Schlagwort: Gesundheit

  • Buchtipp: „MEMORANDUM 2025“

    16.05.2025/EG

    Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik: MEMORANDUM 2025
    Mehr Demokratie – Weniger Kapitalmacht!

    Sachbuch (Demokratie, Kapitalismus, Politik)

    „Wie vertragen sich die massiven Veränderungen in der Industrie mit einer drängenden sozial-ökologischen Transformation? Wie steht es um die Finanz- und Haushaltspolitik, um die Tarif- und Steuerpolitik, um die Gesundheits- und Rentenpolitik? Inwieweit sind Normalarbeitszeitverhältnisse durchsetzbar?“

    Autoren

    Die Arbeitsgruppe Alternative Wirtschaftspolitik ist ein Zusammenschluss von Wissenschaftler*innen aus Universitäten, Fachhochschulen, Forschungseinrichtungen und Gewerkschaften.

    Verlag: PapyRossa
    Erscheinung: Mai 2025

  • Teilhabe und andere Hürden

    14.05.2025/EG
    Quelle: Berlin-Institut für Bevölkerung und Entwicklung, Berlin

    Teilhabeatlas spiegelt Lebenswelten von Kindern und Jugendlichen in Deutschland

    „In unserer Studie „Teilhabeatlas – Kinder und Jugendliche“ sind wir der Frage nachgegangen: Wie steht es um die Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen in den 400 Landkreisen und kreisfreien Städten Deutschlands? Dafür haben wir zunächst in die Daten geschaut und messbare Indikatoren definiert:
    Wie hoch ist die Kinderarmut und wie viele Jugendliche beenden ihre Schullaufbahn ohne Abschluss? Querschnittsindikatoren wie die Lebenserwartung geben Hinweise auf allgemeine Lebensverhältnisse, da sie stark mit der gesundheitlichen Versorgung, wirtschaftlichen Lage und dem Bildungsniveau zusammenhängen. Auch die Erreichbarkeit von Bushaltestellen, Grundschulen oder Kinderarztpraxen wurde berücksichtigt.“
    Die Studie lesen Sie hier.

    Zum Thema

    WSI-Verteilungsbericht 2024, Seite 16/17, Auszug:
    „Da die Verunsicherung bis in die untere Mitte hinein reicht und der gesellschaftliche Zusammenhalt von einer wachsenden Mehrheit als gefährdet angesehen wird (Kohlrausch et al. 2023), erscheint es zentral, verschiedene Gruppen in der Gesellschaft nicht gegeneinander auszuspielen. Ein aktuelles Beispiel für ein solches gegeneinander Ausspielen ist die Debatte um das Bürgergeld. Sie konstruiert einen vermeintlichen Interessengegensatz zwischen Grundsicherungsempfängerinnen auf der einen, und der arbeitenden Bevölkerung auf der anderen Seite. Indem immer wieder angebliche Anreizprobleme der Grundsicherung in den Mittelpunkt gestellt werden, werden Bürgergeldbeziehende implizit als faul und arbeitsunwillig dargestellt. Dies greift auch verbreitete Stigmata und abwertende Einstellungen gegenüber Leistungsbezieherinnen auf (Mau et al. 2023: 96ff.). Statt die ohnehin zu knappen Leistungen für Bürgergeldempfänger*innen weiter zu kürzen, um den Abstand zwischen Sozialleistungen und Erwerbseinkommen zu erhöhen, ist es jedoch viel sinnvoller, Niedriglöhne wirksam zu bekämpfen und Tarifbindung zu stärken — Maßnahmen, die auch Menschen außerhalb des Grundsicherungsbezugs zugutekommen.“
    Den Bericht lesen Sie hier.

  • Buchtipp: „Ökonomie der Fürsorge“

    18.04.2025/EG

    Tim Jackson: Ökonomie der Fürsorge
    Warum wir Wohlstand, Gesundheit und Arbeit neu denken müssen.

    Sachbuch (Gesellschaft, Gesundheit, Politik, Wirtschaft)

    „Fürsorge ist die Grundlage allen Lebens. Trotzdem ist ihre Rolle in unserer Gesellschaft prekär. Unseren Herzen gilt Gesundheit als unverzichtbares Gut, aber in der Wirtschaft wird sie im unerbittlichen Wettstreit um Produktivität und materiellen Wohlstand wie eine Bürgerin zweiter Klasse behandelt.“

    Autor

    Tim Jackson forscht und lehrt nachhaltige Entwicklung an der University of Surrey (UK).

    Verlag: oekom
    Erscheinung: März 2025

  • Was leistet Ihre Krankenversicherung?

    19.02.2025/EG
    Quelle: Stiftung Warentest, Berlin

    Stiftung Warentest prüfte 1.245 Tarifkombinationen der PKV: nur 31 % erfüllen die Mindestkriterien.

    „Von 1.245 geprüften Tarif­kombinationen erfüllen nur 384 die Mindest­kriterien der Stiftung Warentest: Sie bieten einen Rundum-Schutz und Versicherte müssen höchs­tens 660 Euro Selbst­beteiligung im Jahr zahlen. Diese 384 Tarife haben wir je nach Leistungsumfang mit den Qualitäts­urteilen Gut und Sehr gut bewertet. Zu den Anbietern zählen …“
    Die Ergebnisse lesen Sie hier.

    Zum Thema

    Julian Chudoba, Testleiter Stiftung Warentest: „Wer schon heute ungefähr 1.000 Euro als 35-jährige selbstständige Person zahlt, muss damit rechnen, bei Renteneintritt jeden Monat deutlich über 2.000 Euro zu zahlen“. Deswegen bleibe die Stiftung Warentest bei der Einschätzung, „dass die PKV etwas für einen exklusiven kleinen Kreis ist, etwas für Beamte, die durch die Beihilferegelung eine gemütliche Situation haben, für Selbstständige und Angestellte mit einem ausreichenden Finanzpolster im Alter“.
    Den Beitrag lesen Sie hier.

    Bürgerversicherung, die Krankenversicherung für alle
    „Laut Umfragen wünscht sich eine Mehrheit der Deutschen, dass gesetzliche und private Krankenversicherungen fusionieren. Einige Parteien haben die Forderung in ihren Wahlprogrammen.“
    Den BR-Beitrag hören und lesen Sie hier.

  • Karenztage schleifen am Sozialleistungssystem

    11.02.2025/EG
    Quelle: Verfassungsblog, Berlin

    Eberhard Eichenhofer, emeritierter Rechtswissenschaftler an der Friedrich-Schiller University Jena, erläutert, warum die Einführung von Karenztagen mehr schaden als nützen würde

    „Der Vorschlag Karenztage in der Lohnfortzahlung einzuführen, zeigt beispielhaft, wie das Sozialleistungssystem durch Reformen, die auf pauschalen Urteilen, Verkürzungen, der Verkennung historischer Zusammenhänge und falschen Zuordnungen basieren, erheblich geschädigt werden kann.“

    Den Aufsatz lesen Sie hier.

    Ergänzung zum Thema am 12.02.2025

    Lana Fassbender, Sophie-Charlotte Meyer und Mella Perleberg, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen bei der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, untersuchten die Unterschiede hinsichtlich Präsentismus und Absentismus zwischen den Beschäftigtengruppen sowie die Zusammenhänge mit Arbeitsbedingungen. Den Bericht lesen Sie hier.