Schlagwort: Steuer

  • Römisch-Katholisches System schützt Schwache nicht?

    21.01.2022/EG
    Quelle: Westpfahl Spilker Wastl, München

    Das Gutachten „Sexuellem Missbrauch Minderjähriger und erwachsener Schutzbefohlener durch Kleriker sowie hauptamtlich Bediensteter im Bereich der Erzdiözese München und Freising von 1945 – 2019“ im Auftrag der Erzdiözese München und Freising:

    Auszug, Seite 14: „Den verfehlten Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs haben verschiedene systemische Defizite begünstigt, wenn nicht erst sogar ermöglicht.
    Zu nennen ist hier zunächst der Klerikalismus, der zumindest einen adäquaten Umgang mit Fällen sexuellen Missbrauchs verhindert hat. Eng verbunden damit ist die systemisch bedingte Angst und Hilflosigkeit im Umgang mit die Institution Kirche betreffenden Skandalen, die zu einem geradezu paranoiden Verhalten im Hinblick auf die eigentlich gebotene Transparenz im Interesse des aus subjektiver Sicht über allem stehenden – vermeintlichen – Schutzes der Institution führt…“

    Das Gutachten lesen Sie hier westpfahl-spilker.de.

    Zum Thema

    Unabhängige Ansprechpersonen für die Prüfung von Verdachtsfällen finden Sie hier ↗erzbistum-muenchen.de.

    Im Jahr 2019 unterstützte der Freistaat Bayern die evangelische Kirche in Höhe von 24,8 Millionen Euro und die katholische Kirche in Höhe von 74,3 Millionen Euro. humanistische-union.de

    Einen Beitrag im Deutschlandfunk hören und lesen Sie hier deutschlandfunk.de.

  • COVID-19: Investition in Aufklärung und Motivation

    18.01.2022/EG
    Quelle: Bundestag, Berlin

    Für die Impfkampagne 2021 tätigte die (alte) Bundesregierung Ausgaben in Höhe von 286 Millionen Euro

    „Für die Informations- und Aufklärungsarbeit zur Bekämpfung des Coronavirus und für die Corona-Schutzimpfung standen im Haushaltsjahr 2021 Mittel in Höhe von 295.361.640,00 Euro (295.000.000,00 Euro im Einzelplan 15 sowie 361.640,00 Euro im Einzelplan 04) zur Verfügung. Die Gesamtsumme der geleisteten Ausgaben beträgt 286.096.965,93 Euro (Stand: 31. Dezember 2021). Diese Ausgaben beinhalten nicht nur die Kommunikation zur Corona-Schutzimpfung, sondern auch die allgemeinen Informationen zum Coronavirus (z. B. zur Delta-Variante, zu den Corona-Tests – Selbsttest, Antigen-Test und PCR-Test – sowie zu den Corona-Regelungen, z. B. Regelungen für Reiserückkehrer)…“
    Die Drucksache lesen Sie hier bundestag.de.

    Zum Thema

    Eine Übersicht zum Infektionsgeschehen sehen Sie hier experience.arcgis.com.
    Die Situationsberichte sehen Sie hier rki.de.
    Die Krankenhausbelastung sehen Sie hier intensivregister.de.

  • Geldvermögen privater Haushalte erreicht 7,4 Billionen Euro

    15.01.2022/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland steigt im dritten Quartal 2021 auf 7.399 Milliarden Euro, eine Vermehrung in Höhe 9,3 Prozent gegenüber dem Vorjahreswert

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im dritten Quartal 2021, auf 7,4 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 630 Milliarden Euro bzw. 9,3 Prozent. bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.

    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

    Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
    „Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Einkommen: Abgabenlast für hohe Einkommen stark gesunken

    04.12.2021/EG
    Quelle: ifo Institut – Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München

    Ein Team um Andreas Peichl, Wirtschaftswissenschaftler an der Ludwig-Maximilians-Universität München untersuchte die effektive Belastung von Erwerbseinkommen unterschiedlicher Haushaltstypen seit 1986

    Fazit, Seite 27, Auszug: „Insgesamt wurden über den betrachteten Zeitraum hinweg sowohl niedrige, mittlere als auch hohe Einkommen erheblich entlastet. Niedrigen Einkommen kamen besonders die vom Bundesverfassungsbericht angewiesene Erhöhung des Grundfreibetrags und die Einführung von Midijobs entgegen. Mittlere Einkommen profitierten speziell von der Teilabschaffung des Solidaritätszuschlags. Für beide Einkommensbereiche brachte auch der Wechsel hin zu einem linearprogressiven Tarif eine erhebliche Entlastung. Hohen Einkommen kam insbesondere die Verringerung des Spitzensteuersatzes von 56% auf 42% zugute. Die nur moderaten Erhöhungen der Sozialversicherungsbeiträge in diesem Zeitraum wirken diesem Trend kaum entgegen. Dennoch sorgen diese höheren Sozialversicherungsbeiträge für ein weniger progressives Steuersystem, da sie Geringverdiener stärker belasten als Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenzen.“

    Die Studie lesen Sie hier ifo.de.

  • Radio-Tipp: Legale Ausbeutung

    16.11.2021/EG
    Quelle: Bayerischer Rundfunk, München

    Radiofeature von Charly Kowalczyk über Deutschlands unsichtbare Arbeitssklaven aus Osteuropa

    „Hunderttausende Menschen aus Bulgarien, Rumänien und Polen sind nach Deutschland gekommen, um der Armut ihrer Heimatländer zu entfliehen. Das deutsche Arbeitsrecht erlaubt Unternehmen und skrupellosen Netzwerken, sie dennoch auszubeuten.“ br.de

    Zum Thema

    Schwarzarbeit und illegale Beschäftigung

    Die Schadenssumme im Rahmen der straf- und bußgeldrechtlichen Ermittlungen summierte sich im Jahr 2020, nur auf die überprüften Arbeitgeber bezogen, auf 816 Millionen Euro zuzüglich der Steuerschäden aus Ermittlungsverfahren der Länder. Ergänzende Informationen zur Bekämpfung der Schwarzarbeit und der illegalen Beschäftigung lesen Sie auf Seite 18 der Jahresstatistik 2020 zoll.de.