Schlagwort: Steuer

  • Buchtipp: Geld oder Leben

    13.05.2022/EG

    Marcel Fratzscher: Geld oder Leben
    Wie unser irrationales Verhältnis zum Geld die Gesellschaft spaltet

    Sachbuch (Armut, Gesellschaft, Politik, Steuer, Ungleichheit, Vermögen, Wirtschaft)

    „Kaum ein Thema wird hierzulande so emotional diskutiert wie die Frage um Geld und Schulden. Die Deutschen sind Sparweltmeister, viele haben Angst vor Inflation und Verschuldung.

    In einer fundierten Analyse deckt Marcel Fratzscher auf, warum wir uns oft täuschen, wenn es ums Geld geht. Er räumt auf mit lang tradierten Mythen, die unseren Umgang mit Geld, häufig unbewusst, prägen. Höchste Zeit, denn unser irrationales Verhältnis zum Geld spaltet die Gesellschaft – wirtschaftlich und sozial. Und es führt zu einer rasant wachsenden Ungleichheit.“

    Autor

    Der Autor, Kolumnist und Wirtschaftswissenschaftler Marcel Fratzscher ist Präsident des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) und Professor für Makroökonomie an der Humboldt-Universität zu Berlin. Er ist Mitglied des High-level Advisory Board der Vereinten Nationen zu den Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs), Mitglied im Deutsch-Französischen Rat der Wirtschaftsexperten der Regierungen von Deutschland und Frankreich, Mitherausgeber des Journal of International Economics, Mitglied des Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums und Mitglied des Kuratoriums der Hertie School of Governance.

    Berlin Verlag, ISBN: 978-3-8270-8045-5, E-Buch, 22 Euro

  • Waffen: Der primitive Ausdruck einflussreicher Interessen

    26.04.2022/EG
    Quelle: Stockholm International Peace Research Institute (SIPRI), Solna

    SIPRI: Weltweite Militärausgaben übersteigen erstmals zwei Billionen US-Dollar

    Nach Angaben des Stockholmer Internationalen Friedensforschungsinstitutes stiegen im Jahr 2021 die weltweiten Militärausgaben auf 2,1 Billionen US-Dollar. Die Militärausgaben der USA beliefen sich demnach auf rund 800 Milliarden US-Dollar bzw. 38 Prozent der weltweiten Militärausgaben. China gab etwa 293 Milliarden US-Dollar aus, Indien 77 Milliarden US-Dollar, Russland 66 Milliarden US-Dollar und Deutschland 56 Milliarden US-Dollar.
    Die Mitteilung lesen Sie hier sipri.org.

  • Geldvermögen privater Haushalte stieg 2021 um 8,5 Prozent

    14.04.2022/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende 2021 rund 7,6 Billionen Euro, eine Vermehrung in Höhe 8,5 Prozent gegenüber 2020

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, im vierten Quartal 2021, auf 7,6 Billionen Euro. Damit übertraf es den Vorjahreswert um 594 Milliarden Euro bzw. 8,5 Prozent. bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Sachvermögen privater Haushalte erreichte Ende 2020 über 9,4 Billionen Euro
    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2020, mit 9.440 Milliarden Euro (+ 4,6 % ggü. 2019) erfasst. bundesbank.de (Seite 14)

    Vermögen und Finanzen privater Haushalte in Deutschland: Ergebnisse der Vermögensbefragung 2017:
    „Wie ungleich die Verteilung ist, lässt sich demnach auch am Anteil des Vermögens ablesen, das den oberen 10 % der Nettovermögensverteilung gehört. Diese Gruppe nannte in Deutschland im Jahr 2017 etwa 55 % des gesamten Nettovermögens ihr Eigen.“ bundesbank.de (Seite 16)

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Eine Dokumentation über „Die zerrissene Gesellschaft“ in Deutschland, nicht erst seit bzw. durch die Corona-Pandemie, sehen Sie hier 3sat.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Automobil: Innovationsprämie für Plug-in-Hybridfahrzeuge ist zu hoch

    26.03.2022/EG
    Quelle: Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI), Karlsruhe

    Wissenschaftler des International Council on Clean Transportation (ICCT) und des Fraunhofer ISI untersuchten den Nutzen der Förderung von Plug-in-Hybridfahrzeugen

    „Im direkten Vergleich mit vollelektrischen Batteriefahrzeugen schneiden Plug-in-Hybridfahrzeuge hinsichtlich ihres absoluten Beitrags zur Verringerung von Kraftstoffverbrauch und CO2-Emissionen deutlich schlechter ab. Auch das Verhältnis zwischen steuerlichen Fördersummen einerseits und vermiedenen Emissionen andererseits fällt für Hybridfahrzeuge ungünstig aus. Um das Verhältnis zwischen staatlicher Förderung und CO2-Einsparung für Plug-in-Hybride dem von Batteriefahrzeugen anzugleichen, müsste die Innovationsprämie für Plug-in-Hybridfahrzeuge um mindestens 2.500 Euro verringert werden.“ isi.fraunhofer.de

    Zum Thema

    AUDI: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 6,9 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,2 Mrd. Euro).
    BMW: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 16 Mrd. Euro (Vorjahr: 5,2 Mrd. Euro).
    Mercedes-Benz: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 29,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 6,6 Mrd. Euro).
    PORSCHE: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 5,7 Mrd. Euro (Vorjahr: 4,4 Mrd. Euro).
    VW: Das Konzernergebnis vor Steuern stieg im Jahr 2021 auf 20,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 11,7 Mrd. Euro).

  • Buchtipp: Vermögen vererben

    11.03.2022/EG

    Ronny Grundig: Vermögen vererben
    Politiken und Praktiken in der Bundesrepublik und Großbritannien 1945-1990

    Sachbuch (Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, Steuern)

    „Das Vererben von Vermögen stabilisiert die Gesellschaftsordnung. Erbregelungen können soziale Ungleichheitsverhältnisse in die Zukunft fortschreiben oder zu Enttäuschungen übergangener Familienmitglieder führen. Da das Vererben soziale Gerechtigkeits- und Familienvorstellungen berührt, ist seine Regulierung politisch höchst umstritten. Obwohl die jährlich vererbten Vermögen in den letzten Jahren immer neue Rekordhöhen erreichten, ist die Vorgeschichte dieser gegenwärtigen Entwicklung bisher kaum erforscht.
    Ronny Grundig untersucht den Wandel der Vermögensvererbung vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Ende der 1980er Jahre. Er blickt auf politische Regulierungen, die Praktiken des Vererbens und die Aneignung des Erbes durch die Hinterbliebenen. Der Autor analysiert die Steuervermeidung Vermögender sowie Konflikte zwischen Erben und Erbinnen. Ebenso zeigt er den Wandel von Paar- und Familienbeziehungen beim Vererben, die sich in den Testamenten niederschlagen und die Verteilung der hinterlassenen Vermögen beeinflussen.“

    Autor

    Ronny Grundig, geb. 1990, studierte Geschichtswissenschaft und Sozialwissenschaften sowie Militärgeschichte und -soziologie in Erfurt und Potsdam. Seine Promotion an der Universität Potsdam entstand am Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF) im Rahmen des Graduiertenkollegs »Soziale Folgen des Wandels der Arbeitswelt«. Derzeit arbeitet er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung »Regime des Sozialen« des ZZF an einem Projekt zur Gesellschaftsgeschichte des ostdeutschen Handwerks in der Transformationszeit (1980-2000).

    Wallstein Verlag, ISBN: 978-3-8353- 4846-2, E-Buch, 26 Euro