Kategorie: Allgemein

  • „Friede den Palästen, Krieg den Hütten!“

    13.06.2017/EG aus dem Medium Rubikon, Mainz

    Verena Tobler Linder, Soziologin, über die Hyperglobalisierung und einem Plädoyer für eine andere Weltwirtschaftsordnung

    „Die neoliberale Politik setzt in den USA und in der EU auf neue Kriege mit dem Ziel, den westlichen Lebensstandard, d. h. unseren bislang grenzenlosen Zugriff auf die Ressourcen zu verteidigen – inklusive die damit verbundenen Profitchancen für ‘unser‘ Kapital. (…) Nur, wenn jene, die Entscheide fällen, diese eigenständig finanzieren und deren Folgen gemeinsam erfahren, erleiden oder genießen, lässt sich ein politisches Gemeinwesen transparent und erfolgreich organisieren.“ ↗rubikon.news

  • Ein Blick nach Venezuela

    12.06.2017/EG aus dem Medium THE REAL NEWS NETWORK (TRNN), Baltimore/USA

    Abby Martin, Journalistin, berichtet von ihren Erlebnissen aus Venezuela – mit gewalttätigen Oppositionsdemonstranten

    „Wir gingen dahin und waren sehr überrascht, dass die Realität ganz anders war, als die, die uns erzählt wurde. (…) Wir sehen ein Land von dem man denkt, dass die ganze Presse vom Staat kontrolliert wird. (…) Es war das Gegenteil. Ich meine, ich hatte keine Probleme, etwas zu filmen. Die Angriffe auf die Presse waren von der Opposition, die nicht will, dass Sie die Wahrheit berichtet wird. Ich meine, sie stellen die freie Presse als dieses Leuchtfeuer auf, aber sie wollen nicht, dass Sie irgendetwas melden, was ihrer Erzählung widerspricht, auch wenn es von dem Generalstaatsanwalt selbst völlig bewiesen ist, … Wenn wir es wagen, über die Tatsache, dass die Opposition für die Hälfte der Tode verantwortlich war, zu berichten (die Hälfte der Geschichten wurde von den westlichen Medien und diesen Menschenrechtsbeobachtungsorganisationen weggelassen), würden wir einem Lynch-Mob unterworfen.“ ↗therealnews.com

    Zum Thema

    „Es gibt, ganz unumwunden, eine direkte Einmischung sowohl durch das Außenministerium und das Verteidigungsministerium der USA und …“, von Aram Aharonian, Journalist↗amerika21.de.

  • Landwirtschaft: Nährstoff- und Pflanzenschutzmittel verteuern Trinkwasser

    12.06.2017/EG aus dem Umweltbundesamt UBA), Dessau

    UBA veröffentlicht Bericht über die Quantifizierung der landwirtschaftlich verursachten Kosten zur Sicherung der Trinkwasserbereitstellung: Düngeeinschränkungen sind kostengünstiger als Nitratentfernung aus Trinkwasser

    In der UBA-Studie werden die Kosten für die Trinkwasserbereitstellung, die aufgrund von Nährstoff- und Pflanzenschutzmittel (PSM) -Einträgen aus der Landwirtschaft in das Grundwasser entstehen, dargestellt. In der Basisvariante der Modellberechnungen liegen die Gesamt-Aufbereitungskosten (Betriebs- und Investitionskosten) zwischen 0,55 und 0,76 Euro je Kubikmeter Trinkwasser. Naturgemäß hängen die tatsächlichen Kosten der Trinkwasseraufbereitung jedoch stark von den Randbedingungen ab.

    Die Studie rechnet zudem aus, wieviel die Reinigung von mit Nitrat belastetem Grundwasser in Deutschland insgesamt kosten kann: zwischen 580 und 767 Millionen Euro pro Jahr. Zum Vergleich: Maßnahmen der novellierten Düngeverordnung kosten laut Bundeslandwirtschaftsministerium die Landwirtschaft bis zu 111,7 Millionen Euro pro Jahr, also nur einen Bruchteil dessen, den die betroffenen Trinkwasserkunden zu bezahlen hätten. Dies zeigt erneut: Vorsorge ist billiger als Reparatur. Diese Maßnahmen helfen nicht nur, Nitrateinträge zu reduzieren und die Kosten für die Aufbereitung zu senken. Daneben haben sie sogar noch viele weitere positive Auswirkungen auf die Umwelt, wie den Erhalt der Artenvielfalt.↗umweltbundesamt.de

  • Naher/Mittlerer Osten: Fortsetzung der Destabilisierungspolitik

    10.06.2017/EG aus dem Medium Qantara.de, Berlin

    Matthias Sailer, Promotionsstipendiat der Stiftung Wissenschaft und Politik (SWP), zur aktuellen Konfliktdebatte um eine rohstoffreiche Region

    „Für Saudi-Arabien ist vor allem die Beziehung Qatars zum Iran ein Dorn im Auge. Das Emirat unterhält ein gemeinsames Gasfeld mit dem Iran und ist schon allein deswegen auf pragmatische Beziehungen mit dem Iran angewiesen. In der jüngsten Anti-Qatar-Kampagne beschuldigten saudische Medien denn auch Emir Tamim, sich geheim mit dem iranischen General Qassem Soleimani, dem Kommandeur der iranischen Quds-Brigaden, in Bagdad getroffen zu haben. (…) Einige Analysten spekulieren bereits über mögliche saudische Mobilisierungsversuche von wahhabitischen Minderheiten innerhalb Irans gegen die Führung in Teheran.“ ↗qantara.de

    Zum Thema

    Ergänzende Informationen über Qatar sehen Sie im Video (12 Minuten) mit dem verstorbenen Jean-Christophe Victor in der ARTE-Sendung ‘Mit offenen Karten‘ vom März 2015↗youtube.com.

    Iran fordert UN auf, die Ursachen der Teheraner Terroranschläge zu betrachten:

    Irans Gesandter und ständiger Vertreter bei den Vereinten Nationen Gholam Ali Choshroo rufte in einem Brief den Generalsekretär der Vereinten Nationen an, mehr Aufmerksamkeit auf die jüngsten Terroranschläge in Teheran und die Motive und Verschwörungen hinter diesen Angriffen zu lenken. „In meinem früheren Brief am 4. Mai 2017 hatte ich vor der unverantwortlichen, provokativen und unglücklichen Politik von Saudi-Arabien bei der Förderung und Finanzierung extremistischer Gruppen und ihres kurzsichtigen und selbstsüchtigen Adventurismus (Abenteurtum) in der Region gewarnt, die im klaren Gegensatz mit den Zielen und Grundsätzen der Charta von Vereinten Nationen stehen.“ ↗irna.ir

  • UN-Sonderberichterstatter kritisiert Netzwerkdurchsetzungsgesetz

    10.06.2017/EG aus dem Medium NETZPOLITIK.ORG, Berlin

    David Kaye, UN-Sonderberichterstatter, bemängelt insbesondere die große Gefährdung für die Meinungsfreiheit und Privatsphäre

    „Kaye kritisiert, dass die im NetzDG geforderten inhaltlichen Restriktionen auf unklaren Definitionen strafrechtlich relevanter Äußerungen basieren. So fielen Beleidigungen oder Diffamierungen teils schon unter die zu löschenden Informationen. Es könnten aber nicht sämtliche Vergehen in Netzwerken gleich bewertet werden. Zudem sei die Entscheidung über die Rechtswidrigkeit von Inhalten immer auch Kontextabhängig, und nie generalisierbar.“ ↗netzpolitik.org