Schlagwort: Gesellschaft

  • Globalisierung erhöht Einkommensungleichheit

    06.03.2020/EG
    Quelle: Arbeiterkammer, Wien

    Philipp Heimberger, Wirtschaftswissenschaftler am Wiener Institut für Internationale Wirtschaftsvergleiche, untersuchte die Effekte der Globalisierung auf die Einkommen

    „Die in diesem Beitrag vorgestellten Meta-Analyse- und Meta-Regressionsergebnisse deuten auf mehrere Erkenntnisse hin. Erstens stellen wir fest, dass die Globalisierung im Durchschnitt einen (kleinen bis mittelgroßen) die Einkommensungleichheit erhöhenden Effekt hat. (…). Zweitens gibt es Hinweise darauf, dass die Handelsglobalisierung die Einkommensungleichheit in geringerem Maße beeinflusst hat als die finanzielle Globalisierung. (…). Drittens finden wir keine ökometrische Evidenz dafür, dass die Globalisierung dazu beigetragen hat, die Einkommensungleichheit in den Schwellenländern durchschnittlich zu verringern. Im Gegensatz dazu zeigen die Ergebnisse, dass der ungleichheitssteigernde Effekt in den Schwellenländern ähnlich stark war wie in den entwickelten Ländern.“ (siehe S. 67:521ff)

    Die komplette Analyse lese lesen Sie hier arbeiterkammer.at (S. 43:497ff).

  • Buchtipp: Kapital und Ideologie

    06.03.2020/EG

    Thomas Piketty: Kapital und Ideologie

    Sachbuch (Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, Ungleichheit)

    „Nichts steht geschrieben: Der Kapitalismus ist kein Naturgesetz. Märkte, Profite und Kapital sind von Menschen gemacht. Wie sie funktionieren, hängt von unseren Entscheidungen ab. Das ist der zentrale Gedanke des neuen Buches von Thomas Piketty. (…). Er führt uns mit seinen weitreichenden Einsichten und Erkenntnissen hinein in die Krise der Gegenwart. Wenn wir die ökonomischen und politischen Ursachen der Ungleichheit verstanden haben, so Piketty, dann können wir die notwendigen Schritte für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt konkret benennen und angehen. Kapital und Ideologie ist das geniale Werk eines der wichtigsten Denker unserer Zeit, eines der Bücher, die unsere Zeit braucht. Es hilft uns nicht nur, die Welt von heute zu verstehen, sondern sie zu verändern.“ (mehr …)

  • ‚Steuervermeidungs-Virus‘ verursacht gewaltige Schäden

    04.03.2020/EG
    Quelle: Tax Justice Network, Chesham (UK)

    TJN: Geschätzte 21 bis 31 Billionen US-Dollar privater Finanzvermögen lagern in Steueroasen

    „Es hat sich eine globale Industrie entwickelt, an der die weltweit größten Banken, Anwaltskanzleien, Buchhaltungsfirmen und spezialisierte Anbieter beteiligt sind, die für ihre steuer- und gesetzeswidrigen Kunden geheimnisvolle Offshore-Strukturen entwickeln und vermarkten. Der „Wettbewerb“ zwischen den Jurisdiktionen um die Bereitstellung von Geheimhaltungseinrichtungen ist zu einem zentralen Merkmal der globalen Finanzmärkte geworden, insbesondere seit die Ära der finanziellen Globalisierung in den 1980er Jahren richtig in Gang gekommen ist.“
    Top 10:
    1. Kaimaninseln (Britisches Überseegebiet)
    2. USA
    3. Schweiz
    4. Hong Kong
    5. Singapur
    6. Luxemburg
    7. Japan
    8. Niederlande
    9. Britische Jungferninseln (Britisches Überseegebiet)
    10. Vereinigte Arabische Emirate

    Den kompletten Bericht lesen Sie hier taxjustice.net.

    Zum Thema

    Inaktive Unternehmen (Briefkastenfirmen) in Steueroasen untergraben die Steuererhebung / Luxemburg beherbergt ausländische Direktinvestitionen (FDI) in Höhe von rund vier Billionen US-Dollar↗imf.org

  • Staatsausgaben: EU-Länder im Vergleich

    02.03.2020/EG
    Quelle: Eurostat, statistisches Amt der Europäischen Union, Luxembourg

    Eurostat veröffentlicht Staatausgaben 2018: Frankreich bei 56,0 % des BIP, Irland bei 25,4 % des BIP, Deutschland bei 44,6 % des BIP

    Ausgewählte Staatsausgaben in Prozent des Bruttoinlandsproduktes (BIP):

    • „Soziale Sicherung“*, Anteile von 24,1 Prozent (Finnland) bis 9,0 Prozent (Irland), Deutschland 10,8 Prozent.
    • „Gesundheitswesen“, Anteile von 8,3 Prozent (Dänemark) bis 2,7 Prozent (Zypern), Deutschland 7,2 Prozent.
    • „Bildungswesen“, Anteile von 6,9 Prozent (Schweden) bis 3,2 Prozent (Irland), Deutschland 4,2 Prozent.
    • „Wohnungswesen“, Anteile von 1,7 Prozent (Kroatien) bis 0,2 Prozent (Dänemark und Griechenland), Deutschland 0,4 Prozent.

    Den Bericht lesen Sie hier ec.europa.eu.

    *Soziale Sicherung enthält Ausgaben für Alter, Krankheit und Erwerbsunfähigkeit, Familie und Kinder, Hinterbliebene, Arbeitslosigkeit und sonstige.

  • Neuregelungen ab März

    01.03.2020/EG
    Quelle: Bundesregierung, Berlin

    Im März 2020 treten zahlreiche Neuregelungen in Kraft:

    Gesetz zur Einwanderung von Fachkräften
    Das Fachkräfteeinwanderungsgesetz schafft den Rahmen für eine gezielte und gesteigerte Zuwanderung von qualifizierten Fachkräften aus Drittstaaten. Zielgruppe sind Personen mit einem Hochschulabschluss oder einer qualifizierten Berufsausbildung. So wird etwa im Bereich der qualifizierten Beschäftigung zum 01. März die Vorrangprüfung aufgehoben. bundesregierung.de

    Änderung des Waffenrechtsgesetzes
    Mit der Verschärfung des Waffenrechts wird künftig unter anderem der vollständige Lebenszyklus einer Waffe dokumentiert. Dafür erhalten Hersteller neue Meldepflichten. Auch für unbrauchbar gemachte Waffen wird eine Anzeigepflicht eingeführt. Die Neuregelung geht auf eine EU-Richtlinie zurück, die nach den Anschlägen von Paris und Brüssel beschlossen wurde. Das verschärfte Waffenrecht ist auch Teil des Maßnahmenpakets der Bundesregierung zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität. bundesregierung.de

    Impflicht bei Masern
    Ab 01. März müssen Kinder und Erwachsene, die in Gemeinschaftseinrichtungen wie Schulen und Kitas sowie in Gemeinschaftsunterkünften wie Asylbewerberheimen betreut werden, gegen Masern geimpft sein. Das gilt auch für Beschäftigte dieser Einrichtungen oder im medizinischen Bereich. Kinder ohne Masernimpfung können vom Besuch einer Kindertagesstätte ausgeschlossen werden. Masern gehören zu den ansteckendsten Infektionskrankheiten und können tödlich enden. Mit dem neuen Gesetz soll in Deutschland eine Impfquote von mindestens 95 Prozent erreicht werden. Diese Quote braucht es, um Masern vollständig zu eliminieren. bundesregierung.de

    „Umweltbonus“ für Elektrofahrzeuge
    Zum 19. Februar 2020 sind Änderungen bei der Förderung der Elektromobilität in Kraft getreten. Eine wichtige Anpassung: Die Kaufprämie für Elektroautos wurde erhöht und beträgt jetzt bis zu 6.000 Euro.
    Der erhöhte „Umweltbonus“ wurde im Rahmen der Konzertierten Aktion Mobilität beschlossen. Er gilt bis Ende 2025 sowie rückwirkend für Fahrzeuge, die ab dem 5. November 2019 zugelassen wurden. Mit Blick auf die Klimaziele 2030 möchten Bundesregierung und Industrie so den Absatz von Elektrofahrzeugen erhöhen. bafa.de