Schlagwort: Politik

  • Buchtipp: „Gefährliche Rivalitäten“

    30.05.2025/EG

    Werner Plumpe: Gefährliche Rivalitäten
    Wirtschaftskriege – von den Anfängen der Globalisierung bis zu Trumps Deal-Politik

    Sachbuch (Politik, Wirtschaft)

    „Dass die bislang geltende Weltordnung an ihr Ende gekommen ist, zeigt sich nicht nur an zunehmenden Kriegen und Eskalationen, sondern auch an sich verschärfenden Handelskonflikten – am dramatischsten und weitreichendsten zwischen China und den USA, jüngst aber vor allem mit Russland, der Zuspitzung des globalen «Chipkriegs» oder Donald Trumps radikaler Zollpolitik unter anderem gegen die EU.
    In einem fesselnden Panorama führt uns Werner Plumpe vor Augen, wie die Geschichte immer schon von wirtschaftlichen Rivalitäten geprägt war, die nicht selten in offene Kriege mündeten – von der Eroberung der Neuen Welt und den Anfängen der Globalisierung über das Zeitalter des Kolonialismus, die Entstehung von Nationalstaaten und die bipolare Weltordnung des Kalten Kriegs bis in die hypervernetzte Welt von heute. Ob Gold, Öl, Baumwolle, Kakao oder Getreide: Die Suche nach lukrativen Rohstoffen zieht sich wie ein Band durch die Jahrhunderte, und …“

    Autor

    Werner Plumpe, geboren 1954 in Bielefeld, ist emeritierter Professor für Wirtschafts- und Sozialgeschichte an der Johann-Wolfgang-Goethe-Universität in Frankfurt am Main. Bis 2012 war er Vorsitzender des deutschen Historikerverbands.

    Verlag: Rowohlt
    Erscheinung: Mai 2025

  • Ein ökologischer und ökonomischer Blick auf die Elektromobilität

    22.05.2025/EG
    Quelle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI, Karlsruhe

    ISI Faktencheck und Handlungsempfehlungen zur Elektromobilität

    Kernaussagen: „Betrachtet man die zentralen Fragen entlang der gesamten Batterie-Wertschöpfungskette, so zeigt sich: Der weiter voranschreitenden Marktdiffusion batterieelektrischer Pkw, die bei fortschreitendem Klimaschutz weltweit wahrscheinlich nach 2030 bereits die Mehrzahl an neuverkauften Fahrzeugen darstellen wird, stehen keine grundsätzlichen Hürden mehr entgegen. Viele der technischen Hürden wurden in den letzten Jahren gelöst und hier schreitet vieles weiter schnell voran. In Deutschland bestehen allerdings noch wirtschaftliche Herausforderungen wie günstigere Verbrenner-Fahrzeuge und unzureichende staatliche Anreize. Auch die deutsche Automobilindustrie steht gerade unter starkem internationalen Wettbewerbsdruck. Elektrofahrzeuge sind in der Gesamtbilanz bei Treibhausgasen in der Regel heute schon deutlich besser als konventionelle Verbrennerfahrzeuge, aber die Umweltbilanz gilt es weiter zu verbessern, etwa durch entsprechende Regulierung. Die Akzeptanz für Elektrofahrzeuge ist noch unzureichend und hierfür ist weitere Aufklärungsarbeit notwendig.“

    Den Forschungsbericht lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „MEMORANDUM 2025“

    16.05.2025/EG

    Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: MEMORANDUM 2025
    Mehr Demokratie – Weniger Kapitalmacht!

    Sachbuch (Demokratie, Kapitalismus, Politik)

    „Wie vertragen sich die massiven Veränderungen in der Industrie mit einer drängenden sozial-ökologischen Transformation? Wie steht es um die Finanz- und Haushaltspolitik, um die Tarif- und Steuerpolitik, um die Gesundheits- und Rentenpolitik? Inwieweit sind Normalarbeitszeitverhältnisse durchsetzbar?“

    Autoren

    Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen aus Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Gewerkschaften.

    Verlag: PapyRossa
    Erscheinung: Mai 2025

  • Teilhabe und andere Hürden

    14.05.2025/EG
    Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin

    Teilhabeatlas spiegelt Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

    „In unserer Studie „Teilhabeatlas – Kinder und Jugendliche“ sind wir der Frage nachgegangen: Wie steht es um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands? Dafür haben wir zunächst in die Daten geschaut und messbare Indikatoren definiert:
    Wie hoch ist die Kinderarmut und wie viele Jugendliche beenden ihre Schullaufbahn ohne Abschluss? Querschnittsindikatoren wie die Lebenserwartung geben Hinweise auf allgemeine Lebensverhältnisse, da sie stark mit der gesundheitlichen Versorgung, wirtschaftlichen Lage und dem Bildungsniveau zusammenhängen. Auch die Erreichbarkeit von Bushaltestellen, Grundschulen oder Kinderarztpraxen wurde berücksichtigt.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    WSI-Verteilungsbericht 2024, Seite 16/17, Auszug:
    „Da die Verunsicherung bis in die untere Mitte hinein reicht und der gesellschaftliche Zusammenhalt von einer wachsenden Mehrheit als gefährdet angesehen wird (Kohlrausch et al. 2023), erscheint es zentral, verschiedene Gruppen in der Gesellschaft nicht gegeneinander auszuspielen. Ein aktuelles Beispiel für ein solches gegeneinander Ausspielen ist die Debatte um das Bürgergeld. Sie konstruiert einen vermeintlichen Interessengegensatz zwischen Grundsicherungsempfängerinnen auf der einen, und der arbeitenden Bevölkerung auf der anderen Seite. Indem immer wieder angebliche Anreizprobleme der Grundsicherung in den Mittelpunkt gestellt werden, werden Bürgergeldbeziehende implizit als faul und arbeitsunwillig dargestellt. Dies greift auch verbreitete Stigmata und abwertende Einstellungen gegenüber Leistungsbezieherinnen auf (Mau et al. 2023: 96ff.). Statt die ohnehin zu knappen Leistungen für Bürgergeldempfänger*innen weiter zu kürzen, um den Abstand zwischen Sozialleistungen und Erwerbseinkommen zu erhöhen, ist es jedoch viel sinnvoller, Niedriglöhne wirksam zu bekämpfen und Tarifbindung zu stärken — Maßnahmen, die auch Menschen außerhalb des Grundsicherungsbezugs zugutekommen.“
    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Die Ordnung des Kapitals“

    09.05.2025/EG

    Clara E. Mattei: Die Ordnung des Kapitals
    Wie Ökonomen die Austerität erfanden und dem Faschismus den Weg bereiteten

    Sachbuch (Kapitalismus, Politik)

    „Seit mehr als einem Jahrhundert greifen Regierungen in Krisenzeiten auf die Methoden der Austerität zurück: Sie kürzen im Sozialstaat und drücken die Löhne, um die Volkswirtschaft zu sanieren. Dabei war diese Politik nie ein taugliches Mittel, um ihr erklärtes Ziel zu erreichen. Aber was, wenn ihr Zweck in Wirklichkeit ein anderer war und ist?“

    Autorin

    Clara E. Mattei ist Professorin für Wirtschaftswissenschaften und Direktorin des Center for Heterodox Economics an der University of Tulsa. Für »Die Ordnung des Kapitals« gewann sie den Herbert Baxter Adams Prize der American Historical Association.

    Verlag: Jacobin
    Erscheinung: März 2025