Schlagwort: Einkommen

  • Einkommen: Marktmacht hat negativen Einfluss auf die Lohnentwicklung

    07.05.2018/EG aus dem Blog ECONOFACT, Medford/USA

    Ioana Elena Marinescu, Wirtschaftswissenschaftlerin, untersuchte die Macht branchen- bzw. marktführender Unternehmen auf Lohnabschlüsse in USA

    „Die Löhne für den typischen amerikanischen Arbeiter stagnieren seit den späten 1970er Jahren. Der zunehmende Wettbewerb mit Niedriglohnarbeitern im Ausland, die Automatisierung, die abnehmende Macht der Gewerkschaften und das langsame Produktivitätswachstum werden häufig als mögliche Erklärungen für diese schlechte Lohnentwicklung, insbesondere für weniger gut ausgebildete Arbeitnehmer, angeführt. Aber ein weiterer möglicher Faktor ist in letzter Zeit zunehmend in den Blickpunkt gerückt: der fehlende Wettbewerb zwischen den Unternehmen um die Arbeitnehmer.“ econofact.org

  • Buchtipp: Die Tyrannei des Wachstums

    04.05.2018/EG

    Jason Hickel: Die Tyrannei des Wachstums
    Wie globale Ungleichheit die Welt spaltet und was dagegen zu tun ist

    Sachbuch (Einkommen, Gesellschaft, Ungleichheit, Politik)

    Seit Dekaden hören wir, Entwicklung hilft: Die südlichen Länder der Welt schließen zum reichen Norden auf, die Armut hat sich in den vergangenen 30 Jahren halbiert, bis zum Jahr 2030 ist sie verschwunden. Das ist eine tröstliche Geschichte, die von Politik und Wirtschaft gerne bestätigt wird. Aber sie ist nicht wahr. In Wirklichkeit hat sich die Einkommenslücke zwischen Nord und Süd seit 1960 verdreifacht, 60 Prozent der Weltbevölkerung verdienen weniger als 4,20 Euro am Tag. Armut ist kein Naturphänomen, sie wird gemacht. Der Autor entlarvt die Wachstumsideologie und zeigt auf, dass Armut ein politisches Problem ist, für das radikale politische Lösungen erforderlich sind. Voraussetzung ist eine Revolution im Denken. (mehr …)

  • Tag der ‘Arbeit‘

    01.05.2018/EG

    Am gesetzlichen (Mai-)Feiertag erinnern Gewerkschaften – traditionell – an Arbeitsbedingungen / Wir ergänzen die Bemühungen mit Beispielen zum Wert der Arbeit:

    „Im Jahr 2015 arbeiteten 22,6 % der abhängig Beschäftigten in Deutschland für einen Stundenlohn unterhalb der Niedriglohnschwelle von 10,22 € pro Stunde. Das entspricht knapp 7,7 Mio. Menschen. In Ostdeutschland lag der Anteil der Beschäftigten mit Niedriglöhnen im Jahr 2015 sogar bei über 36 %, während der Niedriglohnanteil in Westdeutschland bei 19,7 % lag. Die Einführung und Erhöhung des gesetzlichen Mindestlohns in Deutschland entfaltet nur einen begrenzten Einfluss auf den Umfang des Niedriglohnsektors.“ ↗sozialpolitik-aktuell.de

    „Immer mehr Menschen haben einen Nebenjob. Über drei Millionen Menschen in Deutschland gehen mehr als einer Erwerbstätigkeit nach. Ihre Anzahl und ihr Anteil an allen Beschäftigten haben sich seit 2003 mehr als verdoppelt.“ iab.de

    Die monatliche Entschädigung der Bundestagsabgeordneten steigt ab 01. Juli 2018 um 2,5 Prozent auf 9.780,28 Euro. Die fiktiven Bemessungsbeträge für die Altersentschädigung steigen ebenfalls um 2,5 Prozent auf 8.362,03 Euro beziehungsweise 9.357,06 Euro. bundestag.de
    Um ihr Mandat ausüben zu können, erhalten die Abgeordneten eine steuerfreie Aufwandspauschale (Amtsausstattung mit Sach- und Geldleistungen für Büros, Mitarbeiter, Reisekosten) in Höhe von monatlich 4.339,97 Euro. Neben der Aufwandspauschale haben die Abgeordneten Anspruch auf ein eingerichtetes – inklusive Kommunikationsgeräte und Mobiliar – Büro am Sitz des Bundestages. Die Größe des Büros beträgt 54 Quadratmeter. Die Mobilität der Abgeordneten wird Freifahrtkarten der Bahn, Erstattung von Inlandsflügen sowie die Mitbenutzung von Dienstfahrzeuge im Stadtgebiet von Berlin ‘gesichert‘.
    Auch Abgeordnete haben zusätzliches Einkommen durch Nebentätigkeiten. Diese veröffentlichungspflichtigen Angaben (auch das Abstimmungsverhalten) der Abgeordneten lesen Sie in den Biografien bundestag.de.

    Jeff Bezos, Gründer und Vorstandsvorsitzender von Amazon mit einem geschätzten Vermögen von über 100 Mrd. US-Dollar, verweigert seinen deutschen Mitarbeitern eine tarifliche Entlohnung ↗verdi.de.

    DAX30-Chefs (Vorsitzende) verdienten im Jahr 2017 durchschnittlich 6,2 Millionen Euro (+ 7,7 %), Vorstandsmitglieder 2,7 Mio. Euro (+ 4,9 %) ↗kienbaum.com.

    Einblicke in den Entstehungsprozess der Hartz-IV-Gesetze ↗zdf.de.

  • Führungskräfte über wachsende Kluft zwischen Arm und Reich besorgt

    29.04.2018/EG aus der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young, Stuttgart

    EY-Studie: 39 Prozent der befragten Führungskräfte halten soziale Abkopplung und schwindende Teilhabemöglichkeiten einzelner Gruppen als drängendes Problem für den Zusammenhalt der Gesellschaft

    73 Prozent der Führungskräfte meinen, dass sich die Schere zwischen Arm und Reich weiter öffnen wird, weil der Produktivitätsfortschritt durch die neuen Technologien nicht alle Bürger gleichermaßen erreicht.

    35 Prozent sehen im ‘Bedingungslosen Grundeinkommen‘ eine Möglichkeit, den sozialen Zusammenhalt und die Zukunft der Gesellschaft zu sichern.

    Die Studie lesen Sie hier ↗ey.com.

  • Ungleichheit: Für 92 % sind Einkommensunterschiede zu groß

    24.04.2018/EG aus der Europäischen Kommission, Brüssel

    EU-Umfrage: In Deutschland glaubt nur jeder Zweite, dass sich die Chancengleichheit in den letzten 30 Jahren verbessert hat / 84 % für Regierungsmaßnahmen um Einkommensunterschiede zu reduzieren

    Nach der gestern veröffentlichten Eurobarometer-Umfrage* zur Bildung, Einkommen sozialen Status sowie Intergenerationenmobilität, sind 92 Prozent der Befragten in Deutschland der Ansicht, dass die Einkommensunterschiede in Deutschland zu groß sind. 41 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu, dass Menschen in Deutschland – im Großen und Ganzen – „das erhalten, was sie verdienen“. Eine weitere Erkenntnis der Umfrage: „Tendenziell haben besser ausgebildete, jüngere und wohlhabendere Menschen eher den Eindruck, dass Gerechtigkeit herrscht.“ ↗ec.europa.eu

    *Der Eurobarometer Spezial 471 „Gerechtigkeit, Ungleichheit und Intergenerationenmobilität“ wurde in Form persönlicher Befragungen vom 02. bis 11. Dezember 2017 durchgeführt. Insgesamt wurden 28.031 Personen in den 28 Mitgliedstaaten der EU befragt. In Deutschland wurden 1.592 Interviews durchgeführt.