Schlagwort: Gesundheit

  • Corona-Pandemie: Anpassungen

    10.08.2021/EG
    Quelle: Bundesregierung, Berlin

    Aktuelle Maßnahmen zur Bewältigung der Corona-Pandemie: Kostenlose Bürgertests enden mit Wirkung vom 11.10.2021 / Bundestag soll „Epidemische Lage von nationaler Tragweite“ über den 11.11.2021 hinaus erklären

    Den Beschluss zum Tagesordnungspunkt 2 lesen Sie hier ↗bundesregierung.de.

  • Hochwasserkatastrophe: Schadensregulierung

    10.08.2021/EG
    Quelle: Bundesregierung, Berlin

    Aktuelle Maßnahmen zur Bewältigung der Hochwasserereignisse: Bund beteiligt sich an den bewilligten Soforthilfen der Länder mit 400 Millionen Euro sowie am Wiederaufbau in Höhe von 30 Milliarden Euro / Insolvenzantragspflicht bis 31. Oktober 2021 ausgesetzt

    Den Beschluss zum Tagesordnungspunkt 1 lesen Sie hier ↗bundesregierung.de.

  • Buchtipp: Vertraute Welt

    06.08.2021/EG

    Hwang Sok-Yong: Vertraute Welt

    Roman (Demokratie, Einkommen, Kapitalismus, Politik, Umwelt, Ungleichheit, Wirtschaft)

    „Am Rand der südkoreanischen Metropole Seoul liegt die »Blumeninsel«, eine gigantische Müllhalde, Lebensgrundlage und Wohnstätte einer Kolonie von Habenichtsen und Ausgestoßenen, die dort ihre Claims abgesteckt haben. Unentwegt durchkämmen sie den frischen Abfall der boomenden Stadt nach Verwertbarem. Hier landet der Held des Romans, der 13-jährige »Glupschaug«, zusammen mit seiner Mutter, nachdem sein Vater von der Regierung in ein »Umerziehungslager« gesteckt wurde. Es ist kein tiefer Fall, denn sie kommen aus den wuchernden Slums der Mega-City, wo seine Mutter Straßenhändlerin ist. Glupschaug hat die Schule abgebrochen und geht seiner Mutter zur Hand, für die sich ein in der Hackordnung weit oben stehender Müllhaldenbewohner interessiert. Dieser »Baron« ist dem Helden unsympathisch, eine verhasste Stiefvaterfigur. Mit »Glatzfleck«, dem Sohn des Barons, freundet sich Glupschaug jedoch an und lernt von ihm alles, was …“

    Vertraute Welt ist eine Kritik an der modernen Wegwerfgesellschaft, in der Menschen ebenso aussortiert werden wie der tägliche Abfall.

    Autor

    Hwang Sok-yong wurde 1943 im damaligen Mandschukuo (heute China) geboren. Die Auseinandersetzung mit der politischen Unterdrückung und ökonomischen Ausbeutung durch die militant antikommunistische Regierung Südkoreas sollte ab den frühen 1970er-Jahren kennzeichnend für sein Werk werden. Wegen Verstoßes gegen das „Sicherheitsgesetz“ wurde er 1993 in Seoul zu sieben Jahren Haft verurteilt, 1998 vom neugewählten Präsidenten Kim Dae-jung begnadigt. Eine Verarbeitung des Gefängnisaufenthalts ist der Dissidentenroman Der ferne Garten (1999). Seither hat Hwang in einer Reihe von Romanen seine bisherigen Interessen mit dem Thema der internationalen Migration verknüpft, während er gleichzeitig verstärkt auf Stoffe und Motive aus der vormodernen koreanischen Erzähltradition zurückgreift. Hwang wurde mit zahlreichen nationalen und internationalen Literaturpreisen ausgezeichnet.

    Europaverlag, ISBN: 978-3-95890-303-6, Buch, 208 Seiten, 22 Euro

  • Klima/Umwelt: Umweltbundesamt fordert Gesetz zur Anpassung an den Klimawandel

    28.07.2021/EG
    Quelle: Umweltbundesamt, Dessau-Roßlau

    Umweltbundesamt⁠ empfiehlt umgehend neue „Gemeinschaftsaufgabe Klimaanpassung“ im Grundgesetz zu verankern und ein bundesweites Klimaanpassungsgesetz zu verabschieden

    „Die Risiken durch Folgen der Erderhitzung für Deutschland sind seit langem bekannt und wurden zuletzt in der aktuellen Klimawirkungs- und Risikoanalyse für Deutschland umfassend identifiziert. Ein Netzwerk von 25 Bundesbehörden und -institutionen aus neun Ressorts entwickelte wissenschaftlich fundierte Maßnahmenvorschläge, mit denen Länder, Kommunen, Unternehmen und Privatpersonen Schäden reduzieren, für Extremwettereignisse vorsorgen und sich an unvermeidliche ⁠Klimafolgen⁠ anpassen können. Doch bisher fehlt es in Deutschland an geeigneten rechtlichen und finanziellen Rahmenbedingungen, um diese Maßnahmen flächendeckend umzusetzen…“ ↗umweltbundesamt.de

    Zum Thema

    Wissenschaftler warnen vor einem Klimanotstand

    „Im Jahr 2019 warnten Ripple und Kollegen (2020) vor unermesslichem Leid und riefen gemeinsam mit mehr als 11.000 Wissenschaftlern aus 153 Ländern den Klimanotstand aus. Sie präsentierten Diagramme der planetarischen Lebenszeichen, die auf sehr beunruhigende Trends und geringe Fortschritte der Menschheit bei der Bekämpfung des Klimawandels hinwiesen. Auf der Grundlage dieser Daten und der moralischen Verpflichtung der Wissenschaftler, „die Menschheit eindeutig vor einer katastrophalen Bedrohung zu warnen“, forderten sie einen grundlegenden Wandel. Seit der Veröffentlichung des Artikels haben mehr als 2.800 weitere Wissenschaftler die Erklärung zum Klimanotstand unterzeichnet (die aktuelle Liste der Unterzeichner finden Sie in Supplemental File S1); darüber hinaus haben inzwischen 1.990 Gerichtsbarkeiten in 34 Ländern den Klimanotstand formell erklärt oder anerkannt (Abbildung 1p). Gleichzeitig ist es seit 2019 zu einem beispiellosen Anstieg klimabedingter Katastrophen gekommen, darunter verheerende Überschwemmungen in Südamerika und Südostasien, rekordverdächtige Hitzewellen und Waldbrände in Australien und im Westen der USA, eine außergewöhnliche atlantische Hurrikansaison und verheerende Wirbelstürme in Afrika, Südasien und im Westpazifik (siehe Supplemental File S2 für Informationen zu den Ursachen). Es gibt auch immer mehr Beweise dafür, dass wir uns dem Kipppunkt nähern oder ihn bereits überschritten haben, der mit kritischen Teilen des Erdsystems verbunden ist, einschließlich des westantarktischen und grönländischen Eisschilds, der Warmwasserkorallenriffe und des Amazonas-Regenwalds (siehe Zusatzdatei S2). Angesichts dieser alarmierenden Entwicklungen brauchen wir kurze, häufige und leicht zugängliche Updates zum Klimanotstand…“ ↗academic.oup.com

  • Pflege: Ein organisch wachsendes Geschäftsfeld

    21.07.2021/EG
    Quelle: Investigate Europe, Berlin

    Quequers Capital*: „Der deutsche Markt für private Pflegeheime wird auf einen Wert von etwa 30 Milliarden Euro geschätzt, mit einer stabilen Wachstumsrate von über 3 % aufgrund einer alternden Bevölkerung und dem stetigen Trend hin zu Privatisierung der öffentlichen Anbieter.“

    Die 28 größten Pflegeheimbetreiber in Europa betreiben über 1.700 Einrichtungen mit rund 150.000 Betten. Darunter sind laut Recherche der Investigate Europe die in Deutschland aktiven Pflegeheimbetreiber
    Alloheim Senioren-Residenzen SE (Inhaber: Nordic Capital) mit rund 22.000 Betten,
    Victor’s Group (Inhaber: Hartmut Ostermann) mit rund 15.000 Betten,
    Deutsche Wohnen SE (Inhaber: Vonovia, BlackRock, u. w.) mit rund 10.000 Betten,
    Kursana GmbH (Inhaber: Dussmann Group / Familie Dussmann) mit rund 9.500 Betten,
    Azurit Deutschland GmbH (Inhaber: Azurit Group) mit rund 6.300 Betten,
    DOMICIL Senioren-Residenzen Hamburg SE (Inhaber: Dieter Scheck, Markus Scheck, u.w.) mit rund 6.300 Betten,
    Schönes Leben Gruppe B.V. & Co. KG (Inhaber: Waterland Privat Equity) mit rund 6.200 Betten,
    Emvia Living GmbH (Inhaber: Chequers Capital) mit rund 6.200 Betten und
    Vitanas GmbH & Co. KGaA (Inhaber: Oaktree Capital) mit rund 5.400 Betten.

    Weitere Informationen lesen Sie hier ↗investigate-europe.eu.
    Ein Interview mit Erik Hamann, Geschäftsführer der Orpea Gruppe (Betreiber von Pflegeheimen), lesen Sie hier ↗investigate-europe.eu.

    *Das Zitat lesen Sie hier ↗chequerscapital.com.

    Ist der Pflegemarkt ein Markt? Auszug aus einem Beitrag von Jens Spahn, Bundesminister für Gesundheit, vom 16.08.2018:
    „In der Pflege sind auch private Betreiber tätig und sollen es auch unbedingt sein. Denn eine Vielfalt, ein Wettbewerb der Anbieter liegt im Interesse der Pflegebedürftigen und ihrer Angehörigen.“ ↗bundesgesundheitsministerium.de.

    Informationen aus dem Bundesministerium für Wirtschaft und Energie zum Wirtschaftsfaktor „Pflege“ lesen Sie hier ↗bmwi.de.