Autor: 8dF1v0

  • Nicht jede Arbeit ist besser als keine

    25.08.2017/EG aus dem Medium Oxford University Press, Oxford

    Oxford-Studie zu den Auswirkungen schlechter Arbeitsplätze auf die Gesundheit

    Die Forscher untersuchten den Einfluss von Arbeitsqualität auf die Gesundheit in Großbritannien. Dabei nutzten die Forscher chronische stressbezogene Biomarker aus einer repräsentativen Kohorte von 1.116 arbeitslosen Erwachsenen.

    Kernaussagen der Studie:

    • In Bezug auf die allostatische Last (Belastung) ist nicht jede Arbeit unbedingt besser als keine Arbeit. Die Qualität der Arbeit ist wichtig.
    • Die Qualität der Arbeit kann zum Beschäftigungserfolg der Arbeitslosen beitragen.
    • So wie „gute Arbeit gut für die Gesundheit ist“, kann sich eine schlechte Qualität der Arbeit negativ auf die Gesundheit auswirken.

    Die Studie lesen Sie hier academic.oup.com.

  • Buchtipp: Neben uns die Sintflut

    25.08.2017/EG

    Stephan Lessenich: Neben uns die Sintflut
    Die Externalisierungsgesellschaft und ihr Preis

    Sachbuch (Lehre, Wirtschaftswissenschaft)

    Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechtigkeit aus, im kleinen wie im großen Maßstab. Und wir alle verdrängen unseren Anteil an dieser Praxis. Der renommierte Soziologe Stephan Lessenich bietet eine brillante, politisch brisante Analyse der Abhängigkeits- und Ausbeutungsverhältnisse der globalisierten Wirtschaft. Er veranschaulicht das soziale Versagen unserer Weltordnung, denn es profitieren eben nicht alle irgendwie von freien Märkten. Die Wahrheit ist: Wenn einer gewinnt, verlieren andere. Jeder von uns ist ein verantwortlicher Akteur in diesem Nullsummenspiel, dessen Verlierer jetzt an unsere Türen klopfen. (mehr …)

  • Das Niveau der Rente

    24.08.2017/EG aus dem Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Institut der Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Florian Blank, Politikwissenschaftler, über das sinkende Rentenniveau

    Das Rentenniveau (Sicherungsniveau vor Steuern) ist die zentrale Maßzahl für die Leistungsseite der deutschen Rentenversicherung. Es gibt das Verhältnis einer Standardrente zum Durchschnittsentgelt an. Ein sinkendes Rentenniveau bedeutet die Abkopplung der Entwicklung der Renten von der Lohnentwicklung. Das Sicherungsniveau liegt bei derzeit 48,2 % (2017). Nach Projektionen soll es bis 2045 auf 41,7 % absinken.
    Die Berechnungen in diesem Report illustrieren den Effekt der Absenkung des Rentenniveaus anhand von Mindest- und Tariflöhnen. Sie zeigen, wie lange bei einem gegebenen Rentenniveau gearbeitet werden muss, um die Grundsicherungs- bzw. Armutsgefährdungsschwelle zu überschreiten. So erreicht eine Person, die als Pflegerin nach TVöD bezahlt wird (BT-B, EG 7a Stufe 6), die Grundsicherungsschwelle beim 2015 geltenden Rentenniveau nach 25,2 Jahren, bei einem geringeren Rentenniveau von 41,7 % erst nach 28,8 Jahren. boeckler.de

    Zum Thema

    Johannes Geyer, Wirtschaftswissenschaftler, über die zukünftige Altersarmut

    „Im Mai 2014 prognostizierte OECD-Generalsekretär Gurría: „Deutschland bekommt ein Problem mit Altersarmut“. (…) Die Brisanz von Altersarmut liegt darin, dass Ältere ihre Einkommensposition nach dem Erwerbsaustritt kaum noch verbessern können und im Armutsfall häufig dauerhaft arm bleiben. Obwohl die Gründe dieser Entwicklung, zum einen die Rentenreformen der vergangenen zweieinhalb Jahrzehnte und zum anderen die Arbeitsmarktentwicklung, weitgehend unstrittig sind, gibt es erst wenige Prognosen der zukünftigen Armutsentwicklung.“ diw.de

    Altersarmut droht jedem fünften Rentner bertelsmann-stiftung.de

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der Legislaturperioden

    • 1991 bis 1998: CDU/CSU und FDP
    • 1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    • seit 2013: CDU/CSU und SPD

    Rentenleistungen beim Internationalen Währungsfonds (IWF)

    „Die lebenslangen Renten sind ab dem Alter von 50 Jahren mit einem Minimum von drei Dienstjahren fällig. Das normale Rentenalter beträgt 62 und alle früher beginnenden Renten unterliegen vorzeitigen Ruhestandsstrafen.“ imf.org

  • USA – Die führungsschwache Nation

    23.08.2017/EG

    UN fordert US-Regierung auf, konkrete Maßnahmen gegen die Ursachen rassistischer Handlungen zu ergreifen / ‘The Washington Post‘ listet über 1.000 falsche Behauptungen des US-Präsidenten auf

    Die Organisation der Vereinten Nationen (UN), die die Umsetzung des globalen Übereinkommens über das Verbot der Rassendiskriminierung überwacht, hat hochrangige Politiker und Beamte der Vereinigten Staaten aufgefordert, die rassistischen Hassreden und Verbrechen in Charlottesville und im ganzen Land unmissverständlich und bedingungslos zurückzuweisen und zu verurteilen.

    „Wir sind von den rassistischen Demonstrationen, mit offensichtlich rassistischen Parolen, Gesängen und Saluten von weißen Nationalisten, Neonazis und dem Ku Klux Klan beunruhigt, da sie die weiße Vormachtstellung fördern und Rassendiskriminierung und Hass anregen“, sagte Anastasia Crickley, Vorsitzende des UN-Komitees über die Beseitigung der Rassendiskriminierung (CERD), in einer Pressemitteilung.

    Mitglieder von CERD sind unabhängige Menschenrechtsexperten aus der ganzen Welt, die in ihrer persönlichen Eigenschaft und nicht als Vertreter der Vertragsstaaten dienen. ↗un.org

    US-Präsident Trump hat mehr als 1.000 falsche oder irreführende Aussagen gemacht

    Wir haben die falschen oder irreführenden Aussagen von Präsident Trump seit mehr als sieben Monaten verfolgt. Irgendwo um den 04. oder 05. August brach er die 1.000er Marke, aktuell sind es 1.057. ↗washingtonpost.com

    „Charakteristisch für krankhafte Lügner sind ein gutes Gedächtnis, ausgeprägte schauspielerische Fertigkeiten und überdurchschnittliche verbale Fähigkeiten sowie ein sympathisches, gewinnendes Auftreten. Den Pseudologen geht es darum, sich dramatisch vor Publikum in Szene zu setzen und große Aufmerksamkeit zu erzielen. Nicht selten wird dafür bewusst ein besonders gutgläubiges ‘Publikum‘ ausgewählt. Heute gilt die ‘Pseudologia Phantastica‘ daher als Symptom der narzisstischen Persönlichkeitsstörung.“ psychomeda.de

  • Erbschaften und Schenkungen auf Rekordniveau

    23.08.2017/EG aus dem Statistischen Bundesamt (Destatis), Wiesbaden

    Im Jahr 2016 stieg das geerbte und geschenkte Vermögen auf 108,8 Mrd. Euro – Steuerbegünstigungen nach § 13a ErbStG bei 58,2 Mrd. Euro

    „Die von den Finanzverwaltungen veranlagten Vermögensübertragungen aufgrund von Erbschaften und Schenkungen sind im Jahr 2016 auf 108,8 Milliarden Euro gestiegen. (…) Durch Erbschaften und Vermächtnisse wurde im Jahr 2016 Vermögen von 43,6 Milliarden Euro übertragen, 15,6 % mehr als noch ein Jahr zuvor. (…) Das geschenkte Vermögen stieg zum Vorjahr um 1,4 % auf 65,2 Milliarden Euro. (…) Steuerbegünstigungen nach § 13a ErbStG wurden im Jahr 2016 bei den Erbschaften mit 5,2 Milliarden Euro (+ 9,6 %) und bei den Schenkungen mit 53,0 Milliarden Euro (+ 1,9 %) berücksichtigt.“ ↗destatis.de