Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: Echokammer

    25.02.2022/EG

    Miriam Keil, Claudia Stollenwerk: Echokammer
    Soziale Kommunikation unserer digitalen Gesellschaft

    Sachbuch (Digitalisierung, Gesellschaft, Kommunikation, Meinungsbildung)

    „Wir leben in einer Welt, in der die informationelle Vernetzung unser Leben bestimmt; einer digitalen Welt, die voller Möglichkeiten steckt und gleichzeitig Überforderung bedeutet. Haben wir noch den Blick für das Wesentliche, sind wir in der Lage, Wichtiges und Unwichtiges zu trennen? Die Digitalisierung prägt unseren Alltag wie nie zuvor. Dabei sind soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, Twitter und Co. heutzutage nicht mehr wegzudenken und dennoch bleibt die soziale Kommunikation auf der Strecke. Eine Echokammer (digitale Filterblase) führt zu gesellschaftlicher Entfremdung sowie wachsender Ichbezogenheit – ein brisantes Sozialproblem der Gegenwart. Mit jedem Post, jedem Like, mit jedem Klick im Netz hinterlassen wir digitale Spuren, die nicht nur erfasst und gespeichert, sondern von Dritten analysiert, zurückverfolgt und weiterverwendet werden.
    Die Kommunikationsdesignerinnen Claudia Stollenwerk und Miriam Keil enthüllen, wie unsere Meinungsbildung manipuliert werden kann und wie Datensammler von unserem Onlineverhalten profitieren. Neben dem Istzustand der Kommunikation in der digitalen Transparenzgesellschaft, werden die Auswirkungen künstlicher Intelligenz (Social Bots), Fake News sowie die politische Macht sozialer Netzwerke veranschaulicht.
    Auf spielerische Weise greift das Layout Elemente unserer digitalen Welt auf und zieht die Leserschaft so in seinen Bann. Komplexe Sachverhalte und abstrakt erscheinende Begriffe werden durch anschauliche Infografiken leicht zugänglich gemacht.“

    Autorinnen

    Miriam Keil, geb. 1990 in Wesel, studierte Kommunikationsdesign im Bachelor an der FH Münster (Münster School of Design). Keil interessiert sich für die Veränderung der sozialen Kommunikation, die einerseits allgegenwärtig und andererseits längst nicht einfach in ihren Folgen und Auswirkungen zu begreifen ist.

    Claudia Stollenwerk, geb. 1989 in Aachen, studierte Kommunikationsdesign im Bachelor an der FH Münster (Münster School of Design). Stollenwerks Aufmerksamkeit gilt aktuellen Sozialphänomenen, die durch das digitale Zeitalter entstehen. Aktuell arbeitet sie als selbstständige Designerin in Köln in den Bereichen Kommunikations- und Ausstellungsdesign.

    Büchner Verlag, ISBN: 978-3-96317-289-2, Buch, 25 Euro

  • Buchtipp: Ökonomisierung

    18.02.2022/EG

    Rüdiger Graf (Hsg.): Ökonomisierung
    Debatten und Praktiken in der Zeitgeschichte

    Sachbuch (Gesellschaft, Ökonomie, Politik)

    „Ökonomisierung ist ein Kampfbegriff, um den in der jüngsten Zeitgeschichte Debatten über die Bedeutung des Ökonomischen in politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Zusammenhängen kreisten. Positiv bezeichnet Ökonomisierung etwa die notwendige Anpassung an zunehmend globalisierte wirtschaftliche Austauschprozesse, negativ aber die Unterwerfung von Politik und Gesellschaft unter Effizienz- und Rentabilitätskriterien. Unklar bleibt oft, was eigentlich das »Ökonomische« ist, das in andere Systemzusammenhänge übertragen wird. Erschöpft sich diese Expansion nicht oft in der Übernahme ökonomischen Vokabulars?
    Untersucht wird in diesem Band, was vor allem seit den 1970er Jahren in verschiedenen Feldern als Ökonomisierung verstanden wurde. Wer wollte das Recht, die Verwaltung oder die Medizin ökonomisieren, und welche Vorstellungen des Ökonomischen lagen dem jeweils zugrunde? Welche Entwicklungen wurden demgegenüber als Ökonomisierung kritisiert und abgelehnt?“

    Herausgeber
    Rüdiger Graf, geb. 1975, ist Abteilungsleiter am Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam.

    Beiträge von
    Hannah Ahlheim, Ralf Ahrens, Marcus Böick, Christian Kleinschmidt, Roman Köster, Nicole Kramer, Martin Lengwiler, Alina Marktanner, Benjamin Möckel, Klaus Nathaus, Christopher Neumaier, Louis Pahlow, Laura Rischbieter, Désirée Schauz und Ute Volkmann.

    Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353-3414-4, Buch, 43 Euro

  • Buchtipp: Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie zurückholen können

    11.02.2022/EG

    Dana Buchzik: Warum wir Familie und Freunde an radikale Ideologien verlieren – und wie wir sie zurückholen können

    Sachbuch (Beziehung, Kommunikation)

    „Querdenken-Demos, gewaltbereite Reichsbürger, Verschwörungstheoretiker – immer mehr Menschen driften auf der Suche nach Halt und Orientierung in radikale Ideen- und Vorstellungswelten ab, finden Antworten in Chat-Gruppen, Internetforen und auf fragwürdigen Webseiten. Immer häufiger wissen Freunde und Angehörige sich im Umgang mit Betroffenen nicht mehr zu helfen, fehlen Strategien, um miteinander im Kontakt und Gespräch zu bleiben. Wie können wir diesen Entwicklungen begegnen?
    Dana Buchzik erklärt die Psychologie hinter dieser Entfremdung, sie zeigt Strategien auf, wie jeder Einzelne den Kontakt zu Betroffenen aufrechterhalten und konfliktärmer gestalten kann und was darüber hinaus in der Bildungsarbeit, in Politik und Sozialwesen wichtig wird, wenn wir auch in Krisenzeiten als Gesellschaft bestehen wollen.“

    Autorin

    Dana Buchzik, geboren 1983, ist in einer Sekte aufgewachsen. Als junge Erwachsene stieg sie aus. Nach einigen Jahren als Kulturjournalistin (u.a. für FAZ, Spiegel Online, SZ, Welt und ZEIT) war sie Redaktionsleiterin der «No Hate Speech»-Kampagne, der deutschen Sektion einer europaweiten Kampagne des Europarats gegen Hass im Netz. Dana Buchzik gibt Workshops zum Umgang mit Hass und Verschwörungserzählungen, unter anderem für die Bertelsmann Stiftung und die Friedrich-Ebert-Stiftung, lehrt an der Freien Universität Berlin zum Thema und berät ehrenamtlich Menschen, die im direkten Umfeld mit Radikalisierung konfrontiert sind.

    Rowohlt Polaris Verlag, ISBN: 978-3-644-01137-3, E-Buch, 15 Euro

  • Buchtipp: Gesunde Ernährung

    04.02.2022/EG

    Walter C. Willett, Patrick J. Skerrett: Harvard Medical School Guide – Gesunde Ernährung
    Einfach und praktisch: erstklassige Wissenschaft für Ihre tägliche Ernährung.

    Sachbuch (Ernährung, Gesundheit)

    „Um sich im Dschungel der widersprüchlichen Ernährungsempfehlungen und Food-Trends oft selbsternannter Experten zurechtzufinden, braucht man einen guten Kompass. Weltweit steht Harvard für höchste wissenschaftliche Qualität und größtes Renommee. Walter Willett ist langjähriger Harvard-Professor für Medizin, Ernährung und Epidemiologie und Mitautor der wohl bekanntesten Ernährungs-Studie, der vielzitierten Nurses‘ Health Studie. In diesem US-Bestseller, der nun endlich in deutscher Übersetzung vorliegt, zeigt er, wie einfach, alltagstauglich und köstlich gesunde Ernährung sein kann.
    Das wirksame Konzept für Gesundheit und ein langes Leben Ernährung im Alltag: wie Sie die besten Kohlenhydrate klug auswählen, Eiweißquellen optimal kombinieren, das Beste aus Gemüse und Obst für sich nutzen. Einfache und praktikable Schritte: Auf welche wichtigen Faktoren für ein gesundes und langes Leben Sie setzen sollten. Erstklassige Erkenntnisse: Welches Wissen über Ernährung wirklich gesichert ist, was Eintagsfliegen sind und warum nicht jede offizielle Ernährungsempfehlung Sinn macht.“

    Autorin

    Prof. Dr. med. Dr. P.H. Walter C. Willett war über 25 Jahre Leiter der Abteilung Ernährung der Harvard T.H. Chan School of Public Health. Er hält eine Professur für Epidemiologie und Ernährung an der Harvard T.H. Chan School of Public Health und eine Professur für Medizin an der Harvard Medical School. Als Wissenschaftler ist er bis heute maßgeblich an den weltbekannten und immer wieder zitierten Studien Nurses‘ Health Study I und II und Health Professionals Follow-up Study beteiligt. Für seine herausragende wissenschaftliche Arbeit ist er vielfach ausgezeichnet worden.

    Patrick J. Skerrett ist Herausgeber von STAT’s First Opinion und Moderator des First Opinion Podcasts. Er ist ehemaliger Herausgeber des Harvard Health Blog und ehemaliger Executive Editor von Harvard Health Publishing. Davor war er zehn Jahre lang Herausgeber des Harvard Heart Letter. Er ist Mitautor von mehreren anderen Büchern über Gesundheit und Wissenschaft. Seine Arbeiten sind unter anderem in Newsweek, Popular Science Magazine, Science Magazine und dem Boston Globe erschienen. Er erwarb einen B.A. in Biologie an der Northwestern University und einen M.A. in Biologie an der Washington University in St. Louis.

    Trias Verlag, ISBN: 978-3-4321-1451-4, E-Buch, 25 Euro

  • Buchtipp: Grundsicherung weiterdenken

    21.01.2022/EG

    Florian Blank / Claus Schäfer / Dorothee Spannagel (Hg.): Grundsicherung weiterdenken

    Sachbuch (Einkommen, Sozialhilfe)

    „An der Grundsicherung wird viel Kritik geübt, speziell an »Hartz IV«. Die Beiträger*innen zeigen Perspektiven auf, wie die Grundsicherung weitergedacht werden kann: Das bedeutet, bisherige Grundsicherungsleistungen zu analysieren, zu kritisieren und fortzuentwickeln, auch über den Rahmen des Sozialgesetzbuches hinaus – zu einer erweiterten Grundsicherung für das 21. Jahrhundert. Diskutiert wird dabei, welche Infrastrukturen und Angebote über Einkommenstransfers hinaus für eine Grundversorgung der Bevölkerung und eine inklusive Gesellschaft notwendig sind. Zugleich nimmt der Band die Grundsicherung auf europäischer Ebene in den Blick.“

    Autoren

    15 Wissenschaftler der Fachgebiete Bildungs-, Gesundheits-, Rechts-, Sozial-, Verwaltungs- und Wirtschaftswissenschaften.

    Transcript Verlag, ISBN: 978-3-8394-5594-4, PDF, 00 Euro