Kategorie: Allgemein

  • Video-Tipp: „Türsteher Europas“

    16.08.2018/EG aus dem Zweiten Deutschen Fernsehen (ZDF), Mainz

    Dokumentation von Jan M. Schäfer und Simone Schlindwein über europäische ‘Außengrenzen‘ auf dem afrikanischen Kontinent

    „Profiteur dieser Politik ist die Rüstungsindustrie. Die EU bildet afrikanische Sicherheitsbehörden aus und liefert Material. In 12 Ländern haben die Autoren der Dokumentation erkundet, wie Europa seine Außengrenzen in den afrikanischen Kontinent verschiebt.

    Bei den Deals hat die EU klare Ziele: Entwicklungshilfe gegen Flüchtlingsstopp. Mehr als acht Milliarden Euro investiert die EU in den kommenden Jahren. Wer beim Kampf gegen Migration als Türsteher der EU agiert bekommt Geld.“ zdf.de

  • EU: Handel unter Ungleichen

    16.08.2018/EG aus dem statistischen Amt der Europäischen Union ’Eurostat‘, Luxemburg

    Handelsbilanz der EU-Staaten Januar bis Juni 2018: Deutschlands Exportüberschuss beträgt 124,2 Mrd. Euro (+ 0,1 % gegenüber 2017)

    Deutschlands Exportanteil (664,8 Mrd. Euro) an den Ausfuhren

    • aller 28 EU-Mitgliedsländer (2.721,4 Mrd. Euro) liegt bei 24,4 Prozent und
    • aller 19 Euro-Länder (2.105,1 Mrd. Euro) liegt bei 31,6 %.

    18 von 28 EU-Staaten (64,3 %) melden Defizite sowie 12 von 19 Euro-Staaten (63,1 %) melden Defizite.

    Die komplette Mitteilung lesen Sie hier europa.eu.

    Zum Thema

    „Der Welthandel ist ein Nullsummenspiel, bei dem die Überschüsse des einen die Defizite des anderen sind.“makronom.de

    „Ungesunder Überschuss“↗boeckler.de

    „Das süße Gift der Exportüberschüsse“makronom.de

    IMK-Report zur Rolle der Nominallöhne für die Handels- und Leistungsbilanzüberschüsse boeckler.de

  • Arbeitsmarkt: Hoher Anteil niedriger Löhne trotz Wirschaftswachstum

    14.08.2018/EG aus dem Blog MAKROSKOP, Wiesbaden

    Markus Krüsemann, Soziologe, über den abgehängten Teil des hochgejubelten Arbeitsmarktes

    Nach Jahren des zum Teil freiwilligen Verzichts auf größere Lohnsteigerungen (Bündnis für Arbeit) bemühen sich die großen Gewerkschaften zwar, für die Beschäftigten in den unteren Lohngruppen vergleichsweise höhere Gehaltssteigerungen durchzusetzen, doch bleibt dieser Effekt aufgrund ihrer geschwundenen Verhandlungsmacht sehr begrenzt. Verschärft wird die Lage durch die anhaltende Tarifflucht von Unternehmen, die zudem mit Strategien des Outsourcings gleich zwei entscheidende Hebel zur Durchsetzung von Niedriglöhnen in der Hand haben. ↗makroskop.eu

    Zum Thema

    Dokumentation von ARTE über erfolgreiche Unternehmen, motivierte Mitarbeiter und faire Löhne

    „Die Mondragón Corporación Cooperativa ist mit rund 74.000 Mitarbeitern das siebtgrößte Unternehmen in Spanien. Trotz der Größe des Konzerns hat sich Mondragón die Menschlichkeit auf die Fahnen geschrieben. Noch nie wurde ein Mitarbeiter aus wirtschaftlichen Gründen entlassen. Und ein Manager verdient höchstens das Sechsfache eines einfachen Arbeiters.“ arte.tv/youtube.de

  • Studie: Früher Kindergartenbesuch ohne Einfluss auf Entwicklung

    10.08.2018/EG aus dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) der Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

    These ‘Früher Kindergartenbesuch verbessert die Entwicklungschancen‘ ist nach der aktuellen Studie der Universität Erlangen-Nürnberg und des IAB nicht haltbar

    „Der hier zusammengefassten Studie zufolge lässt sich nicht nachweisen, dass sich ein früherer Kindergartenbesuch im Durchschnitt auf die Entwicklung von Kindern auswirkt – zumindest dann nicht, wenn der zeitliche Unterschied für den Eintritt in den Kindergarten bei knapp dreijährigen Kindern fünf Monate nicht überschreitet.

    Dies gilt für kognitive Fähigkeiten, wie sie etwa in Sprach- oder Mathematiktests erhoben werden, ebenso wie für nicht kognitive Fähigkeiten wie Verlässlichkeit oder Verträglichkeit mit anderen Kindern. Dabei ist schon im Alter von sechs Jahren kein Effekt eines früheren Kindergartenbesuchs festzustellen. Dies gilt auch für Kinder aus sozial schwächeren Haushalten.“ iab-forum.de

    Zum Thema

    Wie das Hirn lernt erklärt Gerald Hüther, Neurologe, im Gespräch mit Ken Jebsen hier youtube.com und hier ↗kenfm.de.

  • Buchtipp: Das Buch der Begegnungen

    10.08.2018/EG

    Alexander von Humboldt: Das Buch der Begegnungen
    Menschen, Kulturen, Geschichten.

    Aus den amerikanischen Reisetagebüchern

    Sachbuch (USA-Reise 1799 bis 1804)

    Wagemut und Wissbegier, ein feines Beobachtungs- und Differenzierungsvermögen und vor allem die unbändige Lust an immer neuen Begegnungen machten Alexander von Humboldt vor 200 Jahren zu einem epochalen Weltentdecker. «Das Buch der Begegnungen», das die emphatischsten Zeugnisse aus den «Amerikanischen Reisetagebüchern» versammelt, zeigt einen warmherzigen Menschen ohne Berührungsängste. Auf seiner Reise in die amerikanischen Tropen von 1799 bis 1804 hielt der preußische Kosmopolit eine Vielzahl exotischer Physiognomien fest und sah die Welt, wie sie vor ihm noch keiner gesehen hatte. Als einer der ersten Europäer überhaupt kritisierte er Kolonialismus, Sklavenhandel und christlichen Bekehrungseifer. Dagegen betonte er die Würde und den kulturellen Reichtum vermeintlich primitiver Völker. Überzeugt davon, dass es keine unterlegenen oder gar minderwertigen Ethnien gebe, war er seinen Zeitgenossen weit voraus. Und selbst im 21. Jahrhundert kommt Alexander von Humboldt als Anwalt einer universellen Humanität wie gerufen. (mehr …)