Schlagwort: Gesellschaft

  • Menschenrechtssituation in Deutschland 2018

    11.02.2019/EG
    Quelle: Deutsches Institut für Menschenrechte, Berlin

    Schwere Arbeitsausbeutung von Migranten / Zwang in der allgemeinen Psychiatrie für Erwachsene / Rolle der Menschenrechte im Genehmigungsverfahren für Rüstungsgüter

    Erhebliche Eingriffe in die körperliche und seelische Unversehrtheit sowie in Freiheit und Autonomie eines Menschen

    „Alle Menschen möchten über ihre Gesundheit, über sich selbst und ihren Körper entscheiden können – dies gilt auch für Menschen mit psychosozialen Behinderungen. Diese Menschen können in allgemeinpsychiatrischen Einrichtungen verschiedenen Formen von Zwang ausgesetzt sein, etwa der Einweisung in eine psychiatrische Einrichtung („Unterbringung“), der ärztlichen Zwangsbehandlung und weiterer Zwangsmaßnahmen wie der Fixierung am Bett, medikamentöser Sedierung oder Isolation. Diese Maßnahmen wurden in den letzten Jahren zunehmend kritisiert – sowohl von der Fachöffentlichkeit als auch von UN-Menschenrechtsgremien und Gerichten.“

    Kriminelle Arbeitgeber

    „Ein Teil der Arbeitsmigrantinnen in Deutschland ist von schwerer Arbeitsausbeutung betroffen. (…). Fälle von schwerer Arbeitsausbeutung sind aus vielen Branchen bekannt, beispielsweise der Baubranche, der Fleischproduktion, der Pflege oder der Prostitution.“ ↗bundestag.de

  • Hörfunk-Tipp: Die Kultur-Umverteilungsmaschine

    09.02.2019/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk (BR), München

    RadioFeature von Ina Plodroch, Autorin, über Profiteure der Kulturförderung

    „Wer hat, dem wird gegeben – ein ähnliches Bild bei den Verwertungsgesellschaften. Woher stammt das Geld, das VG Wort und GEMA verteilen, und wie gerecht ist diese Verteilung eigentlich? Erwachsen ist die Idee des Urheberrechts und der nationalen Kultur mit dem Entstehen des Bildungsbürgertums Ende des 19. Jahrhunderts. Ina Plodroch hat recherchiert, wie sehr die Interessen der Ärztesöhne und Fabrikantentöchter noch heute in der historisch gewachsenen Kulturförderung stecken und in welchem Ausmaß die gesamte Gesellschaft für die Hobbys der Bessergestellten zahlt.“ ↗br.de

  • Buchtipp: Mythos Markt. Mythos Neoklassik

    08.02.2019/EG

    Walter Otto Ötsch: Mythos Markt. Mythos Neoklassik
    Das Elend des Marktfundamentalismus

    Sachbuch (Gesellschaft, Markt, Politik, Umweltschutz, Ungleichheit, Wirtschaft)

    Die gegenwärtige Gesellschaft kann als ökonomisiert verstanden werden. Viele Bereiche der Gesellschaft, die früher eigenen Regeln gefolgt sind, haben sich einer wirtschaftlichen Effizienzlogik unterworfen. Die Ökonomik hat damit den Status einer gesellschaftlichen Leitwissenschaft erworben. Das Buch beschreibt

    • die Transformation der Ökonomik in eine Wissenschaft von „dem Markt“,
    • wie sich dieses Konzept durchgesetzt hat,
    • wie dadurch die Gesellschaft verändert wurde und
    • welche Folgen dies hatte – bis hin zur Finanzkrise 2008, zur Klima(wandel)leugnung und zum Rechtspopulismus, der als neue Politikform „des Marktes“ interpretiert wird.

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  • SGB II/Hartz IV: ‘Verwaltungskosten‘ steigen

    07.02.2019/EG
    Quelle: Bremer Institut für Arbeitsmarktforschung und Jugendberufshilfe (BIAJ), Bremen

    „Verwaltungskosten für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ legten seit 2012 um fast 33 Prozent zu

    „Für „Verwaltungskosten für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ (SGB II – Hartz IV) wurden vom Bund und den Kommunen in 2018 insgesamt 6,555 Milliarden Euro ausgegeben, davon 5,585 Milliarden Euro vom Bund und (vom BIAJ rechnerische ermittelte) 970 Millionen Euro von den Kommunen für deren Anteil an den „Gesamtverwaltungskosten der Jobcenter“.
    In den vergangenen sechs Jahren, von 2012 bis 2018 stiegen die „Verwaltungskosten für die Durchführung der Grundsicherung für Arbeitsuchende“ nominal (nicht preisbereinigt) um 32,8 Prozent (1,619 Milliarden Euro) bzw. um durchschnittlich etwa 4,8 Prozent pro Jahr.“ ↗biaj.de

  • Regierungen von EU-Mitgliedsstaaten nehmen enorme Steuerausfälle in Kauf

    06.02.2019/EG
    Quelle: Richard Murphy, Direktor der Steuerforschung LLP, Wirtschaftswissenschaftler an der Universität London

    Steuerhinterzieher schädigen EU-Länder um 700 bis 900 Milliarden Euro pro Jahr

    Nach den Berechnungen der Steuerforscher weisen die EU-Mitgliedstaaten Steuerausfälle in Höhe von 750 Milliarden Euro bis 900 Milliarden Euro pro Jahr auf. Die prozentualen Steuerausfälle (siehe Tabelle 5) variieren von acht Prozent in Luxemburg bis fast 30 Prozent in Rumänien. In absoluten Zahlen (siehe Tabelle 6) berechnen die Steuerforscher die größten Steuerausfälle in Italien (384,8 Mrd. Euro) und Deutschland (307,5 Mrd. Euro).

    Die Studie lesen Sie hier taxresearch.org.uk.