Schlagwort: Ungleichheit

  • Höhere Einkommen verlängern die Lebenserwartung?

    19.06.2024/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Wirtschaftsforschung (DIW), Berlin

    DIW: „Menschen mit höheren Haushaltseinkommen haben ein geringeres Sterberisiko und eine bessere Gesundheit“

    Johannes Geyer, stv. Abteilungsleiter in der Abteilung Staat, DIW: „Der Zusammenhang zwischen Einkommen und Lebenserwartung führt dazu, dass Menschen mit niedrigen Einkommen von ihrem Einkommen relativ viel in die Rente einzahlen, aber wenig rausbekommen. Bei den Reichen ist es umgekehrt. Wir haben bei der Rente sozusagen eine Umverteilung von unten nach oben.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    2010 bis 2013 erkrankten in den sozioökonomisch schwächsten Regionen in Deutschland 7,3 Prozent mehr Männer an Krebs als in den wohlhabenden Gegenden. Die Studie lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Wem gehört Deutschland?“

    31.05.2024/EG

    Jens Berger: Wem gehört Deutschland?
    Die Bilanz der letzten 10 Jahre

    Sachbuch (Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Die Schere zwischen Arm und Reich klafft in Deutschland immer weiter auseinander. Die breite Mittelschicht, die einst unser Land gekennzeichnet und unsere Gesellschaft getragen hat, erodiert. Die Krisen der letzten Jahre haben diesen Trend verstärkt und die Politik will oder kann nicht gegensteuern.
    Jens Berger wirft einen schonungslosen Blick hinter die Statistiken, erklärt die Zusammenhänge und zeigt Lösungen, die unumgänglich sind, wenn wir den gesellschaftlichen Frieden im 21. Jahrhundert erhalten wollen.“

    Autor

    Jens Berger ist Journalist und politischer Blogger der ersten Stunde und Redakteur der NachDenkSeiten. Er befasst sich mit und kommentiert sozial-, wirtschafts- und finanzpolitische Themen.

    Verlag: Westend
    Erscheinungsdatum: 27.05.2024

    Zum Thema

    Jens Wolters, SWR1 Moderator, im Gespräch mit Jens Berger hören Sie hier.

  • Buchtipp: „Armut“

    24.05.2024/EG

    Matthew Desmond: Armut
    Eine amerikanische Katastrophe

    Sachbuch (Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Die USA sind das reichste Land der Welt – und doch gibt es hier mehr Armut als in jeder anderen fortgeschrittenen Demokratie: Würden die Betroffenen einen eigenen Staat gründen, hätte dieser eine größere Bevölkerung als Australien oder Venezuela. Warum klaffen gerade hier, wo doch alle Mittel vorhanden sein sollten, Reich und Arm, Anspruch und Realität so drastisch auseinander?“

    Autor

    Matthew Desmond, geboren 1979, ist Professor für Soziologie an der Universität Princeton. Selbst in prekären Verhältnissen aufgewachsen, hat Desmond später zu Forschungszwecken über Jahre hinweg von Armut betroffene Familien begleitet. Ihre Geschichten gingen ein in das Buch «Evicted», für das er 2017 den Pulitzer-Preis erhielt. Der lange erwartete Nachfolger «Armut», der ein noch größeres Bild zeichnet, stand auf Platz 1 der «New York Times»-Bestsellerliste.

    Rowohlt Verlag, ISBN 978-3-644-01980-5, E-Buch

  • Deutsche sterben früher!

    23.05.2024/EG
    Quelle: Springer Nature Switzerland AG, Cham

    Forscher des Bundesinstituts für Bevölkerungsforschung und Max-Planck-Instituts für demografische Forschung untersuchten die Lebenserwartung in Westeuropa

    Ergebnisse: „Deutschland weist im Vergleich zu anderen westeuropäischen Ländern eine erhöhte Sterblichkeit in den mittleren und hohen Altersgruppen auf. Dabei ist Deutschlands Rückstand in der Lebenserwartung zum Durchschnitt der anderen westeuropäischen Länder gerade in den letzten 20 Jahren noch einmal angewachsen. Lag Deutschland im Jahr 2000 bei den Männern 0,73 Jahre und bei Frauen 0,74 Jahre zurück, waren es 2019 bereits 1,43 bzw. 1,34 Jahre. Dies erklärt sich überwiegend durch Sterblichkeit an nichtübertragbaren Krankheiten.“

    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Regionale Unterschiede und Trends in gesunder Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    Daten zur durchschnittlichen Lebenserwartung in Deutschland lesen Sie hier.

    2010 bis 2013 erkrankten in den sozioökonomisch schwächsten Regionen in Deutschland 7,3 Prozent mehr Männer an Krebs als in den wohlhabenden Gegenden. Die Untersuchungsergebnisse lesen Sie hier.

    DIW-Forscher untersuchten die Unterschiede in der Lebenserwartung nach Einkommen. Fazit: „Im obersten Lohndezil ist die Lebenserwartung höher als im untersten; Unterschied steigt über die Geburtsjahrgänge von vier auf sieben Jahre.“ Die Studie lesen Sie hier.

    Personen mit geringen Einkommen werden häufiger und früher pflegebedürftig als Besserverdienende. Die Studie lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Umverteilung des Reichtums“

    17.05.2024/EG

    Christoph Butterwegge: Umverteilung des Reichtums

    Sachbuch (Armut, Einkommen, Politik, Ungleichheit, Vermögen)

    „Warum nimmt die soziale Ungleichheit seit Jahren zu? Welche Rolle spielen dabei Wirtschaftsstrukturen, Eigentumsverhältnisse und Verteilungsmechanismen? Mit welchen Narrativen werden die beträchtlichen Einkommens- und Vermögensunterschiede gerechtfertigt? Christoph Butterwegge beleuchtet die Politik unterschiedlicher Bundesregierungen und fragt, weshalb sich die Kluft zwischen Arm und Reich nach der „Zeitenwende“ und zusätzlichen Rüstungsanstrengungen weiter vertieft. Er nimmt den Niedriglohnsektor, den »Um-« bzw. Abbau des Sozialstaates sowie die Steuerentlastungen für Wohlhabende in den Blick. Wie lässt sich die Entwicklung aufhalten und verhindern, dass die Reichen noch reicher und die Armen noch zahlreicher werden?“

    Autor

    Christoph Butterwegge, Prof. Dr., lehrte von 1998 bis 2016 Politikwissenschaft an der Universität zu Köln und kandidierte 2017 für das Amt des Bundespräsidenten.

    PapyRossa Verlag, ISBN 978-3-89438-831-7, Buch