Schlagwort: Waffen

  • Migration: Flucht und Vertreibung haben im letzten Jahrzehnt zugenommen

    20.05.2021/EG
    Quelle: Fachkommission Fluchtursachen der Bundesregierung, Berlin

    Motive sind u. a. Gewalt, Umweltzerstörung, demografischer Druck sowie Perspektivlosigkeit

    Auszug: „Die seit Jahren steigenden Flüchtlingszahlen verdeutlichen, dass die internationale Gemeinschaft mehr in die Minderung von Fluchtursachen investieren muss. Die Zahl der Flüchtlinge, die unter das Mandat des Hochkommissars für Flüchtlinge der Vereinten Nationen (UNHCR) fallen oder von Staaten anerkannt wurden, hat sich zwischen 2010 und 2019 von 10,5 auf 20,4 Millionen Menschen nahezu verdoppelt. Dieser Anstieg geht vornehmlich auf einige wenige Krisen-herde zurück (Syrien, Südsudan, Myanmar, Venezuela). Dazu kommen lang anhaltende Konflikte wie in Afghanistan. Darüber hinaus ist die Zahl der Binnenvertriebenen, die vor Konflikten innerhalb ihres Landes Zuflucht suchen, von 2010 bis 2019 von 24,9 auf 45,7 Millionen Menschen deutlich gestiegen. Hinzu kommt eine schwer zu schätzende Zahl an Menschen, die aufgrund von Naturkatastrophen ihr Zuhause verlassen müssen.“
    Den Bericht lesen Sie hier fachkommission-fluchtursachen.de

    Zum Thema

    Ergänzende Information lesen Sie hier mediendienst-integration.de.

  • Waffen: Deutschland ist einer der führenden Exporteure

    16.03.2021/EG
    Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

    USA, Frankreich und Deutschland profitierten von den rückläufigen russischen und chinesischen Waffenexporten

    „Erhebliche Zuwächse bei den Transfers von drei der fünf größten Waffenexporteure – den USA, Frankreich und Deutschland – wurden weitgehend durch rückläufige russische und chinesische Waffenexporte ausgeglichen. Die Waffenimporte aus dem Nahen Osten stiegen in diesem Zeitraum um 25 Prozent, vor allem angetrieben durch Saudi-Arabien (+61 Prozent), Ägypten (+136 Prozent) und Katar (+361 Prozent), so die neuen Daten zu globalen Waffentransfers, die heute vom Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI) veröffentlicht wurden.“
    […].
    „Deutschland steigerte seine Exporte von Großwaffen zwischen 2011-15 und 2016-20 um 21 Prozent und hatte einen Anteil von 5,5 Prozent am weltweiten Gesamtvolumen. Die wichtigsten Märkte für deutsche Waffenexporte waren Südkorea, Algerien und Ägypten.“

    Den Bericht lesen Sie hier sipri.org.

  • Einordnung des Konfliktes um Bergkarabach

    05.11.2020/EG
    Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages, Berlin

    Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan: Aserbaidschan völkerrechtlich in stärkerer Position

    „Die Ursprünge des gerade wieder aufflammenden Konfliktes um Bergkarabach (in Anlehnung an das Russische auch Nagorny-Karabach) sind divers, können aber hauptsächlich auf die späte Bildung von Nationalstaaten nach Ende des Osmanischen Reiches und des Zarenreiches zurückgeführt werden. Das Gebiet Bergkarabach, eine ethnische Exklave in Aserbaidschan, war schon seit dem Mittelalter mehrheitlich von christlichen Armeniern bewohnt, umfasste aber seit alters her auch die Weidegründe muslimischer aserbaidschanischer Hirten. Seit den 1890er Jahren, also schon vor Ende des Zarenreiches, war es im Südkaukasus öfter zu kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen den bei den Ethnien gekommen…“ bundestag.de

  • Ein Blick nach Armenien und Aserbaidschan

    06.10.2020/EG
    Quelle: Völkerrechtsblog, Heidelberg

    Hans-Joachim Heintze, Professor für Völkerrecht am Institut für Friedenssicherungsrecht und Humanitäres Völkerrecht (IFHV) der Ruhr-Universität Bochum, mit einer rechtlichen Einordnung der „Republik“ Bergkarabach

    „Der Konflikt hat seinen Hintergrund in der sowjetischen Nationalitätenpolitik Stalins. Dieser entschied in den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts, das vorrangig von Armeniern besiedelte Gebiet Bergkarabach inmitten Aserbaidschans der Aserbaidschanischen SSR zuzuschlagen, ohne die Bevölkerung zu fragen. In den Wirren der Auflösung der UdSSR brach der Konflikt mit völkermordartigen Exzessen wieder auf und es kam zu einem blutigen Krieg zwischen den beiden Staaten Armenien und Aserbaidschan. Die Auseinandersetzung brachte eine ethnische Säuberung durch die praktisch vollständige Vertreibung der aserbaidschanischen Einwohner (25 %) Bergkarabachs und die Ausrufung des eigenständigen „Staates“ Bergkarabach mit sich…“ voelkerrechtsblog.org

    Zum Thema

    Ergänzende Informationen zum Konfliktherd „Bergkarabach“ sehen im Erklärvideo (4 Min.) von arte ↗arte.tv.

  • Ein Blick nach Syrien

    25.07.2020/EG
    Quelle: Michael Lüders, Berlin

    Michael Lüders, Politikberater, Publizist und Autor, berichtet über die (geo)politische Situation in Syrien

    Den Video-Podcast (28 Min.) sehen Sie hier michael-lueders.de.

    Flucht und Asyl: Woher die Antragsteller kommen, lesen Sie hier mediendienst-integration.de.