Schlagwort: Politik

  • Video-Tipp: „Die Erdzerstörer“

    29.02.2019/EG
    Quelle: Kultursender ARTE, Strasbourg/Kehl am Rhein

    In Zusammenarbeit mit den Wissenschaftshistorikern Christophe Bonneuil und Jean-Baptiste Fressoz blicken die Autoren auf die letzten 200 Jahre des Industriekapitalismus

    Die Sendung erzählt vom Abbau der fossilen Brennstoffe, der Erfindung des Automobils, der Kernkraft, dem Massenkonsum, vom Imperialismus, von Kriegen, vom Wachstum der Städte, von industrieller Landwirtschaft sowie von der Globalisierung.

    Die Autoren zeigen auch, wer für all das verantwortlich ist. Denn die Schuld an der Umweltkrise trägt nicht die Menschheit an sich – historisch gesehen trifft sie nur eine kleine Minderheit, als erstes Nordamerikaner und Europäer. Die reichsten 20 Prozent der Erdenbürger sind die schlimmsten CO2-Sünder, und ein Fünftel der Weltbevölkerung pflegt heute die verschwenderische Lebensweise, die sich bereits ab dem frühen 19. Jahrhundert im Bürgertum von Industrieländern und Kolonialmächten entwickelte. ↗arte.tv

  • Das Geschäftsfeld ‘Töten und Zerstören‘ brummt skrupellos

    29.04.2019/EG
    Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

    Weltweite Militärausgaben stiegen 2018 um 2,6 Prozent auf über 1,8 Billionen US-Dollar / US-Anteil: 35,6 Prozent

    Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes tätigten im Jahr 2018 die Vereinigten Staaten militärische Ausgaben in Höhe von 649 Milliarden US-Dollar bzw. rund 2.000 US-Dollar je Einwohner. Dahinter folgten die Länder China mit 250 Milliarden US-Dollar bzw. rund 180 US-Dollar je Einwohner, Saudi-Arabien mit 68 Milliarden US-Dollar bzw. rund 2.000 US-Dollar je Einwohner, Indien mit 67 Milliarden US-Dollar bzw. rund 50 US-Dollar je Einwohner, Frankreich mit 64 Milliarden US-Dollar bzw. rund 950 US-Dollar je Einwohner, Russland mit 61 Milliarden US-Dollar bzw. rund 420 US-Dollar je Einwohner, Vereinigtes Königreich mit 50 Milliarden US-Dollar bzw. rund 760 US-Dollar je Einwohner, Deutschland mit 50 Milliarden US-Dollar bzw. rund 600 US-Dollar je Einwohner, Japan mit 47 Milliarden US-Dollar bzw. rund 370 US-Dollar je Einwohner und Südkorea mit 43 Milliarden US-Dollar bzw. rund 830 US-Dollar je Einwohner.

    Den kompletten Bericht lesen Sie hier sipri.org.

    SIPRI ist ein unabhängiges internationales Institut, das sich der Erforschung von Konflikten, Rüstungen, Rüstungskontrolle und Abrüstung widmet. SIPRI wurde 1966 gegründet und liefert Daten, Analysen und Empfehlungen, die auf offenen Quellen basieren. SIPRI finanziert sich wesentlich durch einen jährlichen Zuschuss der schwedischen Regierung sowie von der Unterstützung diverser Organisationen.

  • Buchtipp: Wir Untertanen

    26.04.2019/EG

    Nikolaus Piper: Wir Untertanen
    Wie wir unsere Freiheit aufgeben, ohne es zu merken

    Sachbuch (Gesellschaft, Globalisierung, Kapitalismus, Politik, Ungleichheit, Wirtschaft)

    Emanzipation oder neues Untertanentum? – so lautet die politische Kernfrage der Gegenwart. Wie soll es weitergehen mit der EU, dem Nationalstaat, der Globalisierung – mit uns? Sind Trump, Brexit und Unternehmen wie Apple Ausdruck einer neuen Art von Freiheit? Oder hat die Freiheit, als neo-liberales Politprojekt, alle Formen von Gemeinschaft so zugrunde gerichtet, dass wir in Wahrheit längst anders unfrei sind – Opfer unserer Daten und ökonomischen Abhängigkeit? (mehr …)

  • Gesundheit: Kapital sucht Rendite im organisch wachsenden Markt „Pflege und ambulante Versorgung“

    25.04.2019/EG
    Quelle: Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers (PwC), Frankfurt am Main

    PwC: Finanzinvestoren suchen vor allem nach Investments im Bereich der Pflege und der ambulanten Versorgung

    „Der Markt für Fusionen und Übernahmen im Gesundheitssektor entwickelt sich dynamisch: Das Jahr 2018 war durch zahlreiche Transaktionen im deutschen Gesundheitswesen geprägt. Insbesondere ist die Zahl der Transaktionen mit Beteiligung von Private-Equity-Firmen deutlich gestiegen. Diese Käufergruppe sucht gezielt nach Investments im Bereich der Pflege und der ambulanten Versorgung.“

    Informationen zu Transaktionen im deutschen Gesundheitswesen lesen Sie hier pwc.de.

    Zum Thema

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler an der Hochschule Koblenz, zum politischen Willen, der das Renditestreben mit der Pflege alter Menschen ermöglicht (Kosten sozialisieren, Gewinne privatisieren):

    „Es geht um die Frage, ob man es zulässt, wie das derzeit der Fall ist, dass man mit der Pflege alter Menschen Renditen erwirtschaften kann, die nicht der Pflege wieder zugutekommen (das wäre dann auch für eine Zweckbindung der Überschüsse im gemeinnützigen Bereich relevant), sondern die an Investoren ausgeschüttet werden. Wenn man das zulässt, dann darf man sich nicht wundern, wenn sich die Investorenperspektive verselbständigt und alles unternommen werden muss, um die Kosten zu drücken und die Gewinne zu maximieren. Das ist nun mal das Bewegungsgesetz privater, gewinnorientierter Investoren. Und bei Kostenanteilen von 70 Prozent und mehr für den Personalbereich ist es zwangsläufig klar, wo die Kosten gedrückt werden – vor allem und so lange, wie die Politik nicht in der Lage ist, durch eindeutige und bei Missachtung streng zu sanktionierende Personalvorgaben eine „Produktivitätssteigerung“ durch Personalverkürzung zu verhindern.“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

  • Politische Sendungen sind Teil des Unterhaltungsprogramms

    24.04.2019/EG
    Quelle: Otto Brenner Stiftung, Frankfurt am Main

    Gabriele Hooffacker und Marc Liesching, beide Medienwissenschaftler an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig, untersuchten die (Themen-)Gewichtung der politischen Sendungen von ARD und ZDF vor der Bundestagwahl 2017

    „Mehr als ein Viertel der Sendezeit der untersuchten Inhalte in Wahlsendungen, Polit-Talksendungen, Polit-Magazinen und Dokumentationen befasst sich nicht mit politischen Sachthemen im eigentlichen Sinne, sondern fokussiert eher Meta-Themen wie politische Parteien, Politikerinnen und Politiker, den Wahlkampf als solchen, Glaubwürdigkeit von Politik oder die Debattenkultur.
    Die Ergebnisse eines ergänzenden Lehrforschungsprojektes zur Objektivität bzw. Neutralität von Moderationsfragen in Polit-Talksendungen und Wahlsendungen weisen darauf hin, dass ein Anteil von etwa einem Viertel der journalistischen Fragen aus Rezipientensicht als suggestiv-deutend eingestuft werden könnte.“ otto-brenner-stiftung.de (Seite 66)

    Zum Thema

    Desinformation – eine Definition der Europäischen Kommission:

    „Unter „Desinformationen“ versteht die Kommission nachweislich falsche oder irreführende Informationen, die mit dem Ziel des wirtschaftlichen Gewinns oder der vorsätzlichen Täuschung der Öffentlichkeit konzipiert, vorgelegt und verbreitet werden und öffentlichen Schaden anrichten können.“ bundesrat.de (TOP 37, Drucksache 630/18, 15.02.2019)