Schlagwort: Arbeitswelt

  • Leiharbeit: Arbeitsleistung, von der andere profitieren

    28.11.2018/EG
    Quelle: Regensburg-Digital, Regensburg

    Im BMW-Werk Regensburg endete im Oktober das Engagement für rund 1.000 Leiharbeiter

    „Rund 1.000 Beschäftigte haben Ende Oktober mit dem Ende der Nachtschicht im BMW-Werk Regensburg ihre Arbeit verloren. (…). Für die Stammbelegschaft gab es eine Erfolgsprämie, für die Leiharbeiter warme Worte zum Abschied.“ regensburg-digital.de

    Im Werk 6.1 (Regensburg) produziert BMW die Modelle X1, X2, 1er (3- und 5-Türer), 2er Gran Tourer, 4er Cabrio und M4 Cabrio.

    Zum Thema

    Geschäft mit Leiharbeitskräften boomt! pwc.de

    Bundesanstalt für Arbeit vermittelt jeden dritten Job an Zeitarbeitsfirmen bundestag.de (siehe Punkt 2).

  • Staatliche Ausgaben: Investition in Bildung verspricht gute Rendite

    13.11.2018/EG
    Quelle: Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), Berlin

    ZEW-Studie: Staatliche Investitionen in Ausbildung und Studium erhöhen Steuereinnahmen und reduzieren Transferleistungen / Bildungsrenditen durch abgeschlossenes Studium sind rückläufig

    „Nach den Ergebnissen liegt die fiskalische Bildungsrendite pro Auszubildenden bei einer Ausbildungsdauer von vier Jahren und über das Erwerbsleben hinweg bei 20,6%, im Vergleich zu einer Person ohne Berufsausbildung. Im Falle von Personen mit einem Schul- und Hochschulabschluss, erworben im Alter zwischen 17 und 25 Jahren und betrachtet bis zum Alter von 66 Jahren, beträgt die fiskalische Rendite 10,2%, ebenfalls im Vergleich zu einer Person ohne Berufsausbildung. Während die individuellen Bildungsrenditen aus dem Bruttoeinkommen im Mittel bei über 10% liegen, schrumpfen sie nach Abzug von Steuern und Sozialabgaben sowie aufgrund des Transferentzugs auf etwa 6%. Dies verdeutlicht empirisch das Ausmaß signifikanter Interdependenzen zwischen Bildungs-, Steuer- und Sozialpolitik.“

    Die Studie „Fiskalische und individuelle Nettoerträge und Renditen von Bildungsinvestitionen im jungen Erwachsenenalter“ von Friedhelm Pfeiffer and Holger Stichnoth, beide Wirtschaftswissenschaftler des ZEW, lesen Sie hier Link.

  • VDE beklagt Ingenieurlücke, die es nicht gibt?

    13.11.2018/EG
    Quelle: Deutschlandfunk, Berlin

    VDE-Studie: „Deutschland steuert auf riesige Ingenieurlücke zu“ / Karl Brenke, wissenschaftlicher Referent im Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin): „Es gibt keinen Grund über Fachkräftemangel zu klagen“

    „Grundsätzlich sei es schwierig, belastbare Prognosen über den zukünftigen Bedarf an Elektroingenieuren anzustellen, sagte Arbeitsmarkexperte Brenke und widersprach damit Zahlen des Verbands der Elektrotechnik (VDE), der in einer neuen Studie vor der größten Lücke aller Zeiten warnte. Laut VDE würden in den kommenden Jahren in Deutschland 100.000 Ingenieure fehlen.
    Bei den Berechnungen laufe vieles falsch, betonte Brenke nun im Interview mit dem Deutschlandfunk. Gerade bei Elektroingenieuren seien die Klagen über Fachkräftemangel überhaupt nicht berechtigt.“ deutschlandfunk.de

    Die Mitteilung des Verbands der Elektrotechnik (VDE) lesen Sie hier ↗vde.com.

  • Marktdominante Unternehmen hemmen Lohnentwicklung

    12.11.2018/EG
    Quelle: Bertelsmann Stiftung, Gütersloh

    Studie zur Unternehmenskonzentration und Lohnquote in Deutschland

    „Für den Zeitraum zwischen den Jahren 2008 und 2016 wird anhand von Regressionsanalysen gezeigt, dass in Dienstleistungsbranchen eine Zunahme der Unternehmenskonzentration mit einem Rückgang der Lohnquote korreliert: Eine zehnprozentige Erhöhung der Unternehmenskonzentration ist mit einem Rückgang der Lohnquote um etwa ein halbes Prozent verbunden. Die Analyse zeigt weiterhin, dass die Zunahme der Unternehmenskonzentration in den Dienstleistungsbranchen mit einer höheren Produktivität einhergeht und somit in Einklang mit der These von Superstar-Firmen steht. Ferner legen die Ergebnisse nahe, dass die branchenweite Lohnquote umso stärker abnimmt, je digitalisierter eine Branche ist.“ bertelsmann-stiftung.de

    Ergänzende Informationen über die Bertelsmann-Stiftung lobbypedia.de

    Zum Thema

    „Stagnieren die Löhne aufgrund von Unternehmensmacht?“ Ein Beitrag von Christian Bellak und Christian Reiner, beide Wirtschaftswissenschaftler, im awblog der Arbeiterkammer, Wien. awblog.at

  • Erben können Ansprüche eines verstorbenen Arbeitnehmers an ehemaligen Arbeitgeber richten

    06.11.2018/EG
    Quelle: Gerichtshof der Europäischen Union, Luxemburg

    Urteil: Die Erben eines verstorbenen Arbeitnehmers können von dessen ehemaligem Arbeitgeber eine finanzielle Vergütung für den von dem Arbeitnehmer nicht genommenen bezahlten Jahresurlaub verlangen

    Mit seinem Urteil von heute bestätigt der Gerichtshof, dass der Anspruch eines Arbeitnehmers auf bezahlten Jahresurlaub nach dem Unionsrecht nicht mit seinem Tod untergeht. Außerdem können die Erben eines verstorbenen Arbeitnehmers eine finanzielle Vergütung für den von ihm nicht genommenen bezahlten Jahresurlaub verlangen.

    Sofern das nationale Recht eine solche Möglichkeit ausschließt und sich daher als mit dem Unionsrecht unvereinbar erweist, können sich die Erben unmittelbar auf das Unionsrecht berufen, und zwar sowohl gegenüber einem öffentlichen als auch gegenüber einem privaten Arbeitgeber. curia.europa.eu