Schlagwort: Politik

  • Buchtipp: „Die große Verarsche“

    16.01.2026/EG

    Jürgen Eisserer: Die große Verarsche
    Die fiesen Tricks von Werbung, Politik und Medien

    Sachbuch (Kommunikation, Medien, Politik)

    „Dieses Buch verbindet die neuesten Forschungsergebnissen der Wirtschaftspsychologie mit den raffinierten Werkzeugen der Kommunikation und Rhetorik und verwandelt trockene Theorie in praxisnahe, provokante Einsichten. Es zeigt, wie bewusst Denkfehler provoziert und Wahrheiten verdreht werden. Dabei werden selbst ernannte Experten, Influencerinnen, Medien und Wirtschaft als treibende Kräfte einer Welt voller bewusster Lügen und verzerrter Darstellungen entlarvt.“

    Autor:
    Jürgen Eisserer gilt als einer der führenden Kommunikationsexperten Österreichs und begeistert durch seinen klaren, positiven und praxisnahen Zugang.

    Verlag: Goldegg
    Erscheinungstag: Februar 2025

  • Geldvermögen privater Haushalte

    15.01.2026/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen privater Haushalte in Deutschland stieg im dritten Quartal 2025 auf rund 9,4 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, stieg das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Ende des zweiten Quartals 2025 auf 9.389 Milliarden Euro (+ 5,1 % ggü. III/2024).
    Die Daten lesen Sie hier.

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.

    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten.
    Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und ähnliche Organisationen). Zum Jahresende 2024 betrug das Geldvermögen privater Organisationen ohne Erwerbscharakter 375,5 Milliarden Euro bzw. rund 4 % vom gesamten Geldvermögen privater Haushalte. Quelle: Finanzierungsrechnung der Deutschen Bundesbank vom 15.06.2025, Seite 46 und 50.

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte Ende 2023 bei 12,5 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2023, mit 12.524 Milliarden Euro (+ 3 % ggü. 2022) angegeben. Quelle: Publikation „Vermögensbilanzen“, Seite 12.

    Die Deutsche Bundesbank veröffentlichte im Monatsbericht Juli 2022 eine verteilungsbasierte Vermögensbilanz der privaten Haushalte in Deutschland. Die Daten zur Vermögensverteilung im Zeitraum 2009 bis 2021 lesen Sie hier, ab Seite 23.

    Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes wurden im Jahr 2024 Vermögensübertragungen durch Erbschaften und Schenkungen in Höhe von 113,2 Milliarden Euro veranlagt. Die Daten lesen Sie hier.

    Vergleichende Daten zur Vermögensungleichheit in Deutschland und Europa lesen Sie hier.

    Einen Beitrag des Mitteldeutsche Rundfunks zum Thema „Warum große Vermögen kaum besteuert werden“ sehen Sie hier.

    Daten des Jahres 2021 zu unbeschränkt Steuerpflichtigen mit einem Gesamtbetrag der Einkünfte von 1 Million Euro und mehr nach Ländern sowie Einkunftsarten lesen Sie hier (siehe Frage 10).

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Buchtipp: „Kapitalismus“

    09.01.2026/EG

    Sven Beckert: Kapitalismus
    Geschichte einer Weltrevolution

    Sachbuch (Kapitalismus, Politik)

    „Beckert hat eine Globalgeschichte des Kapitalismus für das 21. Jahrhundert vorgelegt, sein Interesse gilt neben dem enormen Wachstum, den die kapitalistische Revolution ermöglicht hat, auch den Schattenseiten unseres Wirtschaftssystems: Imperialismus und Kolonialismus, globale Ungleichheit und Ausbeutung, die Zerstörung unserer Lebensgrundlagen im Zeitalter der Klimakrise. Doch bilanziert Sven Beckert nicht lediglich die Soll- und Habenrechnungen des Kapitalismus, sondern entwirft ein Gesamtbild seiner Geschichte, das uns auch erlaubt, unsere Zukunft neu zu denken.“

    Autor:

    Sven Beckert forscht und lehrt an der Harvard University in Cambridge MA die Geschichte der Vereinigten Staaten im neunzehnten Jahrhundert, mit besonderem Schwerpunkt auf der Geschichte des Kapitalismus, einschließlich seiner wirtschaftlichen, sozialen, politischen und transnationalen Dimensionen.

    Verlag: Rowohlt

    Erscheinungstag: November 2025

  • Videotipp „Kapitalismus made in USA“

    18.12.2025/EG

    Quelle: arte TV, Kehl am Rhein

    Die dreiteilige Dokumentation über den Einfluss von Überreichtum in der Geschichte der USA sehen Sie hier.

  • Wohnen um jeden Preis

    17.12.2025/EG

    Quellen: Deutscher Mieterbund, Berlin

    Mietenreport 2025 deckt Wohnwirklichkeit in Deutschland auf

    Ergebnisse:

    „Mittelschicht unter Druck

    Die Mietbelastung erreicht die Mitte: Nicht nur einkommensschwache Haushalte, sondern auch Haushalte mit mittlerem Einkommen geraten zunehmend in extreme Überlastung und Zahlungsrückstände. Fast jede:r dritte Mieter:in hat Angst, sich künftig die Miete nicht mehr leisten zu können. Fast jede:r Sechste fürchtet den Verlust der eigenen Wohnung.

    Familien im Zentrum der Krise

    Familien zwischen Miete und Mangel: Haushalte mit Kindern sind besonders häufig von steigenden Mietquoten, Überbelegung und baulichen Mängeln betroffen, selbst bei mittleren Einkommen.

    Extreme regionale Unterschiede

    Zwei Welten: Von 84 Prozent Mietquote in Berlin bis 40 Prozent im Saarland. Die Wohnrealitäten in den Bundesländern könnten kaum unterschiedlicher sein.

    Ungleiche Wohnraumverteilung

    Zu viel Platz hier, zu wenig dort: Gegenüber 2020 leben rund eine Million Mieter:innen mehr in überbelegten Wohnungen. Wohlhabendere Haushalte wohnen überdurchschnittlich oft unterbelegt, während Haushalte mit niedrigen Einkommen in beengten Verhältnissen leben: ein strukturell ineffizient genutzter Wohnungsbestand.

    Verdeckte Infrastrukturkrise

    Sanierungsstau und Schäden: Zunehmende Gebäudemängel deuten auf einen schleichenden Substanzverlust hin, auch dort, wo die Miete noch gezahlt werden kann.“

    Den Mietenreport 2025 lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Paritätische Studie zur Wohnarmut in Deutschland (Auszug):

    • Durch die Berücksichtigung von Wohnkosten wird eine bislang unsichtbare Gruppe von 5,4 Millionen Menschen sichtbar, die an und unter der Armutsgrenze lebt.

    • Nicht 13 Millionen, sondern 18,4 Millionen Menschen müssten demnach als arm gelten.

    • Insgesamt leben damit 22,3 Prozent der Bevölkerung in Deutschland in Wohnarmut.

    Die Studie lesen Sie hier.

    Ein umfassendes Dossier über den Preis des Wohnens des Deutschen Institutes für Wirtschaftsforschung (DIW) lesen Sie hier.