Kategorie: Allgemein

  • Buchtipp: Soziologie des Krieges

    24.01.2020/EG

    Sebald Rudolf Steinmetz: Soziologie des Krieges

    Sachbuch (Gesellschaft, Krieg, Politik, Soziologie, Wirtschaft)

    Alle Menschen möchten in Frieden leben. Und doch werden ständig Kriege geführt. Wie ist das möglich?

    Der Krieg ist eine der Elementarerscheinungen des zwischenmenschlichen Zusammenlebens, unabhängig von Raum und Zeit. Merkwürdigerweise ist er nie zu einem Thema der Soziologie geworden. „Kriegsverdrängung“ und „Kriegsvergessenheit“ sind geradezu ein Charakteristikum moderner Sozialtheorien. Sozialwissenschaftler haben, von Ausnahmen abgesehen, offensichtlich Schwierigkeiten, sich mit den gesellschaftlichen Voraussetzungen, Erscheinungsbildern und Folgen von Kriegen und vergleichbaren Katastrophen zu befassen. Soziologen leben mehrheitlich in stabilen Welten, und „deshalb ist es nicht verwunderlich, dass ihre Theorien den Zusammenbruch ganzer Systeme, den Ausbruch extremer Gewalt, das Umschlagen sozialer Verhältnisse in ein ganz Anderes nicht vorsehen und es als Ausnahme definieren, wenn es trotzdem geschieht.“ (Harald Welzer). (mehr …)

  • US-Politik: Extremistische Renditeorientierung

    23.01.2020/EG
    Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

    Henning Vöpel, Wirtschaftswissenschaftler an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) und Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen US-Politik

    „Auf der Ebene der Handels- sowie Außen- und Sicherheitspolitik betreibt Trump eine Methode der Vereinzelung und Interessensspaltung. Etablierte Bündnisse und Abkommen werden gezielt beschädigt, wie etwa die NATO oder die Vereinten Nationen, aber auch Handelsabkommen wurden neu verhandelt wie das NAFTA. Damit treibt er Keile in bestehende Allianzen und Bündnisse, sogar in Europa, wie etwa im Falle von Deutschland und Frankreich oder dem Brexit. Je fragmentierter die Weltpolitik, so seine Überzeugung, desto größer bliebe der relative Einfluss der USA.“ ifo.de (Seite 5)

  • Klimawandel: Spuren werden immer deutlicher

    20.01.2020/EG
    Quelle: NASA, New York

    2019 war das zweitwärmste Jahr

    „Nach unabhängigen Analysen der NASA und der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) war die durchschnittliche globale Oberflächentemperatur der Erde im Jahr 2019 die zweitwärmste seit Beginn der modernen Aufzeichnungen im Jahr 1880.
    Weltweit war die Durchschnittstemperatur im Jahr 2019 nach der von 2016 die zweitwärmste und setzte den langfristigen Erwärmungstrend des Planeten fort: Die letzten fünf Jahre waren die wärmsten der letzten 140 Jahre.
    Das vergangene Jahr war um 1,8 Grad Fahrenheit (0,98 Grad Celsius) wärmer als der Mittelwert von 1951 bis 1980, so die Wissenschaftler des Goddard Institute for Space Studies (GISS) der NASA in New York.“ nasa.gov

    Zum Thema

    Eine Animation einer GISS-Klimamodell-Simulation (Goddard Institute for Space Studies) der Oberflächenlufttemperatur in Grad Celsius von 1880 bis 2100 sehen Sie hier. nasa.gov

    Ausgewählte signifikante Klimaanomalien und Ereignisse im Jahr 2019 lesen Sie hier ↗noaa.gov.

    Globale Temperatur- und Niederschlagskarten sehen Sie hier ↗noaa.gov.

  • Nationale Grundrechte zunehmend fremdgesteuert?

    20.01.2020/EG
    Quelle: Verfassungsblog, Berlin

    Klaus Ferdinand Gärditz, Rechtswissenschaftler an der Universität Bonn, über die Wirkung des Unionsrechts auf deutsche Grundrechte

    „Für das BVerfG war es schon länger ein Schreckensszenario, vergleichbar zu enden. Das immer engmaschigere Netz des sekundären Unionsrechts hat längst in zentralen Regelungsbereichen deutsche Grundrechte verdrängt. Etwa im Datenschutz- und Asylrecht ließ sich beobachten, wie gewachsene deutsche Verfassungsdoktrin zur Verfassungsfolklore mit marginalem Anwendungsbereich historisiert wurde. Durch eine expansive Auslegung des Anwendungsbereichs der EU-Grundrechtscharta (GRCh) durch den EuGH droht zudem eine schleichende Vereinheitlichung des Grundrechtschutzes unter der Obhut europäischer Gerichtbarkeit, zu deren funktionaler Außenstelle sich das BVerfG nicht degradieren lassen wird.“ verfassungsblog.de

  • Geldvermögen privater Haushalte erreicht 6,3 Billionen Euro

    17.01.2020/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte* in Deutschland lag zum Ende des dritten Quartals 2019 bei 6.302 Milliarden Euro (+ 4,5 % gegenüber III/2018)

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen (Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Investmentfonds, Versicherung, Alterssicherung, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen) der privaten Haushalte in Deutschland, zum Ende des dritten Quartals 2019, auf 6.302 Milliarden Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 271,1 Milliarden Euro bzw. 4,5 Prozent.
    „Wie in den vergangenen Quartalen erhöhten die privaten Haushalte insbesondere ihre Bestände an Bargeld und Einlagen sowie ihre Ansprüche gegenüber Versicherungen. Die Präferenz für liquide oder als risikoarm empfundene Anlageformen hielt damit weiter an. Auch Bewertungsgewinne trugen wieder zum Anstieg des Geldvermögens bei.“ bundesbank.de

    *Private Haushalte sind Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2018, mit 8.655 Milliarden Euro erfasst. bundesbank.de (Seite 11)