Schlagwort: Arbeitswelt

  • Der Pakt zur Migration

    14.12.2018/EG
    Quelle: Blog NORBERT HÄRING

    Norbert Häring, Wirtschaftsjournalist, beschreibt wie die Bertelsmann-Stiftung die Willkommenskultur in Deutschland beeinflusst

    „Das Weltwirtschaftsforum hatte mindestens seit 2009 einen Global Agenda Council on Migration, dessen Aufgabe unter anderem war, die Migrationspolitik der Vereinten Nationen im Sinne der Konzerne zu beeinflussen. (…). Die mit der UN assoziierte Internationale Organisation für Migration (IOM) war Teil des Global Agenda Council des Weltwirtschaftsforum. Dieser kam 2013 mit einer Studie heraus mit dem Titel ‘The Business Case for Migration‘ (Warum Migration gut für’s Geschäft ist). (…). Einer der 1000 ‘Partner‘, die das Weltwirtschaftsforum finanzieren, ist Bertelsmann.“ ↗norberthaering.de

    Zum Thema

    Ingo Kramer, Präsident der Arbeitgebervereinigung BDA zur Frage „Schaffen wir das also mit der Integration der Flüchtlinge, wie Kanzlerin Angela Merkel gesagt hat?“:

    „Von mehr als einer Million Menschen, die vor allem seit 2015 nach Deutschland gekommen sind, haben heute bald 400.000 einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz, die große Mehrheit in sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung, und sind damit integriert. Ich bin selbst überrascht, dass das so schnell geht. Doch die Unternehmer machen das schon. Vor allem wir Mittelständler sind doch auf der Suche nach Mitarbeitern.“ ↗arbeitgeber.de

    DIHK Arbeitsmarktreport 2018: Der DIHK möchte die Zuwanderung ausländischer Fachkräfte weiter erleichtern:

    „Die Positivliste zur Zuwanderung von Nicht-EU-Bürgern mit beruflicher Qualifikation sollte um zusätzliche Berufe erweitert werden (u. a. Gastronomie, Logistik).
    Beruflich Qualifizierte sollten auch ohne Jobangebot zur Arbeitsplatzsuche befristet zuwandern können – analog zu Hochschulabsolventen.
    Der administrative Zuwanderungsprozess – von der Beantragung eines Visums im Ausland über die Bearbeitung in der Ausländerbehörde bis zum Start im Unternehmen – sollte auf Effizienzpotenziale hin untersucht werden. Dazu zählt z. B. ein einheitliches Vorgehen in Auslandsvertretungen und Ausländerbehörden hinsichtlich relevanter Formulare und nötiger Antragsdokumente. Lange Wartezeiten auf die Visaerteilung in Auslandsvertretungen können international gefragte Fachkräfte abschrecken.
    Im Ausland sollte noch zielgerichteter bei (künftigen) Fachkräften für das Studieren und Arbeiten in Deutschland informiert und geworben werden. Zudem wäre die Unterstützung inländischer Unternehmen – gerade KMU – bei der Gewinnung von Personal im Ausland sinnvoll.“ dihk.de

  • Daten zum Sozialschutz machen ‘Prioritäten‘ der Regierungen in der EU sichtbar

    12.12.2018/EG
    Quelle: EUROSTAT, Luxemburg

    Ausgaben für den Sozialschutz in der EU: Hohes Engagement in Frankreich, Finnland und Dänemark

    Nach Angaben von EUROSTAT, dem statistischen Amt der Europäischen Union (EU), waren im Jahr 2016 die Ausgaben für den Sozialschutz in Frankreich (34,3 % des BIP), Finnland (32,0 %) und Dänemark (31,6 %) am höchsten, in Litauen (15,4 %), Lettland (15,2 %) und Rumänien (14,6 %) am niedrigsten.
    Die höchsten Anteile am Bruttoinlandsprodukt (BIP) wurden von den Regierungen der Mitgliedsstaaten wie folgt investiert (in Prozent der gesamten Sozialleistungen):

    • Leistungen für Familien und Kinder: Luxemburg (15,4 %), Estland 13,0 %), Polen (12,8 %).
    • Leistungen zur Arbeitslosigkeit: Irland (10,1 %), Belgien (9,1 %), Finnland (8,2 %).
    • Leistungen zur Gesundheitsversorgung, Krankheit, Invalidität: Kroatien (44,3 %), Irland (43,4 %), Deutschland (43,0 %).
    • Leistungen zur Altersabsicherung und Hinterbliebene: Griechenland (65,1 %), Portugal (57,9 %), Italien (57,8 %).
    • Leistungen für Wohnen und soziale Ausgrenzung: Zypern (8,4 %), Dänemark (7,4 %), Vereinigtes Königreich (7,2 %).

    Den kompletten Bericht lesen Sie hier ec.europa.eu.

  • Erbe: Höhere Besteuerung motiviert weiter zu arbeiten

    04.12.2018/EG
    Quelle: VOXEU, London

    Fabian Kindermann, Lukas Mayr und Dominik Sachs (alle Wirtschaftswissenschaftler) untersuchten die Wirkung höherer Erbschaftssteuern auf das Arbeitskraftangebot der Erben

    Kindermann, Mayr und Sachs haben untersucht, wie viel zusätzliche Steuereinnahmen aus dem Arbeitseinkommen von Erben generiert werden können, wenn die Regierung die Erbschaftssteuern erhöht. Ihr Fazit: Die zusätzlichen Lohnsteuerzahlungen von Erben, die sich aus einer Erhöhung der Vermächtnissteuern ergeben, liegen zwischen 8,5 und 10 Prozent. ↗Link

  • Mindestlohn: Wieviel Armut darf es sein?

    30.11.2018/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zum Antrag auf wirksame Kontrollmechanismen und Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes

    „Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt fest, dass es durch den Mindestlohn kaum zu negativen Externalitäten in Bezug auf die Beschäftigung gekommen sei und sich damit die Befürchtungen einiger Ökonomen im Vorfeld der Mindestlohneinführung nicht bestätigt hätten. Insgesamt entsprächen die Befunde nicht dem, was bei einer rein neoklassischen Sicht auf den Arbeitsmarkt zu erwarten gewesen wäre.“ bundestag.de (Seite 8, Auszug zur Anhörung von Sachverständigen)

    IAB

    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit.

    Zum Thema

    IAQ-Report zur Entwicklung des Niedriglohnanteils ↗iaq.uni-due.de

  • Leiharbeit: Arbeitsleistung, von der andere profitieren

    28.11.2018/EG
    Quelle: Regensburg-Digital, Regensburg

    Im BMW-Werk Regensburg endete im Oktober das Engagement für rund 1.000 Leiharbeiter

    „Rund 1.000 Beschäftigte haben Ende Oktober mit dem Ende der Nachtschicht im BMW-Werk Regensburg ihre Arbeit verloren. (…). Für die Stammbelegschaft gab es eine Erfolgsprämie, für die Leiharbeiter warme Worte zum Abschied.“ regensburg-digital.de

    Im Werk 6.1 (Regensburg) produziert BMW die Modelle X1, X2, 1er (3- und 5-Türer), 2er Gran Tourer, 4er Cabrio und M4 Cabrio.

    Zum Thema

    Geschäft mit Leiharbeitskräften boomt! pwc.de

    Bundesanstalt für Arbeit vermittelt jeden dritten Job an Zeitarbeitsfirmen bundestag.de (siehe Punkt 2).