Schlagwort: Politik

  • Buchtipp: „Historische Friedens- und Konfliktforschung“

    19.05.2023/EG

    Daniel Gerster, Jan Hansen, Susanne Schregel (Hrsg.): Historische Friedens- und Konfliktforschung
    Die Quadratur des Kreises?

    Sachbuch (Frieden, Gewalt, Krieg, Politik)

    „Das Wechselspiel von Frieden, Konflikten, Gewalt und Krieg prägt unsere Gegenwart ebenso wie die Vergangenheit. Dieser Band bietet einen aktuellen Überblick über die programmatischen und methodischen Einsichten der Historischen Friedens- und Konfliktforschung und gibt Impulse zu ihrer konzeptionellen und thematischen Weiterentwicklung. Dabei werben die Beiträge für einen Ansatz, der Gewalt und Krieg nicht als Ausgangspunkt setzt, sondern problematisiert und erklärt. Dies macht Alternativen zu Gewalt und Krieg, Bemühungen zu deren Einhegung und Überwindung und das Streben nach Frieden zu einem wichtigen Fluchtpunkt der Erzählung.“

    Herausgeber

    Daniel Gerster, Dr., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle für Zeitgeschichte in Hamburg.

    Jan Hansen, Dr. phil., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für die Geschichte Westeuropas und der transatlantischen Beziehungen der Humboldt-Universität zu Berlin.

    Susanne Schregel, Dr. phil., ist Research Fellow am IFK. Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften. Kunstuniversität Linz in Wien.

    Campus Verlag, ISBN: 978-3-5934-5144-2, E-Buch, 39 Euro

  • Höheres Mindestrentenalter kann die Lebenszeit verkürzen

    11.05.2023/EG

    EPoS Collaborative Research Center Transregio 224 / Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn / Universität Mannheim

    Die Wissenschaftler Cristina Bellés-Obrero, Sergi Jiménez-Martin und Han Ye untersuchten die Auswirkungen der Abschaffung der Frühverrentung auf die Sterblichkeit

    „Die vorliegende Studie wirft ein neues Licht auf den Mortalitätseffekt des Hinausschiebens des Renteneintritts, indem sie die Auswirkungen der spanischen Rentenreform von 1967 untersucht. Durch diese Reform wurde das Vorruhestandsalter exogen verändert Renteneintrittsalter in Abhängigkeit von dem Datum, an dem der Einzelne mit der Einzahlung in das Sozialversicherungssystem System. Diejenigen, die vor dem 1. Januar 1967 Beiträge leisteten, behielten das Recht, freiwillig in Rente zu gehen (im Alter von 60 Jahren) in den Vorruhestand zu gehen, während Personen, die nach diesem Datum mit der Beitragszahlung begannen, erst mit 65 Jahren freiwillig bis zum Alter von 65 Jahren eine Rente beantragen. Anhand der spanischen Verwaltungsdaten der Sozialversicherung stellen wir fest, dass die Reform das Ausscheiden aus dem Arbeitsmarkt um etwa ein halbes Jahr verzögerte und die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme von Erwerbsunfähigkeitsrenten, Teilrenten und keiner Renten. Wir zeigen, dass eine Verzögerung des Ausstiegs aus dem Erwerbsleben das Risiko erhöht, zwischen dem im Alter zwischen 60 und 69 Jahren zu sterben, für fast alle Personen erhöht. Eine heterogene Analyse zeigt, dass der Anstieg der Sterblichkeit bei gering Qualifizierten, physisch und psychosozial anspruchsvollen Arbeitsplätzen stärker ist. Außerdem zeigen wir, dass die Berücksichtigung flexibler Ruhestandsregelungen, wie z. B. Altersteilzeit, die nachteiligen Auswirkungen einer Verzögerung des Renteneintritts auf die Sterblichkeit abschwächt.“

    Die Studie lesen Sie hier crctr224.de.

  • Video-Tipp: „Arm trotz Arbeit“

    10.05.2023/EG
    Quelle: Kultursender 3sat, Mainz

    Reportage von Valentin Thurn und Katharina Wolff über die Lebenswelt prekär Beschäftigter

    „Rund ein Drittel aller Beschäftigten lebt in Unsicherheit. Wohnen wird immer mehr zum Luxus. Obwohl sie Arbeit haben, teilweise sogar mehrere Jobs gleichzeitig, kommen sie nur knapp über die Runden.“
    Die Reportage sehen Sie hier 3sat.de.

    Zum Thema

    Informationen zur Bewegung „#IchBinArmutsbetroffen“ lesen Sie hier ichbinarmutsbetroffen.start.page.

    „2021 lebten in Deutschland 8,6 % aller Erwerbstätigen ab 18 Jahren unterhalb der Armutsgefährdungs­grenze. Überdurchschnittlich betroffen waren in Deutschland Erwerbstätige mit befristeten Arbeitsverträgen (13,9 %) und Teilzeitarbeitende (11,5 %). Aber auch 6,2 % der unbefristet Beschäftigten sowie 6,6 % der Vollzeitbeschäftigten erzielten ein so geringes Einkommen, dass sie als armutsgefährdet galten.“ destatis.de

  • Geldvermögen privater Haushalte

    21.04.2023/EG
    Quelle: Deutsche Bundesbank, Frankfurt am Main

    Geldvermögen der privaten Haushalte in Deutschland erreicht Ende 2022 rund 7,3 Billionen Euro

    Wie die Deutsche Bundesbank mitteilt, summierte sich das Geldvermögen¹ der privaten Haushalte² in Deutschland, zum Jahresende 2022, auf 7.254 Milliarden Euro (- 4,9 % ggü. 2021). bundesbank.de

    ¹Bargeld, Einlagen, Schuldverschreibungen, Aktien, Anteilsrechte, Anteile an Investmentfonds, Ansprüche aus Nichtlebensversicherungen, Ansprüche gegenüber Alterssicherungssystemen, Finanzderivate, Mitarbeiteraktienoptionen, Kredite und sonstige Forderungen.
    ²Einzelpersonen oder mehrere Personen umfassende Lebensgemeinschaften, die als selbstständige Wirtschaftseinheiten in erster Linie als Anbieter von Arbeitskraft und als Konsumenten in Erscheinung treten. Zum Sektor der privaten Haushalte zählen auch die privaten Organisationen ohne Erwerbscharakter (Gewerkschaften, Kirchen, Parteien, Verbände, Vereine und Ähnliche).

    Zum Thema

    Das Sachvermögen (Immobilien, Ausrüstung, Nutztiere, Nutzpflanzungen, geistiges Eigentum) der privaten Haushalte und privaten Organisationen ohne Erwerbszweck wird von der Deutschen Bundesbank, zum Jahresende 2021, mit 10,8 Billionen Euro (+ 19,2 % ggü. 2019) angegeben. bundesbank.de (Seite 14)

    Zitat aus dem Monatsbericht Juli 2022 der Deutschen Bundesbank, Seite 22: „Während die obersten 10 % der Vermögensverteilung über den betrachteten Zeitraum mehr als 50 % des gesamten Nettovermögens der Haushalte in Deutschland hielten, entfiel auf die untere Hälfte der Vermögensverteilung mit durchschnittlich 0,6 % ein äußerst geringer Anteil.“ bundesbank.de

    Andreas von Westphalen, Deutschlandfunk, im Gespräch mit Thomas Piketty, Wirtschaftswissenschaftler, über die Sakralisierung des Kapitals und deren Folgen deutschlandfunk.de.

    Ergänzende Beiträge hören und lesen Sie mit Hilfe der Schlagwortsuche.

  • Buchtipp: „Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei“

    21.04.2023/EG

    John McCormick: Machiavelli und der populistische Schmerzensschrei
    Studien zur politischen Theorie

    Sachbuch (Demokratie, Politik)

    „Wie die bahnbrechenden Aufsätze in diesem Band zeigen, ist Machiavelli überraschend relevant für die Analyse der gegenwärtigen Krise der Demokratie, die durch Populismus und Plutokratie gekennzeichnet ist.
    Mit seiner Hilfe, so McCormick, lassen sich unsere demokratischen Verfassungen neu gestalten, so dass die Bürgerinnen und Bürger die Korruption von Oligarchen vereiteln und sich direkter sowie umfassender am politischen Geschehen beteiligen können.“

    Autor

    John McCormick ist Professor für Politikwissenschaft an der University of Chicago. Er gilt als einer der bedeutendsten Machiavelli-Forscher der Gegenwart.

    Suhrkamp Verlag, ISBN: 978-3-518-29986-9, Buch, 22 Euro