Schlagwort: Globalisierung

  • Buchtipp: Herrschaft der Dinge

    14.09.2017/EG

    Frank Trentmann: Herrschaft der Dinge
    Die Geschichte des Konsums vom 15. Jahrhundert bis heute

    Sachbuch (Geschichte, Globalisierung, Konsum)

    Was wir konsumieren, ist zu einem bestimmenden Aspekt des modernen Lebens geworden. Wir definieren uns über unseren Besitz, und der immer üppigere Lebensstil hat enorme Folgen für die Erde. Wie kam es dazu, dass wir heute mit einer derart großen Menge an Dingen leben, und wie hat das den Lauf der Geschichte verändert? (mehr …)

  • Ein Blick nach Ghana

    12.07.2017/EG aus dem Medium Le Monde diplomatique, Paris/Berlin

    Billige Dosentomaten aus China verhindern Auskommen ghanaischer Kleinbauern und deren Familie / Tomaten machen in Ghana ein Drittel allen verkauften Gemüses aus

    „Am 24. Februar 1966 wurde der sozialistische Präsident Nkrumah durch einen vom CIA unterstützten Militärputsch gestürzt. Es folgten viele Jahre politischer Instabilität. (…) Ende der 1980er Jahre wurden im Zuge der vom IWF geforderten Strukturreformen auch die Verarbeitungsbetriebe für Tomaten geschlossen. Von ihnen sind nur Berge von rostigem Schrott übrig geblieben. (…) In ganz Ghana gibt es 90.000 Kleinproduzenten. 2014 wurden laut offizieller Statistik 366.772 Tonnen geerntet. (…) Tomaten wurden während der Kolonialzeit ins Land gebracht, heute sind sie fester Bestandteil der ghanaischen Küche und machen ein Drittel allen verkauften Gemüses aus. Doch auf den Märkten von Techiman werden die Händler ihre Frischtomaten kaum los, während die billigen Dosen „Made in China“ reißenden Absatz finden. monde-diplomatique.de

    Zum Thema

    Für den Handel mit der EU zahlen afrikanische Länder einen hohen ‘Preis‘. ↗attac.de.

  • Ecuador beendet bilaterale Investitionsabkommen

    02.07.2017/EG aus dem Medium ‘amerika21‘, Berlin

    Cecilia Olivet, Leiterin der Bürgerkommission Ecuadors zur Prüfung der Investitionsverträge, berichtet über die Ergebnisse ihrer Arbeit

    „Die Ergebnisse der Kommission zur Prüfung von Ecuadors Investitions-Regelwerk waren eindeutig:

    Die BIT brachten dem Land keinerlei Vorteile, nur Risiken und Kosten. (…) Investoren hatten unverhältnismäßig großen Nutzen von ihren BIT-basierten Klagen gegen Ecuador. Die finanziellen Kosten für Ecuador waren gewaltig. Der Gesamtbetrag beläuft sich bislang auf 1.498 Milliarden Dollar, was 62 Prozent der Gesundheitsausgaben entspricht. Ferner hat die Regierung für ihre Verteidigung 156 Millionen Dollar an internationale Anwaltsfirmen bezahlt. (…)

    Wir gaben außerdem die Empfehlung, die Investor-Staat-Streitbeilegung (ISDS) aus allen künftigen Verträgen auszuschließen und stattdessen für rechtlichen Schutz der Investoren durch die nationale Rechtsprechung und Gerichtsbarkeit zu sorgen.“ amerika21.de

  • „Friede den Palästen, Krieg den Hütten!“

    13.06.2017/EG aus dem Medium Rubikon, Mainz

    Verena Tobler Linder, Soziologin, über die Hyperglobalisierung und einem Plädoyer für eine andere Weltwirtschaftsordnung

    „Die neoliberale Politik setzt in den USA und in der EU auf neue Kriege mit dem Ziel, den westlichen Lebensstandard, d. h. unseren bislang grenzenlosen Zugriff auf die Ressourcen zu verteidigen – inklusive die damit verbundenen Profitchancen für ‘unser‘ Kapital. (…) Nur, wenn jene, die Entscheide fällen, diese eigenständig finanzieren und deren Folgen gemeinsam erfahren, erleiden oder genießen, lässt sich ein politisches Gemeinwesen transparent und erfolgreich organisieren.“ ↗rubikon.news

  • Buchtipp: Ethischer Welthandel

    09.06.2017/EG

    Christian Felber: Ethischer Welthandel

    Sachbuch (Gesellschaft, Globalisierung)

    Der Gründer der Gemeinwohl-Ökonomie-Bewegung Christian Felber widmet sich möglichen Alternativen zu TTIP, WTO & Co, deren Zustandekommen immer unwahrscheinlicher wird. Er plädiert konsequent dafür, der Ideologie von Freihandel, Standortwettbewerb und noch mehr Globalisierung endgültig abzuschwören. Weniger Hürden soll es für jene Staaten und Unternehmen geben, die einen Beitrag leisten, um die eigentlichen Ziele der Wirtschaft zu erreichen: nachhaltige Entwicklung, Verteilungsgerechtigkeit, kulturelle Vielfalt oder sinnvolle Arbeitsplätze. Und Barrieren im Handel für jene, die Menschenrechte missachten, für Klimasünder und Ausbeuter. (mehr …)