Schlagwort: Politik

  • Erbe: Höhere Besteuerung motiviert weiter zu arbeiten

    04.12.2018/EG
    Quelle: VOXEU, London

    Fabian Kindermann, Lukas Mayr und Dominik Sachs (alle Wirtschaftswissenschaftler) untersuchten die Wirkung höherer Erbschaftssteuern auf das Arbeitskraftangebot der Erben

    Kindermann, Mayr und Sachs haben untersucht, wie viel zusätzliche Steuereinnahmen aus dem Arbeitseinkommen von Erben generiert werden können, wenn die Regierung die Erbschaftssteuern erhöht. Ihr Fazit: Die zusätzlichen Lohnsteuerzahlungen von Erben, die sich aus einer Erhöhung der Vermächtnissteuern ergeben, liegen zwischen 8,5 und 10 Prozent. ↗Link

  • Ein Blick nach Syrien

    04.12.2018/EG
    Quelle: INFOSPERBER, Spiegel bei Bern

    Helmut Scheben, Redakteur, bereiste ein zerstörtes Land und erfährt die in unseren Medienberichten unterdrückte Solidarität der Bürger zu ihrer Regierung

    „«Bashar al-Assad ist ein guter Präsident. Er hat das Land geöffnet und modernisiert. Er war noch jung, er hat Fehler gemacht. Er hat zu lange gezögert. Er hätte wissen müssen, dass niemand im Westen ihm helfen wird gegen die USA, Katar und die Saudis. Er hätte die Russen früher zu Hilfe rufen sollen.»

    Immer wieder ähnliche Einschätzungen, die wir zwei Wochen lang zu hören bekommen. In Homs, in Latakia, in Tartous oder in Damaskus. Wir hören sie von Lehrerinnen in schiitischen Schulen, von katholischen Ordensschwestern, von …“ infosperber.ch

  • Video-Tipp: Elitendemokratie und Meinungsmacht

    03.12.2018/EG
    Quelle: Südwestrundfunk (SWR), Stuttgart

    Rainer Mausfeld, emeritierter Kognitionswissenschaftler, über die Vorstellung des „mündigen Bürgers“ und die (Ver-)Formung der öffentlichen Meinung

    „Die Idee der Demokratie entsprang aus der Bemühung, eine gesellschaftliche Organisationsform zu finden, die am ehesten einen inneren (und äußeren) Frieden gewährleistet. Demokratie beruht auf der Idee, dass die Bürger zur politischen Selbstbestimmung befähigt sind. Inzwischen ist die Komplexität moderner Gesellschaften so groß geworden, dass kein Einzelner sie mehr zu erfassen vermag. Hat sich damit das demokratische Leitideal überlebt?

    Rainer Mausfeld erörtert diese Frage anhand der Kontroverse zwischen Walter Lippmann und John Dewey, zwei der bedeutendsten politischen Intellektuellen des vergangenen Jahrhunderts. Lippmann hielt die Idee des mündigen Bürgers‘ für eine Fiktion und plädierte für eine von Experten gelenkte Elitendemokratie. Dewey hingegen band die Frage der politischen Mündigkeit an die Voraussetzung eines freien und unverzerrten öffentlichen Debattenraumes. Diese Kontroverse ist auch für ein Verständnis der gegenwärtigen gesellschaftlichen Entwicklungen erhellend.“ tele-akademie.de

    Buch zur Sendung: Warum schweigen die Lämmer? Wie Elitendemokratie und Neoliberalismus unsere Gesellschaft und unsere Lebensgrundlagen zerstören. Autor: Rainer Mausfeld.

  • Mindestlohn: Wieviel Armut darf es sein?

    30.11.2018/EG
    Quelle: Deutscher Bundestag, Berlin

    Beschlussempfehlung und Bericht des Ausschusses für Arbeit und Soziales (11. Ausschuss) zum Antrag auf wirksame Kontrollmechanismen und Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes

    „Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) stellt fest, dass es durch den Mindestlohn kaum zu negativen Externalitäten in Bezug auf die Beschäftigung gekommen sei und sich damit die Befürchtungen einiger Ökonomen im Vorfeld der Mindestlohneinführung nicht bestätigt hätten. Insgesamt entsprächen die Befunde nicht dem, was bei einer rein neoklassischen Sicht auf den Arbeitsmarkt zu erwarten gewesen wäre.“ bundestag.de (Seite 8, Auszug zur Anhörung von Sachverständigen)

    IAB

    Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) ist die Forschungseinrichtung der Bundesanstalt für Arbeit.

    Zum Thema

    IAQ-Report zur Entwicklung des Niedriglohnanteils ↗iaq.uni-due.de

  • Buchtipp: Schattenmächte

    30.11.2018/EG

    Fritz R. Glunk: Schattenmächte
    Wie transnationale Netzwerke die Regeln unserer Welt bestimmen

    Sachbuch (Demokratie, Gesellschaft, Globalisierung, Ökonomie, Politik, Recht, Staat)

    Wer macht unsere Gesetze? In repräsentativen Demokratien ist es Aufgabe der Parlamente, Gesetze auszuarbeiten und zu verabschieden.

    Unter Ausschluss der Öffentlichkeit
    Doch transnationale Netzwerke ziehen diese Aufgabe immer mehr an sich. Sie setzen globale Standards und Normen, die von den Parlamenten nur noch übernommen werden. Niemand weiß, wie viele Gruppen dieser Art weltweit Regeln etablieren. Schätzungen gehen von mehr als 2000 aus.

    Wo unsere Welt verhandelt wird
    Durch diese Privatisierung der Entscheidungsprozesse wird die Demokratie entkernt. Fritz Glunk ermöglicht uns mit ›Schattenmächte‹ Einblicke in die internationale Strippenzieher-Szene. Und er zeigt Möglichkeiten, wie wir dieser Entwicklung entgegenwirken können. (mehr …)