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Beiträge verschlagwortet als “Gesundheit”

Video-Tipp: „Praxis Dr. Zuckerberg – Gesund mit Algorithmen?“

29.04.2022/EG
Quelle: Gemeinschaftssender „arte“, Strasbourg

Reportage über den Einfluss digitaler Programme im Gesundheitssystem

„Die internationalen IT-Giganten haben eine neue Goldgrube entdeckt: den Gesundheitssektor. Sie stellen medizinische Diagnosen, verkaufen Krankenversicherungen und dank massenhafter Auswertung persönlicher Daten wollen Google & Co künftig Krankheiten heilen oder sogar verhindern. Gleichzeitig stehen die öffentlichen Gesundheitssysteme vor dem Kollaps …“
Die Reportage sehen Sie hier arte.tv.

Umweltsch(m)utz: Pestizide belasten Grundwasser

13.04.2022/EG
Quelle: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

Umweltbundesamt untersuchte Abbauprodukte (Metaboliten) von Pflanzenschutzmitteln und ihre Risiken für das Grundwasser

Zusammenfassung: „Das Grundwasser in Deutschland genießt einen hohen gesetzlichen Schutz und hat überwiegend eine sehr gute Qualität. Signifikante Einträge von Pflanzenschutzmitteln ins Grundwasser werden nicht geduldet. Jedoch beobachtet das Umweltbundesamt (UBA) Lücken im Zulassungsverfahren und eine Verringerung des Schutzniveaus in der Praxis. Dies betrifft unter anderem bestimmte Abbauprodukte, sogenannte nicht relevante Metaboliten. Hinter dieser vermeintlich harmlosen und kaum beachteten Stoffgruppe verbergen sich oft umweltkritische Eigenschaften. Viele der Stoffe sind mobil und versickern leicht in das Grundwasser. Sie verbleiben teils lange in der Umwelt, können kaum aus dem Wasser entfernt werden und so auch ins Trinkwasser gelangen. Für den Naturhaushalt fehlt häufig das Wissen über langfristige Folgen. Um das Grundwasser dauerhaft zu schützen, braucht es Nachbesserungen im Zulassungsverfahren, ambitionierte agrarpolitische Maßnahmen sowie einen Schulterschluss von Behörden, Politik und Zivilgesellschaft.“
Die Ergebnisse lesen Sie hier umweltbundesamt.de.

Gesundheitspolitik: Vom Patienten zum Renditeobjekt

07.04.2022/EG
Quelle: Kassenärztliche Vereinigung Bayerns (KVB), München

IGES-Institut untersuchte für die KVB die Kommerzialisierung im solidarischen Gesundheitssystem

Schlussfolgerungen ab Seite 118 ff, auszugsweise:
„Der wichtigste Einwand gegen die zunehmende Übernahme von vertragsärztlichen Versorgungseinrichtungen durch Finanzinvestoren betrifft die Befürchtung bzw. den Vorwurf, dass damit eine „Kommerzialisierung“ der medizinischen Versorgung einherginge, d.h. eine für die Patienten nachteilige und zu Unwirtschaftlichkeit i.S. des § 12 SGB V führende Überformung bzw. Beeinflussung von medizinischen Entscheidungen und Vorgehensweisen durch ökonomische Zielsetzungen. Dieser Vorwurf ist nicht ganz fernliegend, wenn man die Selbstbeschreibungen von Private Equity Investoren und ihren Beratern ernstnimmt oder wirtschaftswissenschaftliche Studien zu diesem Sektor des Kapitalmarktes zugrunde legt, die übereinstimmend die Erzielung von überdurchschnittlichen Kapitalrenditen als wesentliche Fähigkeit dieser Finanzmarktakteure benennen. […]
Die hier vorgelegten Analysen des Leistungsgeschehens von Ärzten, die bei gleicher Fachrichtung in unterschiedlichen Betriebsformen bzw. Trägerschaften und Eigentumsverhältnissen tätig sind, zeigen, dass in mehreren Fachgruppen die MVZ deutlich höhere Honorarvolumina abrechnen als Einzelpraxen. Auch die Analysen zu den bei mitversorgenden Ärzten veranlassten Leistungen zeigen einen deutlichen Effekt, wenn der steuernde Hausarzt in einem MVZ tätig ist. In einer fachgruppenübergreifenden Betrachtung zeigt sich, dass MVZ im Eigentum von Finanzinvestoren (PEG-MVZ) in noch deutlich ausgeprägterem Maße als die Gesamtheit der MVZ höhere Honorarvolumina abrechnen als Einzelpraxen. […]
Die Ergebnisse dieser Studie zeigen, dass unter sonst gleichen Bedingungen eine Versorgung in MVZ – zumindest bestimmter Fachrichtungen – sowie insbesondere bei MVZ im Eigentum von Finanzinvestoren höhere Honorarumsätze nach sich zieht, was die These einer stärkeren Ausrichtung an ökonomischen Motiven stützt.“

Das Gutachten lesen Sie hier kvb.de.

Die Kurzfassung des Gutachtens lesen Sie hier kvb.de.

Zum Thema

„Spekulanten greifen nach Arztpraxen“, die NDR-Recherche sehen Sie hier ndr.de.

Video-Tipp: „Der Klimawandel und die Folgen“

18.02.2022/EG
Quelle: Gemeinschaftssender „3sat“, Mainz

Dokumentation über die Erderwärmung und die Folgen

„Das globale Wettersystem gerät aus den Fugen. Extremwetterereignisse häufen sich. Unwetter, Flutkatastrophen, Waldbrände und Hitzewellen bedrohen Menschen, Tiere und Natur. Die zunehmende Trockenheit schadet den Wäldern und der Landwirtschaft und führt zu Hungersnöten. Wasser ist in vielen Erdteilen heute schon Luxusgut.“ 3sat.de.

Zum Thema

Umweltbundesamt untersuchte die Risiken der Erderhitzung für Deutschland umweltbundesamt.de.

COVID-19: DKG veröffentlicht Hospitalisierungsdaten

10.02.2022/EG
Quelle: Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG), Berlin

Daten differenzieren nicht, ob Patienten wegen einer COVID-Infektion ins Krankenhaus kommen oder die festgestellte COVID-Infektion nicht ursächlich für die Behandlung ist

Dr. Gerald Gaß, Vorstandsvorsitzender der DKG: „Auch nach zwei Jahren Pandemie ist die Datenlage in Deutschland sehr unbefriedigend. Gleichzeitig erheben die Krankenhäuser genaueste Daten über ihre Corona-Patientinnen und -Patienten. Nur leider werden diese Daten nicht so aufbereitet und publiziert, dass sie bei der Einschätzung und Bewältigung der Pandemie gut helfen könnten. Mit der neuen Datenveröffentlichung tragen wir dazu bei, die Pandemielage transparenter zu machen und eventuell notwendige politische Maßnahmen gegen die Pandemie besser auf der Grundlage von Daten kommunizieren zu können. Mit der Omikron-Welle werden die Daten von den Normalstationen immer wichtiger, denn mit den extrem hohen Infektionszahlen hat die Inzidenz stark an Aussagekraft verloren, und auch die Situation auf den Intensivstationen ist derzeit weniger angespannt als in den vergangenen Wellen.“

Die aktuelle Belegung durch bestätigte COVID-19-Patienten sehen Sie hier dkgev.de.

Zum Thema

Aktuelle Zeitreihen zu Fallzahlen und Intensivkapazitäten der Erwachsenen-Intensivstationen sehen Sie hier intensivregister.de.