Schlagwort: Kapitalismus

  • Buchtipp: Jäger, Hirten, Kritiker

    20.07.2018/EG

    Richard David Precht: Jäger, Hirten, Kritiker
    Eine Utopie für die digitale Gesellschaft

    Sachbuch (Arbeit, Einkommen, Gesellschaft, Kapitalismus)

    Dass unsere Welt sich gegenwärtig rasant verändert, weiß inzwischen jeder. Doch wie reagieren wir darauf? Die einen feiern die digitale Zukunft mit erschreckender Naivität und erwarten die Veränderungen wie das Wetter. Die Politik scheint den großen Umbruch nicht ernst zu nehmen. Sie dekoriert noch einmal auf der Titanic die Liegestühle um. Andere warnen vor der Diktatur der Digitalkonzerne aus dem Silicon Valley. Und wieder andere möchten am liebsten die Decke über den Kopf ziehen und zurück in die Vergangenheit.

    Richard David Precht skizziert dagegen das Bild einer wünschenswerten Zukunft im digitalen Zeitalter. Ist das Ende der Leistungsgesellschaft, wie wir sie kannten, überhaupt ein Verlust? Für Precht enthält es die Chance, in Zukunft erfüllter und selbstbestimmter zu leben. Doch dafür müssen wir jetzt die Weichen stellen und unser Gesellschaftssystem konsequent verändern. Denn zu arbeiten, etwas zu gestalten, sich selbst zu verwirklichen, liegt in der Natur des Menschen. Von neun bis fünf in einem Büro zu sitzen und dafür Lohn zu bekommen nicht!

    Dieses Buch will zeigen, wo die Weichen liegen, die wir richtig stellen müssen. Denn die Zukunft kommt nicht – sie wird von uns gemacht! Die Frage ist nicht: Wie werden wir leben? Sondern: Wie wollen wir leben? (mehr …)

  • Einkommen in den Niederlanden am fairsten verteilt

    02.07.2018/EG aus dem ifo Institut, München

    ifo-Studie: Einkommen der Menschen in den Niederlanden, Finnland und Norwegen ist in Europa am fairsten verteilt

    „Unfaire Ungleichheit entsteht durch die Existenz von (relativer) Armut oder die Abwesenheit von Chancengerechtigkeit. Faire Ungleichheit hingegen lässt sich auf individuelle Anstrengung und Leistung zurückführen.“ cesifo-group.de

    Das ifo-Institut ist ein arbeitgebernahes Wirtschaftsforschungsinstitut in der CESifo GmbH.

  • Hörfunk-Tipp: „Der soziale Kitt bröckelt“

    02.07.2018/EG aus dem Deutschlandfunk, Berlin

    Oliver Nachtwey, Wirtschafts- und Gesellschaftswissenschaftler, über aufbegehrende Gesellschaften und den Folgen für die demokratischen Strukturen

    „In den liberalen Gesellschaften erleben wir gerade wie die Idee des Wohlfahrtsstaates unter Bedingungen von Digitalisierung, Migration, demographischem Wandel, Globalisierung Veränderung der Arbeitswelt in die Krise kommt. Das begünstigt autoritäre Einstellungen. (…) Die Unzufriedenheit mit der liberalen Demokratie wachse auf gefährliche Weise und die die Gesellschaften werden seit dreißig Jahren zunehmend ungleicher.“ deutschlandfunk.de

  • Versicherungskonzerne hintergehen ihre Kunden?

    02.07.2018/EG aus dem Medium RUBIKON, Mainz

    Versicherer erwirtschafteten 2016 eine Umsatzrendite (vor Bildung der Zinszusatzreserve) in Höhe von 20,56 % (BMW erreichte 2016 ‘nur‘ 10,3 %)

    „Die in der Öffentlichkeit vorherrschende These, der gegenwärtige Niedrigzins gefährde die Altersvorsorge mit Lebensversicherungen ist krass falsch. Die bestehenden Verpflichtungen in Form von Garantiezinsen können leicht erfüllt werden. Die Versicherer erzielen seit Jahren Nettoverzinsungen von deutlich über 4 Prozent. Für die Erfüllung der versprochenen Garantiezinsen benötigen sie gerade mal 1,9 Prozent.

    Die Versicherer sind extrem profitabel und erzielten 2016 eine Umsatzrendite von 20,56 Prozent, ungefähr doppelt so viel wie die erfolgreichen deutschen Automobilhersteller. Es gelingt ihnen jedoch, den gewaltigen Rohüberschuss von 22,7 Milliarden Euro so zu gestalten, dass sie am Ende nur einen Gewinn nach Steuern in Höhe von rund 1,5 Milliarden ausweisen. Die Behauptung der Branche, rund 90 Prozent des Überschusses lande bei den Kunden, ist irreführend: Tatsächlich wurden 2016 vom Rohüberschuss nur 45 Prozent an die Kunden ausgeschüttet.“ ↗Link

  • Korruptionsbekämpfung: Unternehmen bleiben in Deutschland auffällig verschont

    29.06.2018/EG aus der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), Paris

    OECD fordert von der Bundesregierung konsequentere Rechtsdurchsetzung gegen Unternehmen

    Seit 1999 wurden 328 Einzelpersonen und 18 Unternehmen in Fällen von Auslandskorruption strafrechtlich verfolgt und mit Haft- oder Geldstrafen belegt. Wie jedoch ein neuer Bericht der OECD-Arbeitsgruppe für Korruptionsbekämpfung darlegt, bestehen angesichts des geringen Anteils von nur einem Viertel der abgeurteilten Fälle von Auslandskorruption Bedenken, dass gegen Unternehmen nicht entschieden genug vorgegangen wird.

    Den Korruptionsbericht der OECD lesen Sie hier ↗oecd.org.