Schlagwort: Buchtipp

  • Buchtipp: Die Schulranzenfrau

    16.09.2022/EG

    Susi Seidl: Die Schulranzenfrau
    Aus dem Tagebuch einer jungen Lehrerin

    Sachbuch (Schule)

    „Wenige Wochen nach Abschluss des Lehramtsstudiums ereilt Susi eine Hiobsbotschaft: Sie muss ihr Referendariat in der oberfränkischen Provinz absolvieren, fernab ihrer geliebten Heimatstadt München. Für Trauerarbeit bleibt kaum Zeit, denn das Ministerium kennt keine Gnade und drängt auf einen raschen Umzug. Nur ihr Tagebuch steht Susi als treuer Begleiter in diesen dunkeln Stunden zur Seite. Hier schildert die junge Lehrerin ihren neuen Alltag und verrät die ungeschönte Wahrheit über ominöse Treueschwüre, technikhassende Dino-Kollegen und pubertierende Mitmenschen im Motivationstief …“

    Autorin

    Susi Seidl, die „Schulranzenfrau“, ist eine junge Englisch- und Italienischlehrerin, ihre Erfahrungen bilden den Kern dieses Buchs. Als Münchner Urgewächs zog es die Autorin nach dem Referendariat an einem fränkischen Provinzgymnasium zurück in die geliebte Heimatstadt. Neben ihrer Lehrtätigkeit betreibt sie den Instragram-Account @schulranzenfrau, wo sie als „Frau mit Klasse und examinierter Meme-Artist“ täglich Tausende mit ihren Posts zum Lachen bringt. Susi Seidl ist ein Pseudonym.

    Lübbe Verlag, ISBN: 978-3-7517-2888-1, E-Buch, 10 Euro

  • Buchtipp: Klassenbeste

    09.09.2022/EG

    Marlen Hobrack: Klassenbeste
    Wie Herkunft unsere Gesellschaft spaltet

    Sachbuch (Gesellschaft, Leben)

    „Die Wäschekörbe waren immer voll – nicht mit Wäsche, sondern mit unbezahlten Rechnungen, die ihre Mutter trotz harter Arbeit nicht pünktlich bezahlen konnte. Wenn Marlen Hobrack an ihre Kindheit in Armut in einem bildungsfernen Haushalt denkt, stellt sie immer wieder fest, wie wenig ihr Aufwachsen mit den Herkunftserzählungen der Mittelschicht gemeinsam hat, zu der sie als erfolgreiche Journalistin zählt. Aber gehört sie als Grenzgängerin zwischen den Klassen wirklich dazu? Als alleinerziehende Ostdeutsche, die mit 19 Mutter wurde?
    Prägnant und erhellend räumt „Klassenbeste“ mit Mittelklassemythen von Chancengleichheit und sozialem Aufstieg auf – und zeigt, dass …“

    Autor

    Marlen Hobrack, Jahrgang 1986, studierte Literatur-, Kultur- und Medienwissenschaften und arbeitete im Anschluss für eine Unternehmensberatung. Seit 2016 schreibt sie hauptberuflich für diverse Zeitungen und Magazine.

    Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-27577-5, E-Buch, 17 Euro

  • Buchtipp: Tiere wie wir

    02.09.2022/EG

    Christine M. Korsgaard: Tiere wie wir
    Warum wir moralische Pflichten gegenüber Tieren haben

    Sachbuch (Moral, Politik, Tiere)

    „Hat das Leben eines Tieres einen anderen Wert als das eines Menschen? Nein, sagt die Harvard-Professorin Christine M. Korsgaard und begründet in ihrem Buch „Tiere wie wir“, warum Tiere nicht getötet oder benutzt werden dürfen. Sie belässt es aber nicht bei der abstrakten Analyse, sondern erörtert an konkreten Beispielen, warum die handelsüblichen Rechtfertigungen von Massentierhaltung und Tierversuchen moralisch unhaltbar sind. Ihr radikales Buch setzt einen neuen Maßstab in der Debatte und gilt als wichtigster Beitrag zur Tierethik seit Peter Singer.
    Christine Korsgaard setzt bei der Grundfrage an, was der Wert eines Lebens ist. In einer klar vorgetragenen, von Kants Moralphilosophie und einer Theorie des Guten nach Aristoteles ausgehenden Argumentation gelangt sie zu weitreichenden Schlussfolgerungen: Menschen sind nicht wichtiger als Tiere, und …“

    Autor

    Christine M. Korsgaard (PhD Harvard, 1981) forscht über die Moralphilosophie und ihre Geschichte, praktische Vernunft, Handlungsfähigkeit, persönliche Identität und Beziehungen zwischen Mensch und Tier. Derzeit schreibt sie ein Buch über das Gute. Professor Korsgaard hat sich 2020 von der Lehre zurückgezogen.

    C. H. Beck Verlag, ISBN: 978-3-40676-546-9, E-Buch, 16 Euro

  • Buchtipp: Die verborgenen Codes der Erben

    19.08.2022/EG

    Hannelore Bublitz: Die verborgenen Codes der Erben
    Über die soziale Magie und das Spiel der Eliten

    Sachbuch (Erbschaft, Ungleichheit, Vermögen, Politik)

    Gesellschaftliche Eliten funktionieren wie quasi-religiöse Zirkel: Glaubenssätze, Komplizenschaft und Korpsgeist bewahren in lautloser Weitergabe ihr Erbe. Die soziale Magie verdeckter Praktiken – unbewusst ins Spiel gebracht – sorgt für die Sicherung ihrer (Macht-)Positionen und das Fortbestehen sozialer Ungleichheit. Hannelore Bublitz deckt diese Automatismen auf, die signifikant von der sozialen Herkunft abhängen und wie eine natürliche Gabe wirken. Sie zeigt, dass man sozialen Aufstieg nicht durch Bildung erlangt, sondern durch Einsätze in einem Spiel, das einen ganzen Schatz an sorgsam gehütetem Wissen voraussetzt – aber im Gewand allen zugänglicher Werte auftritt.

    Autorin

    Hannelore Bublitz (Prof. Dr.), geb. 1947, ist emiritierte Professorin für Soziologie an der Universität Paderborn. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gegenwartsanalysen post- und spätmoderner Gesellschaften und Subjekte, Technologien des Körpers und des Geschlechts sowie Selbsttechnologien.

    Transcript Verlag, ISBN: 978-3-7328-6356-3, E-Buch, 24 Euro

  • Buchtipp: Das gelbe Haus

    05.08.2022/EG

    Sarah M. Broom: Das gelbe Haus

    Memoir (Gesellschaft, Ungleichheit, USA)

    „Ein gelbes Holzhaus in einem vernachlässigten Viertel New Orleans ist jahrzehntelang das Zentrum der Familie Mae Broom – bis Hurrikan Katrina es zerstört. Ein ganzer Stadtteil wird von der Landkarte gespült und mit ihm die Habseligkeiten und Erinnerungen der Familie. Doch Sarah M. Broom widersetzt sich dem Verlust und der Verdrängung. Lebhaft erinnert sie die Scham, die sie mit diesem Ort verband, die Liebe ihrer Familie und ihren stoischen Widerstand gegen die Gewalt der Natur und der amerikanischen Geschichte. Immer tiefer dringt sie in die Biografie eines Ortes und seiner Bewohner vor und deckt dabei die fatalen Ungleichheiten einer ganzen Gesellschaft auf.“

    Autorin

    Sarah M. Broom, 1979 in New Orleans geboren, ist eine amerikanische Journalistin und Schriftstellerin. Sie schreibt regelmäßig für den New Yorker, The New York Times Magazine und O, The Oprah Magazine. Für ihr erstes Buch, das Memoir „Das gelbe Haus“, erhielt sie u.a. den National Book Award for Nonfiction 2019. Sie lebt in New York.

    Hanser Verlag, ISBN: 978-3-446-27358-0, E-Buch, 20 Euro