngruppe“ lag Ende 2017 im pfälzischen Frankenthal bei 3.487 Euro. Nach dem „operativen Start“ des Amazon-Logistikzentrums, am 06. August 2018, sank das „mittlere sozialversicherungspflichtige Bruttomonatsentgelt der sozialversicherungspflichtig Vollzeit-beschäftigten der Kerngruppe“ um 225 Euro auf 3.262 Euro. biaj.de

  • Wenn sich die Arbeit zum Gesundheitsrisiko entwickelt

    26.07.2019/EG
    Quelle: Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliches Institut (WSI) der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Befunde der WSI-Betriebsrätebefragung 2018: WSI-Forscher Elke Ahlers und Serife Erol untersuchten die Auswirkungen gesteigerter Arbeitsvolumina und Arbeitsanforderungen

    In der Arbeitsverdichtung sieht die Autorin Elke Ahlers einen „häufigen und bedeutenden Belastungsfaktor“. Eine wichtige Ursache für Arbeitsverdichtung scheinen zu knapp kalkulierte Belegschaften zu sein: Bei deutlich mehr als der Hälfte der Betriebe gibt es Personalengpässe zumindest in einzelnen Bereichen, bei fast einem Drittel sogar in den meisten oder allen Bereichen. Nur 13 Prozent weisen keine Defizite auf. Dass unzureichendes Personal für die zunehmende Arbeitsverdichtung verantwortlich ist, trifft laut zwei Dritteln der Interviewten voll und ganz oder eher zu. boeckler.de

    Zum Thema

    Fast zwei Drittel der arbeitenden Bevölkerung fühlen sich im Job gestresst. Eine der Hauptursachen ist Zeitdruck. Dauerstress macht krank ↗dgb.de

    DAK-Psychoreport 2019: Seit 1997 hat sich die Anzahl der Fehltage, die von Depressionen oder Anpassungsstörungen verursacht werden, mehr als verdreifacht. dak.de

  • Buchtipp: Alles könnte anders sein

    26.07.2019/EG

    Harald Welzer: Alles könnte anders sein
    Eine Gesellschaftsutopie für freie Menschen

    Sachbuch (Arbeitswelt, Gesellschaft, Kapitalismus, Ungleichheit)

    Heute glaubt niemand mehr, dass es unseren Kindern mal besser gehen wird. Muss das so sein? Muss es nicht! Der Soziologe und erprobte Zukunftsarchitekt Harald Welzer entwirft uns eine gute, eine mögliche Zukunft. Anstatt nur zu kritisieren oder zu lamentieren, macht er sich Gedanken, wie eine gute Zukunft aussehen könnte: In realistischen Szenarien skizziert er konkrete Zukunftsbilder u.a. in den Bereichen Arbeit, Mobilität, Digitalisierung, Leben in der Stadt, Wirtschaften, Umgang mit Migration usw.
    Erfrischend und Mut machend zeigt Welzer: Die vielbeschworene »Alternativlosigkeit« ist in Wahrheit nur Phantasielosigkeit. Wir haben auch schon viel erreicht, auf das man aufbauen kann. Es ist nur vergessen worden beziehungsweise von andere Prioritäten verdrängt. Es kann tatsächlich alles anders sein. Man braucht nur eine Vorstellung davon, wie es sein sollte. Und man muss es machen. Die Belohnung: eine lebenswerte Zukunft, auf die wir uns freuen können. (mehr …)

  • Hoher Niedriglohnanteil trotz guter wirtschaftlicher Lage

    17.07.2019/EG
    Quelle: Neue Züricher Zeitung (NZZ), Zürich

    In fast keinem anderen Industrieland verdienen so viele Menschen wenig.“

    „Deutschland kommt laut Berechnungen von Soziologen der Universität Wien im Jahr 2015 auf einen Niedriglohnanteil von 22%, die Schweiz auf einen Anteil von 12%. Deutschland hat innerhalb der OECD denn auch einen der grössten Niedriglohnsektoren.“ nzz.ch

    Zum Thema

    Deutschland 1995 bis 2015: „Von steigenden Löhnen profitieren vor allem Gutverdienende – auch tarifgebundene Betriebe zahlen besser. Doch zugleich wächst der Niedriglohnsektor.boeckler.de (Atlas der Arbeit, Seite 14)

    Gerhard Schröder, ehemaliger Bundeskanzler, am 28. Januar 2005 auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos: „We have established one of the best low paying sectors in Europe.“ (Wir haben einen der besten Niedriglohnsektoren in Europa etabliert.) ↗gerhard-schroeder.de

    Folgende Parteien gestalteten im vorgenannten Zeitraum die Regierungsarbeit:

    • seit März 2018: CDU/CSU/SPD
    • 2013 bis 2017: CDU/CSU/SPD (Koalitionsverhandlungen dauerten 171 Tage)
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU/FDP
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU/SPD
    • 2002 bis 2005: SPD/DIE GRÜNEN (Umsetzung ‘Agenda 2010‘)
    • 1998 bis 2002: SPD/DIE GRÜNEN
    • 1982 bis 1998: CDU/CSU/FDP