Kategorie: Allgemein

  • Digitalisierung: Von wenigen Akteuren abhängig

    17.11.2021/EG
    Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin

    Wissenschaftler des „ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung“ erarbeiteten im Auftrag des BMWi eine Bestandsaufnahme sowie Handlungsfelder zur digitalen Souveränität Deutschlands

    Die ZEW-Wissenschaftler identifizierten fünf Handlungsfelder:

    1. Abbau von Informationsdefiziten und Sensibilisierung: …
    2. Kontinuierliches Monitoring und Risikoanalyse: …
    3. Stärkung der Technologie- und Datensouveränität: …
    4. Aufbau von digitalen Kompetenzen: …
    5. Agiles und kooperatives Handeln: …

    Die „Schwerpunktstudie Digitale Souveränität“ lesen Sie hier de.digital

  • Radio-Tipp: Legale Ausbeutung

    16.11.2021/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk, München

    Radiofeature von Charly Kowalczyk über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa

    „Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.“ br.de

    Zum Thema

    Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

    Die Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen summierte sich im Jahr 2020, nur auf die überprüften Arbeitgeber bezogen, auf 816 Millionen Euro zuzüglich der Steuerschäden aus Ermittlungsverfahren der Länder. Ergänzende Informationen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung lesen Sie auf Seite 18 der Jahresstatistik 2020 zoll.de.

  • Buchtipp: Wörter machen Leute

    12.11.2021/EG

    Wolf Schneider: Wörter machen Leute
    Magie und Macht der Sprache

    Sachbuch (Denken, Sprache)

    „Die Sprachwissenschaft ist eine schwierige Wissenschaft- bei Wolf Schneider jedoch ist sie in einer Übersicht von höchster Lesbarkeit dargeboten, von Platon über Humboldt und Friedrich Engels bis zu Noam Chomsky. Darüber hinaus untersucht das Buch Bereiche, die von der Sprachwissenschaft vernachlässigt werden: die politische Sprengkraft der Wörter; ihre erstaunliche Rolle als Tröster in der Not und Einsamkeit; und das traurige Spiel, das viele Zeitungen und Fernsehsendungen, amtliche Bekanntmachungen und Lexika mit der Verständlichkeit von Texten treiben. Dies alles prall von Beispielen aus dem Alltag und Belegen aus Geschichte und Literatur, wobei Christian Morgenstern und Heinrich Böll so wenig fehlen wie Hitler und die Psalmen. Ein Lexikon der Sprachwissenschaften ergänzt den Text und liefert das systematische Handbuch als Dreingabe zur fesselnden Lektüre.“

    Autor

    Wolf Schneider, Jahrgang 1925, ist Kolumnist der Neuen Zürcher Zeitung, Ausbilder an fünf Journalistenschulen und Lehrer für lesbares Deutsch in Wirtschaft, Presse und Behörden. 1994 verlieh ihm die Gesellschaft für deutsche Sprache den Medienpreis für Sprachkultur, 2007 die Universität von Salzburg den Titel Honorarprofessor. Schneider war Korrespondent der Süddeutschen Zeitung in Washington, Verlagsleiter des Stern, Chefredakteur der Welt, Moderator der NDR-Talkshow und sechzehn Jahre lang Leiter der renommierten Hamburger Journalistenschule. Er hat 27 Sachbücher verfasst.

    Piper Verlag, ISBN: 978-3-492-20479-8, Buch, 14 Euro

  • Video-Tipp: „Oeconomia“

    08.11.2021/EG
    Quelle: Gemeinschaftssender „3sat“, Mainz

    Dokumentation von Carmen Losmann über den Zusammenhang zwischen Wirtschaftswachstum, Verschuldung und Vermögenskonzentration

    Die Wirtschaft wächst, wenn die Geldmenge wächst. Die Geldmenge wächst, wenn … youtube.de.

  • Buchtipp: Drecksarbeit

    05.11.2021/EG

    Jan Stremmel: Drecksarbeit
    Geschichten aus dem Maschinenraum unseres bequemen Lebens

    Sachbuch (Arbeitswelt, Globalisierung, Konsum, Ökonomie)

    „Im kenianischen Hinterland machen Arbeiterinnen auf einer Rosenfarm Überstunden, weil in Deutschland bald Valentinstag ist. Am Stadtrand von Kalkutta färben Bengalen ohne jede Schutzkleidung Unterhosen für europäische Discounter. Es sind diese Zusammenhänge zwischen unserem Leben im bequemen Europa und der harten Realität in Entwicklungsländern, die Jan Stremmel in zehn dringlichen wie mitreißenden Reportagen schildert. Er zeigt, dass unser Alltag nur möglich ist, weil wir unbequeme Arbeit dorthin ausgelagert haben, dass unser Konsum Teil des Problems ist – und damit auch Teil der Lösung.
    Innerhalb von fünf Jahren war Jan Stremmel in mehr als vierzig Ländern unterwegs. Fernab touristischer Hotspots oder traumhafter Strände besuchte er Orte, an denen die Auswirkungen unserer globalisierten Welt besonders deutlich sind –Textilfabriken in Asien, ausgetrocknete Seen in Kasachstan oder südamerikanische Kaffeeplantagen. Von seinen Eindrücken berichtet Stremmel in packenden, dicht erzählten Reportagen und deckt die Zusammenhänge zwischen unserem bequemen Europa und der harten Realität in den Entwicklungsländern auf. Seine Erzählungen bieten einen ehrlichen Einblick in das Leben als Reporter und lassen uns auch unseren täglichen Konsum überdenken.“

    Autor

    Jan Stremmel, geboren 1985, ist Journalist und Moderator. Stremmel schreibt und dreht u. a. investigative Reportagen über die Gesellschaft. Seine Arbeiten erhielten diverse Auszeichnungen.

    Knesebeck Verlag, ISBN: 978-3-95728-515-7, Buch, 22 Euro