Kategorie: Allgemein

  • Verteilung der Einkommen im Jahr 2013

    28.06.2017/EG aus dem Statistischen Bundesamt (destatis), Wiesbaden

    Das Statistische Bundesamt veröffentlichte heute die Lohn- und Einkommensteuerstatistik 2013: Gesamtbetrag der Einkünfte (GdE): 1,42 Billionen Euro (+ 32,7 % ggü. 2007 / + 13,2 % ggü. 2010)

    Zitat aus dem Bericht: „Der Gini-Koeffizient als Maß der Ungleichheit beträgt bei der festgesetzten Einkommensteuer 0,740 und liegt damit deutlich über dem beim GdE berechneten Wert von 0,533.“ Der Gini-Koeffizient nimmt einen Wert von 0 bei einer gleichmäßigen Verteilung und 1 bei maximaler Ungleichverteilung an.

    Im Jahr 2013 waren die festgesetzte Einkommensteuer sowie die Steuerpflichtigen wie folgt verteilt:

    Einkünfte / Anteil der festgesetzten Einkommensteuer in Prozent / Anteil der Steuerpflichtigen in Prozent

    • bis 15 Tsd. Euro / 0,7 Prozent / 33,2 Prozent
    • 15 bis 30 Tsd. Euro / 7,2 Prozent / 24,3 Prozent
    • 30 bis 50 Tsd. Euro / 18,0 Prozent / 21,9 Prozent
    • 50 bis 100 Tsd. Euro / 31,4 Prozent / 15,9 Prozent
    • 100 bis 375 Tsd. Euro / 20,3 Prozent / 4,5 Prozent
    • über 375 Tsd. Euro / 13,4 Prozent / 0,2 Prozent

    Den kompletten Bericht lesen Sie hier↗destatis.de.

  • ‘Backmischungen‘ bayerischer Großbäcker

    28.06.2017/EG aus der Verbraucherorganisation foodwatch, Berlin

    foodwatch berichtet über ekelerregende Zustände in Großbäckereien, schweigende Behörden und ein bundesweites Problem / Vorbild Dänemark

    „Nach Erscheinen des Berichts „Von Maden und Mäusen“ 2013 blieb foodwatch an dem Thema dran: In den Jahren 2016 und 2017 stellte foodwatch weitere VIG-Anträge zu den acht Großbäckereien. Die Behörden übermittelten foodwatch daraufhin Informationen zu insgesamt 69 Kontrollen in den Produktionsbetrieben der acht Unternehmen zwischen 2013 und 2016. Nur in 20 Fällen wurden foodwatch die vollständigen Kontrollberichte übermittelt. Ein Unternehmen zog vor Gericht, um die Herausgabe von Kontrollberichten aus dem Jahr 2016 zu verhindern. Die Behörden erteilten foodwatch darüber hinaus Informationen zu 30 Proben-Entnahmen bei den acht Unternehmen, zu 27 der 30 Proben übermittelten sie die vollständigen Gutachten.“ Die unappetitlichen Auffälligkeiten lesen Sie hier↗foodwatch.org.

    „Anders ist die Situation in Dänemark. Das Land ist (mehr …)

  • EU: 2,42 Mrd. Euro Geldbuße gegen Google

    27.06.2017/EG aus der Europäischen Kommission, Brüssel

    Google hat seinen eigenen Preisvergleichsdienst systematisch am besten platziert

    Die Europäische Kommission hat eine Geldbuße in Höhe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt, da das Unternehmen gegen das EU-Kartellrecht verstoßen hat. Google hat seine marktbeherrschende Stellung als Suchmaschinenbetreiber missbraucht, indem es einem anderen Google-Produkt – seinem Preisvergleichsdienst – einen unrechtmäßigen Vorteil verschafft hat.

    Google begann diese Ungleichbehandlung der Preisvergleichsdienste zu unterschiedlichen Zeitpunkten:

    • im Januar 2008 in Deutschland und im Vereinigten Königreich,
    • im Oktober 2010 in Frankreich,
    • im Mai 2011 in Italien, den Niederlanden und Spanien,
    • im Februar 2013 in der Tschechischen Republik,
    • im November 2013 in Belgien, Dänemark, Norwegen, Österreich, Polen und Schweden.

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hiereuropa.eu.

  • Rentendebatte: Altersarmut droht jedem fünften Rentner

    26.06.2017/EG

    Armut im Alter – Spätfolgen atypischer Arbeit und niedrigen Löhnen

    „Der Eine hat einen befristeten Vertrag, die Andere arbeitet in Teilzeit, der Nächste ist über eine Leih- oder Zeitarbeitsfirma angestellt – und alle erhalten ein vergleichsweise niedriges Gehalt: Für viele Bürger Realität. Auf Menschen in diesen atypischen Beschäftigungsverhältnissen, auf Personen mit unterbrochenen Erwerbsbiographien und mit geringen Einkommen ist unser Rentensystem nicht ausreichend vorbereitet. Im Untersuchungszeitraum 2015 bis 2036 steigt für verschiedene Gruppen das Risiko, im Alter arm zu werden. Am stärksten betroffen sind alleinstehende Frauen, Niedrigqualifizierte und Langzeitarbeitslose. Das zeigt unsere neue Studie und macht klar: Die meisten der aktuellen Rentenreformvorschläge können die steigende Altersarmut nicht stoppen, da sie nicht genau auf die besonders bedrohten Menschen und den Niedriglohnsektor eingehen.“ bertelsmann-stiftung.de

    Stefan Sell, Sozialwissenschaftler: „Der nach Gerhard Schröder „beste Niedriglohnsektor“, der in Europa geschaffen wurde, betrifft mehr als jeden fünften Arbeitnehmer in Deutschland“ aktuelle-sozialpolitik.blogspot.de

    Helga Spindler, Rechtswissenschaftlerin: „Hartz IV war eine geheime Staatsaktion des Bundesarbeitsministeriums und des Bundeskanzleramts, gelenkt durch die Bertelsmann Stiftung.“ guenther-hartmann.de

    Die verantwortlichen Regierungskoalitionen der richtungsweisenden Legislaturperioden:

    1998 bis 2005: SPD und Bündnis 90/Die Grünen
    2005 bis 2009: CDU/CSU und SPD
    2009 bis 2013: CDU/CSU und FDP
    seit 2013: CDU/CSU und SPD

  • Bürger wünschen sich sozialen Zusammenhalt

    25.06.2017/EG aus dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    WZB-Vermächtnisstudie: Sozialer Zusammenhalt ist für 81 Prozent wichtig

    „Was bleibt über den sozialen Zusammenhalt und die Solidarität in Deutschland zu sagen?
    Sie sind den allermeisten Menschen enorm wichtig. Natürlich muss auch Leistung zählen. Das Leistungsprinzip muss jedoch eine klare Deckelung nach oben und unten erfahren. Soziale Gerechtigkeit ist die Voraussetzung für den Zusammenhalt. Außerdem gilt: wer krank ist oder im hohen Alter muss in jedem Fall auf den Sozialstaat zählen können.“ wzb.eu