Schlagwort: Politik

  • Geldvermögen privater Haushalte

    16.01.2025/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg Ende September 2024 auf neun Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des dritten Quartals 2024 auf 9.004 Milliarden Euro (+ 10 % ggü. III/2023).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen).

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte lag Ende 2023 bei 12,5 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2023, mit 12.528 Milliarden Euro (+ 3 % ggü. 2022) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 12.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes stiegen Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen im Jahr 2023 um nahezu 20 Prozent auf 121,5 Milliarden Euro. Die Daten lesen Sie hier.

    Vergleichende Daten zur Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa lesen Sie hier.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Betriebliche Altersvorsorge stagniert

    15.01.2025/EG
    Quelle: Bundesministerium für Arbeit und Soziales, Berlin

    Forschungsbericht weist auf Probleme der zur Altersvorsorge wichtigen zweiten Säule hin

    „Im Dezember 2023 bestanden – ohne Mehrfachanwartschaften innerhalb der Durchführungswege – gemäß Trägerbefragung der BAV 2023 insgesamt 20,875 Mio. aktive Anwartschaften auf eine betriebliche Altersversorgung. Auch wenn dies 169 Tsd. bzw. 0,8 Prozent weniger sind als zwei Jahre zuvor (Tabelle A), deutet die längerfristige Betrachtung seit Ende 2019 eher auf eine Stagnation mit kleinen Schwankungen als auf einen klaren Rückgang hin.“ (Forschungsbericht 651, Seite 18, Auszug)

    Den Forschungsbericht 651 lesen Sie hier.

    In Deutschland basiert die Altersvorsorge auf drei Säulen:

    Dem öffentlich-rechtlichen Pflichtsystem (gesetzliche RV, Beamtenversorgung, …)
    der betrieblichen Altersvorsorge (Direktversicherung, Pensionskasse/-fonds, …) und
    der privaten Vorsorge („Riester“-Verträge, private Rentenversicherung, …).

    Ergänzung am 16.01.2025:

    Warum Kapital-Lebensversicherungen, private Rentenversicherungen, fondsgebundene Rentenversicherungen und Indexpolicen meist nicht zum Vermögensaufbau geeignet sind, lesen Sie hier.

  • Renditeobjekt „Agrarland“

    14.01.2025/EG
    Quelle: Finanzwende, Berlin

    Ökonomen Aurora Li, Michael Peters und Uwe Zöllner untersuchten die Auswirkungen des Einstiegs von fachfremden Finanzinvestoren in die Landwirtschaft

    „Zwischen 2007 und 2020 sind die Preise für Agrarflächen in Deutschland um 191 Prozent gestiegen, während der DAX im selben Zeitraum lediglich um 108 Prozent zulegte. In Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg wurden sogar Preiszuwächse von über 400 Prozent innerhalb von 20 Jahren verzeichnet.“ (Studie „Bodenloser Profit“, Seite 4, Auszug)

    Die Studie „Bodenloser Profit“ lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Die Kaufwerte für landwirtschaftliche Grundstücke lesen Sie hier (XLSX-Datei!).

    Einen Artikel von Dr. Olaf Zinke, agrarheute, zur Preisentwicklung lesen Sie hier.

  • Videotipp: „Wer beherrscht Deutschland?“

    13.01.2025/EG
    Quelle: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln

    WDR-Reportage von 2019 erinnert an den Einfluss von ökonomischen Akteuren und Wähler in die Parlamente und Regierungen.

    Die Sendung sehen Sie hier.

  • Koloniale Vergangenheit

    09.01.2025/EG
    Quelle: ISSA/Afrika Süd, Bonn

    Henning Melber, Kulturwissenschaftler am Institute of Commonwealth Studies der University of London, über den „Kolonialismus Made in Germany“

    „Mit der euphemistischen Proklamierung von Südwestafrika, Kamerun und Togo zu „Schutzgebieten“ beteiligte sich ab 1884 das Kaiserreich an kolonialer Weltpolitik. Die Ausrichtung der Berliner Afrika-Konferenz 1884/85 festigte den Status einer imperialistischen Macht. 1886 folgte die koloniale Aneignung von Ostafrika und in den 1890er-Jahren ergänzte eine Reihe von Südseeinseln das Imperium. Komplettiert wurde das Sammelsurium mit dem Pachtgebiet von Kiautschou. Zur Jahrhundertwende gehörte das deutsche Kaiserreich zum Club der …“

    Den Beitrag lesen Sie hier.