Schlagwort: Politik

  • Video-Tipp: „Praxis Dr. Zuckerberg – Gesund mit Algorithmen?“

    29.04.2022/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender „arte“, Strasbourg

    Reportage über den Einfluss digitaler Programme im Gesundheitssystem

    „Die internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung persönlicher Daten wollen Google & Co künftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps …“
    Die Reportage sehen Sie hier ↗arte.tv.

  • Waffen: Der primitive Ausdruck einflussreicher Interessen

    26.04.2022/EG
    Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

    SIPRI: Weltweite Militärausgaben übersteigen erstmals zwei Billionen US-Dollar

    Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes stiegen im Jahr 2021 die weltweiten Militärausgaben auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Militärausgaben der USA beliefen sich demnach auf rund 800 Milliarden US-Dollar bzw. 38 Prozent der weltweiten Militärausgaben. China gab etwa 293 Milliarden US-Dollar aus, Indien 77 Milliarden US-Dollar, Russland 66 Milliarden US-Dollar und Deutschland 56 Milliarden US-Dollar.
    Die Mitteilung lesen Sie hier sipri.org.

  • Geldvermögen privater Haushalte stieg 2021 um 8,5 Prozent

    14.04.2022/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende 2021 rund 7,6 Billionen Euro, eine Vermehrung in Höhe 8,5 Prozent gegenüber 2020

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im vierten Quartal 2021, auf 7,6 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 594 Milliarden Euro bzw. 8,5 Prozent. bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

    Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
    „Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Umweltsch(m)utz: Pestizide belasten Grundwasser

    13.04.2022/EG
    Quelle: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

    Umweltbundesamt untersuchte Abbauprodukte (Metaboliten) von Pflanzenschutzmitteln und ihre Risiken für das Grundwasser

    Zusammenfassung: „Das Grundwasser in Deutschland genießt einen hohen gesetzlichen Schutz und hat überwiegend eine sehr gute Qualität. Signifikante Einträge von Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser werden nicht geduldet. Jedoch beobachtet das Umweltbundesamt (UBA) Lücken im Zulassungsverfahren und eine Verringerung des Schutzniveaus in der Praxis. Dies betrifft unter anderem bestimmte Abbauprodukte, sogenannte nicht relevante Metaboliten. Hinter dieser vermeintlich harmlosen und kaum beachteten Stoffgruppe verbergen sich oft umweltkritische Eigenschaften. Viele der Stoffe sind mobil und versickern leicht in das Grundwasser. Sie verbleiben teils lange in der Umwelt, können kaum aus dem Wasser entfernt werden und so auch ins Trinkwasser gelangen. Für den Naturhaushalt fehlt häufig das Wissen über langfristige Folgen. Um das Grundwasser dauerhaft zu schützen, braucht es Nachbesserungen im Zulassungsverfahren, ambitionierte agrarpolitische Maßnahmen sowie einen Schulterschluss von Behörden, Politik und Zivilgesellschaft.“
    Die Ergebnisse lesen Sie hier umweltbundesamt.de.

  • Gesundheitspolitik: Vom Patienten zum Renditeobjekt

    07.04.2022/EG
    Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), München

    IGES-Institut untersuchte für die KVB die Kommerzialisierung im solidarischen Gesundheitssystem

    Schlussfolgerungen ab Seite 118 ff, auszugsweise:
    „Der wichtigste Einwand gegen die zunehmende Übernahme von vertragsärztlichen Versorgungseinrichtungen durch Finanzinvestoren betrifft die Befürchtung bzw. den Vorwurf, dass damit eine „Kommerzialisierung“ der medizinischen Versorgung einherginge, d.h. eine für die Patienten nachteilige und zu Unwirtschaftlichkeit i.S. des § 12 SGB V führende Überformung bzw. Beeinflussung von medizinischen Entscheidungen und Vorgehensweisen durch ökonomische Zielsetzungen. Dieser Vorwurf ist nicht ganz fernliegend, wenn man die Selbstbeschreibungen von Private Equity Investoren und ihren Beratern ernstnimmt oder wirtschaftswissenschaftliche Studien zu diesem Sektor des Kapitalmarktes zugrunde legt, die übereinstimmend die Erzielung von überdurchschnittlichen Kapitalrenditen als wesentliche Fähigkeit dieser Finanzmarktakteure benennen. […]
    Die hier vorgelegten Analysen des Leistungsgeschehens von Ärzten, die bei gleicher Fachrichtung in unterschiedlichen Betriebsformen bzw. Trägerschaften und Eigentumsverhältnissen tätig sind, zeigen, dass in mehreren Fachgruppen die MVZ deutlich höhere Honorarvolumina abrechnen als Einzelpraxen. Auch die Analysen zu den bei mitversorgenden Ärzten veranlassten Leistungen zeigen einen deutlichen Effekt, wenn der steuernde Hausarzt in einem MVZ tätig ist. In einer fachgruppenübergreifenden Betrachtung zeigt sich, dass MVZ im Eigentum von Finanzinvestoren (PEG-MVZ) in noch deutlich ausgeprägterem Maße als die Gesamtheit der MVZ höhere Honorarvolumina abrechnen als Einzelpraxen. […]
    Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass unter sonst gleichen Bedingungen eine Versorgung in MVZ – zumindest bestimmter Fachrichtungen – sowie insbesondere bei MVZ im Eigentum von Finanzinvestoren höhere Honorarumsätze nach sich zieht, was die These einer stärkeren Ausrichtung an ökonomischen Motiven stützt.“

    Das Gutachten lesen Sie hier ↗kvb.de.

    Die Kurzfassung des Gutachtens lesen Sie hier ↗kvb.de.

    Zum Thema

    „Spekulanten greifen nach Arztpraxen“, die NDR-Recherche sehen Sie hier ndr.de.