Kategorie: Allgemein

  • Erbschaften fördern Ungleichheit

    24.09.2018/EG aus dem Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB), Berlin

    Anselm Rink, Politikwissenschaftler, über die Auswirkungen historischer Erbsitten bis heute

    Soziale Gleichheit ist auch das Ergebnis historischer Erbpraktiken. Deutsche Gemeinden, in denen innerhalb von Familien gerecht vererbt wurde, sind bis heute sozial ausgewogener. Umgekehrt gilt: Wenn Männer oder Erstgeborene das Erbe allein antraten, verstärkt das die soziale Ungleichheit. ↗wzb.eu

  • Bundesregierung lobt Steuersystem

    21.09.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Bundesregierung bewertet Steuer-, Abgaben- und Transfersystem als „leistungsfähig und fair“

    „Aus Sicht der Bundesregierung verfügt Deutschland insgesamt über ein leistungsfähiges und faires Steuer-, Abgaben- und Transfersystem, das den sozialen Zusammenhalt stärkt und zugleich ausreichende Leistungsanreize sichert. Den Steuern und Abgaben stehen ein für ein hochentwickeltes Industrieland angemessenes Niveau an öffentlichen Leistungen und ein gut ausgebautes soziales Sicherungssystem gegenüber. Gleichzeitig setzt die Bundesregierung auf gezielte, anreizstärkende Optimierungen der Transfersysteme und wachstumsfreundliche, gerechte Steuer- und Abgabensenkungen.“ ↗bundestag.de (Punkt 5)

    Zum Thema

    Rente: Anteil der ruhend gestellten Riester-Verträge wird aktuell auf rund 20 Prozent geschätzt ↗bundestag.de

    Kinderarmut: Nicht einmal 15 Prozent der 6- bis unter 15-Jährigen profitieren von Teilhabeleistungen ↗der-paritaetische.de

    Ungleichheit: „Die oberen Einkommensschichten tragen den Großteil der Steuerlast“ ↗steuermythen.de

    Reichtum: Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende 2017 fast 5,9 Billionen Euro (+ 5 % gegenüber 2016) ↗bundesbank.de

    Parteienfinanzierung: Beispiele privilegierter Finanzierungsformen von Parteien ↗zweitlese.de

    Steuervermeidung: Mangelhafte Gesetze ermöglichen ‘legale‘ Steuervermeidung ↗zweitlese.de

  • Buchtipp: Bullshit – Jobs

    21.09.2018/EG

    David Graeber: Bullshit – Jobs
    Vom wahren Sinn der Arbeit

    Sachbuch (Arbeitswelt, Gesellschaft, Wirtschaft)

    Im Jahr 1930 sagte der britische Ökonom John Maynard Keynes voraus, dass durch den technischen Fortschritt heute niemand mehr als 15 Stunden pro Woche arbeiten müsse. Fast ein Jahrhundert danach stellt David Graeber fest, dass die Gegenwart anders aussieht: Die durchschnittliche Arbeitszeit ist gestiegen und immer mehr Menschen üben Tätigkeiten aus, die unproduktiv und daher eigentlich überflüssig sind – als Immobilienmakler, Investmentbanker oder Unternehmensberater. Es sind Jobs, die keinen sinnvollen gesellschaftlichen Beitrag leisten. Es sind Bullshit-Jobs. Warum bezahlt eine Ökonomie solche Tätigkeiten, die sie nicht braucht? Wie ist es zu dieser Entwicklung gekommen? Und was können wir dagegen tun? David Graeber, einer der radikalsten politischen Denker unserer Zeit, geht diesem Phänomen auf den Grund. Ein packendes Plädoyer gegen die Ausweitung sinnloser Arbeit, die die moralischen Grundfesten unserer Gesellschaft ins Wanken bringt. (mehr …)

  • 970. Sitzung des Bundesrates

    21.09.2018/EG aus dem Bundesrat, Berlin

    Heute im Bundesrat: über 100 Vorlagen

    Die Mitglieder der Länderkammer befassen sich heute u. a. mit einer steuerfreien Risikoausgleichsrücklage für Landwirte, Anspruch auf Preisminderung oder Schadenersatz bei nicht realisierbarer Breitband-Geschwindigkeit, der Hardware-Nachrüstung statt Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, staatliche finanzierte Arbeit für Langzeitarbeitslose, der Ausbildung von Pflegefachkräften, … ↗bundesrat.de

  • Finanzkrise 2008/2009: Zwischenbilanz der Bankenrettung

    20.09.2018/EG aus dem Deutschen Bundestag, Berlin

    Rettung privater Banken in Deutschland kostete bisher, nach Angaben der Bundesregierung, rund 30 Milliarden Euro

    Der nicht gedeckte Fehlbetrag der Finanzmarktstabilisierungsanstalt belief sich am Ende des Jahres 2017 auf 21 Milliarden Euro. Ein weiterer Fehlbetrag in Höhe von 9,3 Milliarden Euro errechnet sich aus den Stützungsmaßnahmen für die Deutsche Industriebank (IKB). Nach Angaben der Bundesregierung sind die Rettungsmaßnahmen zugunsten der Commerzbank, der Hypo Estate Holding sowie der früheren WestLB noch nicht beendet. ↗bundestag.de

    Zum Thema oder was die Finanzkrise (Bankenkrise) mit dem Mieterschutz zu tun hat

    Alexander König (CSU), Ausschussvorsitzender des 4. Untersuchungsausschusses zur Aufklärung der Umstände des Verkaufs der Gemeinnützigen Bayerischen Wohnungsgesellschaft (GBW) aus dem Bestand der der Bayerische Landesbank, am 18. September 2018: „Eine Übernahme durch den Freistaat hätte ein neues Beihilfeverfahren mit unkalkulierbaren Folgen für die damals angeschlagene Landesbank zur Folge gehabt.“ ↗bayern.landtag.de

    Im April 2013 verkaufte die Bayerische Landesbank 91,93 Prozent der GBW AG (etwa 32.000 Wohnungen mit rund 80.000 Mieter in München, Nürnberg, Erlangen, Dingolfing, Aschaffenburg, Miltenberg und Puchheim) an das Bieterkonsortium der Patrizia Immobilien AG und Partner (etwa 25 Investoren) für rund 2,45 Milliarden Euro. Der durchschnittliche Kaufpreis je Wohnung betrug rund 77.000 Euro. Die Kursentwicklung der Patrizia-Aktie in den vergangenen fünf Jahren sehen sie hier ↗patrizia.ag.

    „Die Akte GBW“ ↗br.de.