Kategorie: Allgemein

  • Markt, Globalisierung und andere ‘Götter‘

    30.01.2018/EG

    Walter Otto Ötsch, Wirtschaftswissenschaftler und Kulturhistoriker, über den Fundamentalismus in der Ökonomik

    „Wenn es um wirtschaftliche Erfolge geht (unser hoher Lebensstandard, der Rückgang der weltweiten Armut), dann sind sie der Realität des Marktes geschuldet.
    Wenn es um Probleme der Wirtschaft geht (wie die Finanzkrise 2008, die zunehmende Ungleichheit der Vermögen oder die ökologische Krise), dann kann die Ursache niemals der Markt sein, sondern nur sein Fehlen (z.B. ein Staatsversagen oder die falschen Deregulierungen) – und die Fahne wird dann für den Markt in seinen anderen Bedeutungen hochgehalten.
    In dieser Rhetorik manifestiert sich ein Glaubenssystem, das sich von der Wirklichkeit so weit entfernt hat, dass es durch keinen empirischen Tatbestand mehr infrage gestellt werden kann.“ ↗awblog.at

    „Die zentrale Denkfigur der Ökonomik ist die Behauptung der Existenz „des Marktes“ in der Einzahl, ein personifiziertes Etwas (dem „wir“ zu gehorchen hätten) und das wie ein göttliches Wesen über uns schwebt, eine Überfülle von Wissen enthält (Hayek spricht von einer „Übervernunft “) und gegen das „die Politik“ (d.h. jene, die an „den Markt“ glaubt) vorgibt, nichts unternehmen zu können. Angela Merkel will eine „marktkonforme Demokratie“: die Demokratie kann und darf sich nach ihrer Vorstellung nur im Rahmen „des Marktes“ abspielen. Viele Ökonomen unterstützen sie dabei, weil sie selbst an „den Markt“ und seine „Gesetze“ glauben. (Vor einem halben Jahr haben vier Mitglieder des Sachverständigenrats ihrem Kollegen Peter Bofinger gegenüber eine „Liebe von Ökonomen zum Markt“ propagiert: deutlicher kann man einen solchen Glauben nicht zum Ausdruck bringen.)“ ↗agora42.de

  • Medien: „Tagesschau“ manipuliert Nachrichten?

    30.01.2018/EG

    „Tagesschau“ verstärkt Buhrufe gegen den US-Präsidenten Donald J. Trump

    Die „Tagesschau“ hat in ihren Social-Media-Kanälen einen O-Ton-Ausschnitt zu Donald Trumps Auftritt auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos Buhrufe aus dem Publikum hörbarer gemischt. Kai Gniffke, Chefredakteur von ARD-aktuell und somit verantwortlich für Inhalte der Sendungen „Tagesschau“, „Tagesthemen“ und „Nachtmagazin“, spricht von „journalistischer Präzision“. ↗meedia.de

  • Neuregelungen im Februar 2018

    30.01.2018/EG

    Im Februar 2018 treten neue Regelungen zum Schutz von Frauen vor Gewalt, zur Sicherung von sauberen Trinkwasser sowie zum Verbot von Zinkoxid in Kosmetika in Kraft. ↗bundesregierung.de.

  • Video-Tipp: Der Wohlstandsreport

    29.01.2018/EG

    Dokumentation (44 Min.) des Fernsehsender ARD über Armut und Reichtum in Deutschland

    „Nicht alle haben in Deutschland die gleichen Chancen, sich ein Leben im Wohlstand zu erarbeiten. Die Zahl der Millionäre steigt, der Abstand der oberen 40 Prozent zu den unteren 40 Prozent wird immer größer. Die Reportage erkundet Ursachen.“ ↗daserste.de

    Die Regierungsverantwortung seit der Wiedervereinigung (03.10.1990) im Rückblick:

    • 2013 bis 2017 CDU/CSU und SPD
    • 2009 bis 2013 CDU/CSU und FDP
    • 2005 bis 2009 CDU/CSU und SPD
    • 1998 bis 2005 SPD und Bündnis90/Die Grünen
    • 1982 bis 1998 CDU/CSU und FDP
  • Verbraucherschutz: EuGH schützt Facebook vor Sammelklagen

    26.01.2018/EG

    Gerichtshof der Europäischen Union (EuGH): Herr Schrems kann wegen eigener Ansprüche in Österreich Klage gegen Facebook Ireland erheben

    „Eine internationale Sammelklage nach österreichischer Prägung ist unzulässig. Das entschied der Europäische Gerichtshof (EuGH). Der Aktivist Maximilian Schrems hatte Verbrauchern auch aus dem europäischen Ausland die Möglichkeit geben wollen, sich an einer österreichischen Sammelklage zu beteiligen. Eine Praxis, die weitreichenden Schadensersatzklagen nicht zuletzt mit Bezug zum Datenschutz den Weg bereitet hätte (Az. C-498/16).“ ↗juve.de

    Das Urteil lesen Sie hier ↗curia.europa.eu