Türkisches Wahlfieber

13.03.2017/EG aus dem Mediendienst Integration, Berlin

Türkische Wähler stimmen am 16. April 2017 über eine neue Verfassung ab

Der Präsident der Republik Türkei, Recep Tayyip Erdoğan (AKP), strebt ein Präsidialsystem an. Dazu muss er die Verfassung anpassen. Ein Wählervotum für die neue Verfassung würde Präsident Erdoğan zugleich das Amt des Regierungschefs ermöglichen. Die Justiz sowie das Parlament würden an Einfluss verlieren.

Etwa 1,4 Millionen in Deutschland lebende türkische Wahlberechtigte (das ist fast die Hälfte aller potentiellen türkischen Wähler im Ausland) können sich an dieser Entscheidung beteiligen. Wer sich registriert hat, kann zwischen dem 27. März und dem 09. April in den bundesweit dreizehn türkischen Generalkonsulaten seine Stimme abgeben.

Bei den Türkischen Parlamentswahlen 2015 stimmten 575.700 Wähler von 1,41 Millionen Wahlberechtigten in Deutschland ab. Im Ergebnis stimmten 59,7 Prozent für die regierende AKP.

Zum Thema

Ein Eindruck aus der Studie ’Integration und Religion aus der Sicht von Türkischstämmigen in Deutschland‘:

„Die große Mehrheit der Türkeistämmigen ist mit ihrem Leben in Deutschland zufrieden oder sehr zufrieden. 90 % antworten auf die Frage, ob sie sich alles in allem in Deutschland wohlfühlen, mit „ja, sehr wohl bzw. „ja, eher wohl“. Nur ein kleiner Teil der Befragten, insgesamt 10 %, bekundet, sich „eher“ bzw. „gar nicht“ wohl zu fühlen.“

Die komplette Studie lesen Sie hieruni-muenster.de.

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