Schlagwort: Wirtschaft

  • US-Politik: Extremistische Renditeorientierung

    23.01.2020/EG
    Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

    Henning Vöpel, Wirtschaftswissenschaftler an der Hamburg School of Business Administration (HSBA) und Direktor des Hamburgischen WeltWirtschaftsInstituts (HWWI), mit einer Bestandsaufnahme der aktuellen US-Politik

    „Auf der Ebene der Handels- sowie Außen- und Sicherheitspolitik betreibt Trump eine Methode der Vereinzelung und Interessensspaltung. Etablierte Bündnisse und Abkommen werden gezielt beschädigt, wie etwa die NATO oder die Vereinten Nationen, aber auch Handelsabkommen wurden neu verhandelt wie das NAFTA. Damit treibt er Keile in bestehende Allianzen und Bündnisse, sogar in Europa, wie etwa im Falle von Deutschland und Frankreich oder dem Brexit. Je fragmentierter die Weltpolitik, so seine Überzeugung, desto größer bliebe der relative Einfluss der USA.“ ↗ifo.de (Seite 5)

  • Standortqualität im Sinne von ‘Familienunternehmen‘

    16.01.2019/EG
    Quelle: Stiftung Familienunternehmen, München

    Studie „Länderindex Familienunternehmen – Standortfaktoren in Emerging Markets“ macht unternehmerische Investitionsentscheidungen von standortunabhängigen Unternehmen sichtbar / Ergebnis: Russland, Türkei und China erringen die ersten drei Plätze im Standortranking

    Nach Angaben der Autoren finden große Familienunternehmen in den Emerging Markets (Schwellenländer) ein Umfeld vor, „das diesem Sektor etwa in Bezug auf Steuern, Regulierung, Energie- oder Arbeitskosten interessante Entwicklungsmöglichkeiten bietet“.
    Die vom ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung GmbH, Mannheim, erstellte Studie umfasst die Themengebiete „Steuern“, „Arbeitskosten, Produktivität, Humankapital“, „Regulierung“, „Finanzierung“, „Infrastruktur“, „Institutionen“ und „Energie“.
    Die Studie lesen Sie hier ↗familienunternehmen.de.

    Zum Thema

    Die gemeinnützige „Stiftung Familienunternehmen“ ist nach eigenen Angaben eine wirtschaftlich und politisch unabhängige Initiative von Familienunternehmen. Die Satzung lesen Sie hier ↗familienunternehmen.de.

    Ein Forscherteam vom Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) hat sich im Jahr 2016 mit 61 unternehmensnahe Stiftungen, die im Bereich Wissenschaft tätig sind, befasst. Ergebnis: „Sie attestieren der Mehrzahl der Stiftungen „eine elitäre Ausrichtung“ und Intransparenz und stellen fest, dass sich die Arbeit der Stiftungen häufig mit den Interessen der verbundenen Unternehmen überschneidet. Schon länger haben auch wir Stiftungen als Lobbyakteure im Blick – so etwa die Stiftung Familienunternehmen und ihre Lobbyarbeit für Hochvermögende im Zuge der Erbschaftssteuer oder die …“ ↗lobbycontrol.de

    Ergänzende Informationen über die „Stiftung Familienunternehmen“ lesen Sie hier ↗lobbypedia.de.

  • Buchtipp: Ölbeben

    13.12.2019/EG

    Heike Buchter: Ölbeben
    Wie die USA unsere Existenz gefährden

    Sachbuch (Energie, Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, USA, Wirtschaft)

    Während wir hier über den Klimawandel diskutieren, führt Trump die größte Volkswirtschaft der Welt in ein neues Ölzeitalter und schafft schmutzige Tatsachen. Von Alaska bis zum Golf von Mexiko werden ganze Landstriche zu Industriebrachen – mit globalen Folgen.
    Den Kampf um den Öl-Thron hat Amerika für sich entschieden und geht ohne Rücksicht auf alte Bündnisse seinen Weg. Die in New York lebende Wirtschafts- und Finanzmarktexpertin Heike Buchter hat sich an den Schauplätzen der Ölindustrie ein Bild gemacht.
    – Was bedeutet die US-Energiedominanz für Deutschland und Europa?
    – Was bedeutet die Amerikas Vormachtstellung für unsere Umwelt, aber auch für unsere Sicherheit?
    Buchter zeigt, wie die Hintermänner an der Wall Street den Boom anheizen und wie das Öl der Fracker die Welt neu ordnet. (mehr …)

  • Leistungsbilanzüberschuss = Kapitalexport

    07.12.2019/EG
    Quelle: Institut für Weltwirtschaft (IfW), Kiel

    IfW: Kapitalexport ist ein Milliardengrab

    „Gut 350 Milliarden Euro haben die Deutschen im vergangenen Jahr ins Ausland überwiesen. Das entspricht etwa dem Volumen des gesamten Bundeshaushalts eines Jahres (2018: 337 Milliarden Euro). Allein in den vergangenen zehn Jahren haben wir so unser Auslandsvermögen um 2900 Milliarden Euro erhöht. (…). Deutschland hat die Investitionen zu Hause vernachlässigt. Marode Brücken, Bahninfrastruktur, Handynetze, Wohnungsnot – der Investitionsstau lässt sich nicht mehr leugnen. Wie kann es sein, dass …“ ↗ifw-kiel.de

    Zum Thema

    Deutschlands Netto-Auslandsposition addierte sich Ende 2018 auf 2.073 Milliarden Euro. Damit erhöhte sich die deutsche Netto-Vermögensposition im Vergleich zum Vorjahr gegenüber dem Ausland um 281 Milliarden Euro. Der Anstieg spiegelt primär den Leistungsbilanzüberschuss. ↗bundesbank.de.

    „Der Welthandel ist ein Nullsummenspiel, bei dem die Überschüsse des einen die Defizite des anderen sind.“ ↗makronom.de

    „Ungesunder Überschuss“ ↗boeckler.de

    „Das süße Gift der Exportüberschüsse“ ↗makronom.de

    IMK-Report zur Rolle der Nominallöhne für die Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse ↗boeckler.de

  • Buchtipp: Sklaverei als Menschenrecht

    06.12.2019/EG

    Rainer Roth: Sklaverei als Menschenrecht
    Über die bürgerlichen Revolutionen in England, den USA und Frankreich

    Sachbuch (Gesellschaft, Kapitalismus, Menschenrechte, Politik)

    Sklaverei gehörte zu den ökonomischen Grundlagen, auf denen die Menschenrechtserklärungen Englands, der USA und Frankreichs fußten. Kapitalismus und Menschenrechte sind wirtschaftliche und rechtliche Grundlage auch der heutigen bürgerlichen Gesellschaften. Die barbarische Vergangenheit ist noch lebendig. Sie existiert in anderen Formen weiter.
    Die Versklavung von Millionen Afrikanern gehört zu den barbarischsten Erscheinungen der modernen kapitalistischen Zivilisation. Sie gilt allgemein als Verstoß gegen die universalen Menschenrechte des Liberalismus und der Aufklärung.
    Nahezu vergessen ist, dass diese Menschenrechte nur Rechte einer Minderheit von Bürgern gegenüber der Aristokratie waren, die zu keinem Zeitpunkt für das ganze Volk galten und erst recht nicht für die Sklaven, dass für diese Bürger der Besitz von Sklaven und der Handel mit ihnen Teil des wichtigsten Menschenrechts, des Rechts auf Eigentum war, dass folglich deswegen die Sklavenbefreiung Verlust von rechtmäßigen Eigentum war und entschädigt werden musste und dass es deshalb ein Verstoß gegen die Menschenrechte war, die Sklaverei sofort beseitigen zu wollen, dass folglich die Sklaverei von Liberalismus und Aufklärung verteidigt wurde. (mehr …)