Schlagwort: Ungleichheit

  • Befunde aus der Sozialforschung

    07.11.2024/EG
    Quelle: Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    Sozialbericht 2024: Sehr wenige verfügen über sehr viel

    „Trotz deutlich gestiegener Vermögen bleibt deren Verteilung weiterhin sehr ungleich. 2021 verfügten die reichsten 10 % der Haushalte in Deutschland über 56 % des Gesamtvermögens. Deutschland zählt damit im europäischen Vergleich zu den Spitzenreitern in Sachen Ungleichheit. Eine wichtige Ursache dafür, dass Vermögensunterschiede über Generationen hinweg bestehen bleiben, sind Schenkungen und Erbschaften.“
    Die WZB-Mitteilung lesen Sie hier und den Sozialbericht 2024 lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Ergänzende Informationen lesen Sie im Beitrag „Geldvermögen“ vom 24.10.2024.

  • Audiotipp: „Wohlstand für alle?“

    25.10.2024/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), München

    Sollte Reichtum begrenzt werden? Was verursacht leistungsloses Einkommen?

    BR-Moderatorin Andrea Mühlberger im Gespräch mit Fabian Pfeffer, Soziologe an der LMU München, und Josef Rick, Immobilienunternehmer aus Ratingen, über Verteilung des Wohlstands.

    Den Podcast hören Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche „Vermögen“.

    Zum Thema

    DGB Niedersachsen, #schlaglicht 31/2024, Auszug:
    „Zurzeit sind die Steuern auf Löhne und Verbrauch für fast 70 Prozent des gesamten Steueraufkommens des Staates verantwortlich. Auf der anderen Seite liegt der Beitrag von Vermögen und Erbschaften mit nur einem Prozent kaum noch im messbaren Bereich (siehe Diagramm).“
    Den vollständigen Beitrag lesen Sie hier.

  • Ein Blick über den Zaun nach …

    21.10.2024/EG
    Quelle: Daily Maverick, Johannesburg

    Mark Swilling, Stellenbosch University, beschreibt drei grundlegende Bedrohungen für jede Demokratie am Beispiel Südafrika

    „Das erste ist die Toleranz gegenüber Armut, das zweite ist das Streben nach Sicherheit und das dritte ist ein Rückgang der Überzeugung, dass Verlierer eine Chance haben, wieder zu gewinnen. Und sie alle interagieren auf eine Weise, die sich gefährlich verstärken kann.“

    Die weiteren Ausführungen hören und lesen Sie hier.

  • Videotipp: „Steuerparadies Deutschland“

    16.10.2024/EG
    Quelle: Zweites Deutsches Fernsehen (ZDF), Mainz

    Dokumentation von Hauke Wendler über eine seit 1997 bestehende Aussetzung der Vermögensteuer

    „Für die Dokumentation recherchierte frontal im Steuerparadies Deutschland und stößt dabei auf überraschende Hintergründe: Auf Unterlagen des Vereins ‚Die Familienunternehmer‘, der seit Jahrzehnten gegen die Vermögensteuer kämpft, mit Millionenetat und teuren Kampagnen. Auf enge Beziehungen, die der Lobbyverein bis in die höchsten Kreise der deutschen Politik pflegt. Und auf Zeitzeugen, die behaupten, die Vermögensteuer hätte sich vor 27 Jahren durchaus retten lassen. Nur habe dazu der politische Wille gefehlt.“

    Nach Berechnungen der NRO Oxfam kostete die Aussetzung der Vermögensteuer Deutschland bisher über 413 Milliarden Euro.

    Die Dokumentation sehen Sie hier.

    Zum Thema

    Nach Berechnungen der NRO Oxfam kostete die Aussetzung der Vermögensteuer Deutschland bisher über 413 Milliarden Euro.

    Die Ökonomen Andrea Grisold und Henrik Theine von der Wirtschaftsuniversität Wien untersuchten im Auftrag der Otto Brenner Stiftung die Defizite in der Medienberichterstattung zum Thema Vermögenssteuer. Die Studie „Streitfall Vermögenssteuer?“ lesen Sie hier.

  • Gleichheit fördert Wirtschaftswachstum?

    26.09.2024/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    WirtschaftswissenschaftlerInnen Charlotte Bartels, Simon Jäger und Natalie Obergruber untersuchten die langfristigen Auswirkungen einer gleichmäßigeren Verteilung des Wohlstands

    Fazit: „Die gleichmäßigere Verteilung von Grund und Boden – der wichtigsten Vermögensform im Deutschland des 19. Jahrhunderts – ermöglichte es breiten Teilen der Bevölkerung, sich unternehmerisch zu betätigen. Diese unternehmerische Tätigkeit bildete während der Transformation zur Industriegesellschaft den Nährboden für den heutigen innovativen Mittelstand, prägte somit die deutsche Unternehmenslandschaft und das System der Arbeitsbeziehungen. Die Ergebnisse stützen die Annahme, dass eine gleichmäßigere Verteilung ökonomischer Ressourcen die Einstiegsbarrieren für Unternehmerinnen senkt. In Gebieten mit Realteilung waren die landwirtschaftlichen Flächen über die Generationen zwar kleiner geworden, aber obwohl dadurch auch das landwirtschaftliche Einkommen geringer war, bot es allen Geschwistern eigene finanzielle Mittel zum Experimentieren und zum Abfedern unternehmerischer Risiken. Langfristig hat die Kombination aus Anreiz zu unternehmerischer Tätigkeit und Zugang zu finanziellen Ressourcen die Zahl der Unternehmerinnen erhöht und der Bevölkerung in den Gebieten mit Realteilung mehr Wohlstand gebracht.“

    Die Studie lesen Sie hier und hier.