Schlagwort: Armut

  • Wenn der Lohn in die Armut führt

    26.06.2018/EG

    Oktober 2017: 1,08 Mio. Arbeitnehmer waren – offiziell – auf Sozialhilfe angewiesen / Zahl der Anspruchsberechtigten ist deutlich höher / Mindestlohn wird ab 01.01.2019 auf 9,19 Euro und ab 01.01.2020 auf 9,35 Euro erhöht

    Nach Auswertungen des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) gibt es sechs Studien, die sich mit der Nicht-Inanspruchnahme von Arbeitslosengeld II befassen. Danach liegen die Quoten für nicht in Anspruch genomme ALG-II-Leistungen zwischen 34 und 63 Prozent. bundestag.de

    Heute hat die Mindestlohnkommission ihren Zweiten Beschluss zur Anpassung der Höhe des gesetzlichen Mindestlohns gefasst. Der Beschluss der Mindestlohnkommission sieht einen gesetzlichen Mindestlohn in Höhe von 9,19 Euro (+ 4,0 %) brutto je Zeitstunde mit Wirkung zum 1. Januar 2019 und von 9,35 Euro (+ 1,7 %) brutto je Zeitstunde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 vor. Die Bundesregierung setzt diesen durch eine Rechtsverordnung in Kraft. mindestlohn-kommission.de

    Der aktuelle Mindestlohn in Höhe von 8,84 Euro brutto je Zeitstunde ist seit 01.01.2017 in Kraft. Für das Jahr 2018 fand keine Anpassung statt.

  • Grundbesitz des Bundes

    18.06.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Rund 87.000 Hektar unbebaute Gesamtfläche sind im Besitz der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) / Im Bestand: 883.933 Quadratmeter in Berlin und 613.284 Quadratmeter in München

    „Die BImA verfügt bundesweit über rund 25.700 unbebaute Flurstücke mit einer Gesamtfläche von rund 87.000 ha (ohne Land- und Forstwirtschaftsflächen). Die Flurstücke sind von unterschiedlicher Größe (ab 1 m²) und zudem häufig Bestandteil von größeren Liegenschaften, die ohne diese (z. B. wegen der Erschließung, einzuhaltender Abstandsflächen, vorhandener Außenanlagen bzw. Park- und Stellplätzen) unter Umständen nicht (mehr) nutzbar wären. Sie umfassen dienstlich benötigte wie auch entbehrliche, grundsteuerpflichtige als auch von der Grundsteuer befreite Flurstücke.“ bundestag.de

  • Forschungsergebnis: Regierung begünstigt die (Einfluss-)Reichen

    18.06.2018/EG aus dem Blog von Armin Schäfer, Münster

    Studie von Armin Schäfer (Politikwissenschaftler), Lea Elsässer (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Svenja Hense (wissenschaftliche Mitarbeiterin) über die Unterschiede im Einfluss der Bürger auf Volksvertreter

    „Ein Reihe von empirischen Studien zeigt, dass die Politik in den Vereinigten Staaten zugunsten der sozial Bessergestellten verzerrt ist, weil politische Entscheidungen den Präferenzen der Reichen entsprechen, wohingegen die der Mittelschicht und der Armen weitgehend ignoriert werden. (…)

    Unsere Ergebnisse zeigen einen deutlichen Zusammenhang zwischen politischen Entscheidungen einerseits und den Präferenzen der Einkommensreichen andererseits, aber keinen oder sogar einen negativen Zusammenhang mit denen der Armen. Das Muster ungleicher Repräsentation in Deutschland ähnelt dem der USA, obwohl beide Länder sich institutionell stark unterscheiden.“ ↗mpifg.de

  • Ungleichheit würgt soziale Mobilität ab

    15.06.2018/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris

    OECD-Studie: Deutschland fällt u. a. durch die relativ hohe Zahl der Langzeitarbeitslosen sowie den hohen Anteil der Teilzeitbeschäftigten mit befristeten Verträgen oder zu niedrigen Löhnen auf

    In Deutschland haben 42 Prozent der Söhne von geringverdienenden Vätern selbst einen niedrigen Verdienst. Lediglich neun Prozent schaffen es in die höchste Verdienstgruppe. Elf Prozent der Kinder mit niedrig gebildeten Eltern erreichen einen tertiären Abschluss. Dagegen erreichen 53 Prozent der Kinder aus Familien mit tertiären Abschluss ebenfalls einen tertiären Abschluss.

    Zur Verbesserung der Situation in Deutschland empfiehlt die OECD

    • weitere Investitionen in die ganztägige Kinderbetreuung sowie in die frühkindliche Bildung
    • den Ausbau des Nachmittagsunterrichts an Schulen und die spätere Trennung von Schülern in der mehrgliedrigen Sekundarstufe
    • die Reduzierung der Abgabenquote für Gering- und Mittelverdiener
    • die Erhöhung der Anreize zur Vollbeschäftigung für Zweitverdiener und
    • die Reform der Erbschaftssteuer zur Abmilderung der hohen Vermögenskonzentration.

    Den kompletten Bericht lesen Sie hier ↗oecd.org.

    Zum Thema

    Institut für Weltwirtschaft (IfW): Sozialer Aufstieg ist in Deutschland schwieriger als bislang vermutet

    „In Deutschland hängt der soziale Status einer Person maßgeblich vom sozialen Status der Vorfahren ab. Etwa lassen Bildungsgrad oder Berufsstand der Ur-Großeltern noch auf den ihrer Nachfahren heute in der vierten Generation schließen. Soziale Ungleichheit baut sich also sehr viel langsamer ab als bislang geglaubt. Zu diesem Schluss kommt eine aktuelle Studie unter Beteiligung des IfW.“ ↗ifw-kiel.de

    Was uns die Ungleichheit wirklich kostet ↗werner-vontobel.ch.

  • Rente: Armutsrisiko steigt und …

    11.06.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Armutsrisikoquote der Bevölkerung ab 65 Jahren ist in den Jahren 2006 bis 2016 von 10,4 % auf 14,8 % gestiegen

    Nach Variante 2-A der 13. koordinierten Bevölkerungsvorausberechnung wird sich die Bevölkerung im Alter ab 65 Jahren von rund 17 Millionen im Jahr 2015 auf rund 22 Millionen Personen im Jahr 2030 erhöhen. (…) Im Rentenversicherungsbericht (RVB) 2017 wird in der mittleren Variante der Modellrechnungen davon ausgegangen, dass die gesamtdeutsche Beschäftigung – ausgehend von rund 38 Millionen Personen im Jahr 2017 – bis zum Ende des Vorausberechnungszeitraums im Jahr 2031 auf rund 35,3 Millionen Beschäftigte abnimmt. bundestag.de

    Zum Thema

    Existenzsichernde Stundenlöhne portal-sozialpolitik.de