Das vertraute politische Fundament bröckelt

10.11.2016/EG aus der Thüringer Staatskanzlei, Erfurt

Thüringen-Monitor 2016: Verfall der politischen Streitkultur und Angriffe und Gewalthandlungen setzten sich fort / Nur noch 11 % vertrauen Parteien

Ein Forscherteam um Prof. Dr. Heinrich Best, Friedrich-Schiller-Universität Jena, befragte in den Monaten Mai und Juni 1.001 Bürger im Freistaat Thüringen rund um die politische Kultur.

Ausgewählte Ergebnisse:

  • 77 Prozent der Befragten meinten, dass „die Parteien nur ihre Stimmen wollen, ihre Ansichten interessieren sie nicht“.
  • 72 Prozent stimmten der Aussage zu, dass „in unserer Demokratie die Anliegen der Menschen nicht mehr wirksam vertreten“ werden. (26 Prozent der Befragten stören sich an der Ungleichheit, 21 Prozent an korruptiver Politik (ausgeprägter ‘Geschäftssinn‘ im Amt) und 18 Prozent an der Represäntationsbeziehung (politisches Handeln und Wirken))
  • 72 Prozent unterstellen den „Medien in Deutschland“, dass sie „einseitig berichten und von der Politik gelenkt werden“, womit auch die Pressefreiheit und eine neutrale Berichterstattung infrage gestellt werden. (Vertrauen in öffentlich-rechtliche Fernsehsender bei 48 Prozent, in private Fernsehsender 21 Prozent, in die regionale Presse 47 Prozent, in die überregionale Presse 29 Prozent und 8 Prozent in soziale Medien)
  • 67 Prozent stimmen zu, dass wir „in diesen Zeiten unbedingt eine starke Hand“ brauchen und stellen ‘Sicherheit‘ über ‘Freiheit‘.
  • 63 Prozent befürworten ein „hartes und energisches Durchsetzen deutscher Interessen gegenüber dem Ausland“.

Die kompletten Ergebnisse des Thüringen-Monitors 2016 lesen Sie hierthueringen.de.