Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: Der Kill-Score

    14.10.2022/EG

    Jakob Thomä: Der Kill-Score
    Auf den Spuren unseres ökologischen und sozialen Fußabdrucks

    Sachbuch (Gesundheit, Konsum, Umwelt, Wirtschaft)

    „›Der Kill-Score‹ erzählt mit einem radikalen Realismus die Geschichte von den tödlichen Folgen unseres Handelns. Jakob Thomä beschreibt und berechnet, wie unser CO2-Fußabdruck, Abfall, unmenschliche Arbeitsbedingungen und anonymer Massenkonsum töten – in diesen Jahrhundert vorausssichtlich mehr als 400.000.000 Menschen. Und er erzählt eindringlich von den Opfern. Dabei stützt er sich auf die neuesten wissenschaftlichen Methoden und stellt die ethische Frage nach der Verantwortung für die Bedrohung des Lebens in unserer Zeit. In seinem aufrüttelnden und klarsichtigen Buch lehrt er uns, Nachhaltigkeit neu zu denken.“

    Autor

    Jakob Thomä, geboren 1989 in Berlin, ist Geschäftsführer der „2° Investing Initiative“ und Mitbegründer diverser Nachhaltigkeitsinitiativen, u. a. „MeinFairMögen“ und Theia Finance Labs. Zudem ist er Professor in Practice an der SOAS in London. Er lebt in Berlin.

    Klett-Cotta Verlag, ISBN: 978-3-608-11927-5, E-Buch, 20 Euro

  • Buchtipp: Angst und Angstmacherei

    07.10.2022/EG

    Markus Marterbauer, Martin Schürz: Angst und Angstmacherei
    Für eine Wirtschaftspolitik, die Hoffnung macht

    Sachbuch (Einkommen, Politik, Wirtschaft)

    „Neoliberale Wirtschaftspolitik betrachtet Angst als mobilisierenden Faktor. Sie schürt Angst vor Altersarmut, sozialem Abstieg und dem bevormundenden Staat. Doch ist es das, was wir angesichts von Pandemie, Krieg und Klimakrise brauchen? Markus Marterbauer und Martin Schürz plädieren für eine Wirtschaftspolitik, die begründeten Ängsten gezielt entgegenwirkt, die Verängstigten bestärkt, Hoffnung weckt und Freiheit schafft. In einer Gesellschaft, in der Wenige Milliarden besitzen, darf es keine Armut geben, und es darf nicht mit Angstmacherei Politik betrieben werden. Ein Plädoyer für hohe Mindeststandards in einem besseren Sozialstaat, Löhne, von denen man gut leben kann, und eine Begrenzung des Reichtums.“

    Autoren

    Markus Marterbauer, geboren 1965 in Uppsala (Schweden), arbeitete bis 2011 als Verantwortlicher für Konjunkturprognosen und gesamtwirtschaftliche Analysen am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung (WIFO). Seit 2011 leitet er die Abteilung Wirtschaftswissenschaft und Statistik der Arbeiterkammer Wien. Markus Marterbauer ist Lehrbeauftragter an mehreren Universitäten.

    Martin Schürz arbeitet als Psychotherapeut in Wien und forscht seit mehr als zwei Jahrzehnten zur Vermögensverteilung in Europa. Er ist Lektor an der WU Wien. 2015 erhielt er den Progressive Economy Award des Europäischen Parlaments. Überreichtum (2019) wurde mit dem Bruno-Kreisky-Preis für das Politische Buch ausgezeichnet.
    Einen Beitrag von Martin Schürz über die Vermögensverteilung in Deutschland lesen Sie hier ↗awblog.at.

    Zsolnay Verlag, ISBN: 978-3-552-07330-2, E-Buch, 20 Euro

  • Buchtipp: Die vierte Gewalt

    30.09.2022/EG

    Richard David Precht, Harald Welzer: Die vierte Gewalt
    Wie Mehrheitsmeinung gemacht wird, auch wenn sie keine ist

    Sachbuch (Demokratie, Medien, Meinung)

    „Was Massenmedien berichten, weicht oft von den Ansichten und Eindrücken großer Teile der Bevölkerung ab – gerade, wenn es um brisante Geschehnisse geht. So entsteht häufig der Eindruck, die Massenmedien in Deutschland seien von der Regierung oder »dem Staat« manipuliert. Aber die heutige Selbstangleichung der Medien hat mit einer gelenkten Manipulation nichts zu tun. Die Massenmedien in Deutschland sind keine Vollzugsorgane staatlicher Meinungsmache. Sie sind die Vollzugsorgane ihrer eigenen Meinungsmache: mit immer stärkerem Hang zum Einseitigen, Simplifizierenden, Moralisierenden, Empörenden und Diffamierenden. Und sie bilden die ganz eigenen Echokammern einer Szene ab, die stets darauf blickt, was der jeweils andere gerade sagt oder schreibt, ängstlich darauf bedacht, bloß davon nicht abzuweichen…“

    Autoren

    Richard David Precht, geboren 1964, ist Philosoph, Publizist und Autor und einer der profiliertesten Intellektuellen im deutschsprachigen Raum. Er ist Honorarprofessor für Philosophie an der Leuphana Universität Lüneburg sowie Honorarprofessor für Philosophie und Ästhetik an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin.

    Harald Welzer ist einer der streitbarsten Intellektuellen in Deutschland. Mit Witz und scharfsinnigen Argumenten engagiert er sich für eine bessere und offene Gesellschaft, für Nachhaltigkeit und Demokratie. Er ist Direktor von FUTURZWEI. Stiftung Zukunftsfähigkeit und Professor für Transformationsdesign an der Universität Flensburg. Daneben lehrt er an der Universität St. Gallen und an der ETH Zürich.

    S. Fischer Verlag, ISBN: 978-3-10-397507-9, Buch, 22 Euro

  • Buchtipp: Zeitenwende

    23.09.2022/EG

    Andrea Komlosy: Zeitenwende
    Corona, Big Data und die kybernetische Zukunft

    Sachbuch (Digitalisierung, Ökonomie, Politik, Recht)

    „Künstliche Intelligenz, Industrie 4.0, New Green Deal, Great Reset und die Messung aller Körperregungen und Gedanken beruhen auf Big Data. Mit den Corona-Gesetzen wurden Home Office und Online-Handel zur Grundlage des Überlebens. Sie dienten der Verhaltenseinübung in neue Kulturtechniken. Medizinische Überwachung, Bewegungskontrolle und biopolitische Konditionierung verwandeln den Körper in ein Interventionsfeld für Datenextraktion, Optimierung und Kontrolle.
    Covid-19 wird an Schrecken verlieren. Die Akzeptanz von Verdatung und Tracking ist jedoch Bestandteil des Alltags geworden…“

    Autorin

    Prof. Dr. Andrea Komlosy lehrt an der Universität Wien Wirtschafts- und Sozialgeschichte.

    Promedia Verlag, ISBN: 978-3-85371-901-5, E-Buch, 19 Euro

  • Buchtipp: Die Schulranzenfrau

    16.09.2022/EG

    Susi Seidl: Die Schulranzenfrau
    Aus dem Tagebuch einer jungen Lehrerin

    Sachbuch (Schule)

    „Wenige Wochen nach Abschluss des Lehramtsstudiums ereilt Susi eine Hiobsbotschaft: Sie muss ihr Referendariat in der oberfränkischen Provinz absolvieren, fernab ihrer geliebten Heimatstadt München. Für Trauerarbeit bleibt kaum Zeit, denn das Ministerium kennt keine Gnade und drängt auf einen raschen Umzug. Nur ihr Tagebuch steht Susi als treuer Begleiter in diesen dunkeln Stunden zur Seite. Hier schildert die junge Lehrerin ihren neuen Alltag und verrät die ungeschönte Wahrheit über ominöse Treueschwüre, technikhassende Dino-Kollegen und pubertierende Mitmenschen im Motivationstief …“

    Autorin

    Susi Seidl, die „Schulranzenfrau“, ist eine junge Englisch- und Italienischlehrerin, ihre Erfahrungen bilden den Kern dieses Buchs. Als Münchner Urgewächs zog es die Autorin nach dem Referendariat an einem fränkischen Provinzgymnasium zurück in die geliebte Heimatstadt. Neben ihrer Lehrtätigkeit betreibt sie den Instragram-Account @schulranzenfrau, wo sie als „Frau mit Klasse und examinierter Meme-Artist“ täglich Tausende mit ihren Posts zum Lachen bringt. Susi Seidl ist ein Pseudonym.

    Lübbe Verlag, ISBN: 978-3-7517-2888-1, E-Buch, 10 Euro