Schlagwort: Wirtschaft

  • Rüstungsexporte legen über 100 Prozent zu

    28.11.2019/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Bundesregierung genehmigt im ersten Halbjahr 2019 Rüstungsexporte im Wert von 5,33 Milliarden Euro (Vorjahreszeitraum: 2,57 Mrd. Euro)

    Laut „Bericht der Bundesregierung über ihre Exportpolitik für konventionelle Rüstungsgüter im ersten Halbjahr 2019“ genehmigte die Bundesregierung für den Zeitraum 01. Januar bis 30. Juni 2019 Rüstungsexporte im Wert von 5.329.949.334 Euro.

    Für Exporte in Drittländer genehmigte die Bundesregierung Rüstungsgüter im Wert von 2.124.404.587 Euro (rund 40 %). Die Empfängerländer mit den höchsten Genehmigungsvolumina sind Ägypten (801,76 Mio. Euro), Republik Korea (277,70 Mio. Euro), Vereinigte Arabische Emirate (206,11 Mio. Euro) und Katar (164,57 Mio. Euro).

    Den Bericht lesen Sie hier ↗bundestag.de.

  • Strom ist in Deutschland eine hochpreisige Energie

    27.11.2019/EG
    Quelle: Eurostat, statistisches Amt der Europäischen Union, Luxemburg

    Deutschlands Verbraucher (Konsumenten) bezahlen die höchsten Strompreise in der EU

    Im ersten Halbjahr 2019 stiegen die durchschnittlichen Haushaltsstrompreise, inklusive Steuern und Abgaben, in der Europäischen Union (EU), im Vergleich zum ersten Halbjahr 2018 um rund fünf Prozent auf 21 Euro pro 100 kWh. So meldete Bulgarien mit 1,00 Euro pro 100 kWh die niedrigsten und Deutschland mit 30,88 Euro pro 100 kWh die höchsten Preise.

    Steuern und Abgaben verteuern den Strompreis für die Verbraucher in Deutschland um rund 110 Prozent. ↗ec.europa.eu

    Zu Thema

    Verbraucherzentrale informiert über Verbraucherrechte ↗verbraucherzentrale.de.

    Die Regierungsverantwortung im Rückblick:

    • seit März 2018: CDU/CSU/SPD (Koalitionsverhandlungen dauerten 171 Tage)
    • 2013 bis 2017: CDU/CSU/SPD
    • 2009 bis 2013: CDU/CSU/FDP
    • 2005 bis 2009: CDU/CSU/SPD
    • 2002 bis 2005: SPD/DIE GRÜNEN
    • 1998 bis 2002: SPD/DIE GRÜNEN
    • 1982 bis 1998: CDU/CSU/FDP
    • 1969 bis 1982: SPD/FDP
    • 1966 bis 1969: CDU/CSU/SPD
    • 1963 bis 1966: CDU/CSU/FDP
    • 1949 bis 1963: CDU/CSU mit wechselnden Koalitionspartnern (FDP/DP/GB/BHE/FVP)
  • TV-Tipp: „Die Akte BND – Waffengeschäfte deutscher Reeder“

    25.11.2019/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender 3sat, Mainz

    Bundesnachrichtendienst (BND) ‚vermittelte‘ Waffentransporte mit Deutschen Reedereien in Konfliktregionen

    „Nach sieben Jahren Recherche zur Verschiffung von Waffen durch deutsche Reeder wird dem Fernsehteam um Autor Rainer Kahrs ein Konvolut geheimer Dokumente zugespielt.
    Diese beweisen: Der deutsche Geheimdienst BND ist in Waffentransporte in die Krisen- und Kriegsgebiete dieser Welt stark involviert. Die Operationen sind streng geheim, verlaufen im Stillen – vorbei an den zuständigen Bundesbehörden.“ ↗youtube.de

  • Bußgelder gegen BMW, Daimler und VW

    21.11.2019/EG
    Quelle: Bundeskartellamt, Bonn

    Bundeskartellamt weist BMW, Daimler und VW wettbewerbswidrige Praktiken beim Einkauf von Stahl nach

    „Das Bundeskartellamt hat Bußgelder in Höhe von insgesamt rund 100 Millionen Euro gegen die Bayerische Motoren Werke AG, die Daimler AG und die Volkswagen AG wegen wettbewerbswidriger Praktiken beim Einkauf von Langstahl verhängt.
    Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes: „„Von 2004 bis Ende 2013 haben sich Vertreter von BMW, Daimler und Volkswagen regelmäßig zweimal im Jahr mit Stahlherstellern, Schmieden und großen Systemzulieferern getroffen und sich dabei über einheitliche Preiszuschläge beim Einkauf von Langstahl ausgetauscht. Schrott- und Legierungszuschläge machen einen wesentlichen Teil der Einkaufspreise bei Langstahl aus. Soweit in der Folge der Gespräche hierüber nicht mehr individuell mit den Lieferanten verhandelt wurde, wurde der Wettbewerb untereinander in Bezug auf diese Preisbestandteile ausgeschaltet.“
    (…).
    Die Unternehmen haben den vom Bundeskartellamt ermittelten Sachverhalt als zutreffend anerkannt und einer einvernehmlichen Verfahrensbeendigung zugestimmt. Dies wurde bei der Bußgeldfestsetzung ebenso berücksichtigt, wie die Tatsache, dass sie während des Verfahrens mit dem Bundeskartellamt kooperiert haben.“ ↗bundeskartellamt.de

  • Arbeitswelt: Rating- und Scoringsysteme berechnen Wert der Arbeitskraft

    20.11.2019/EG
    Quelle: Hans-Böckler-Stiftung, Düsseldorf

    Produktionsfaktor menschliche Arbeitskraft: Immer mehr Arbeitgeber nutzen algorithmische Rating- und Scoringverfahren / Sascha-Christopher Geschke, Studentische Hilfskraft am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung Berlin, und Philipp Staab, Sozialwissenschaftler an der Humboldt-Universität Berlin, untersuchten ein neues Leistungsvermessungs- und Kontrollsystem

    “Die Software, die den Kern unserer Untersuchung bildet, trägt den Namen „Zonar“ und kommt vor allem im Officebereich des Internetversandhändlers in Berlin zum Einsatz (ca. 2.000 Beschäftigte). Es handelt sich um ein neuartiges Kontrollinstrument, das sich zu weiten Teilen am Vorbild der Konsumentenratings des kommerziellen Internets orientiert. Im Zentrum stehen dabei horizontale Worker-Coworker-Ratings, die zur Generierung von Bewertungsdaten genutzt werden, welche anschließend aggregiert und mit Hilfe eines Algorithmus in individuelle Beschäftigten-Scores zusammengefasst werden. Auf Basis dieser individuellen Bewertungen findet eine Einteilung der Belegschaft in drei Gruppen statt: Low, Good und Top Performer. Diese Unterteilung wird, laut der Beschäftigten, genutzt, um individuelle Bewertungsgespräche zu strukturieren, betriebliche Aufstiegsoptionen zu verteilen und gruppenspezifische Lohnsteigerungen zu gewähren bzw. zu versagen.“

    Fazit (Seite 54 ff):

    „Erstens lässt sich Zonar, unserer Ansicht nach, am besten als ein sozio-technisches System zur Herstellung und Legitimierung betrieblicher Ungleichheit beschreiben. (…). Zweitens legen unsere Befunde deutliche Zweifel nahe hinsichtlich der betriebswirtschaftlichen Funktionalität von Zonar als Instrument betrieblicher Kontrolle. (…). Drittens legen unsere Befunde offensichtliche Zweifel an der Legalität des Systems nahe, insbesondere unter dem Gesichtspunkt des Datenschutzes.“

    Die komplette Studie „Ratings als arbeitspolitisches Konfliktfeld“ lesen Sie hier ↗boeckler.de.