Schlagwort: Gesellschaft

  • Hörfunk-Tipp: „Saisonschluss“

    25.12.2019/EG
    Quelle: Deutschlandfunk (DLF), Berlin

    Matthias Greffrath, Journalist, Schriftsteller und Soziologe, beschreibt die Veränderungen und die Zusammenhänge unserer Arbeits-, Lebens- und Umwelt

    Teil 1, Klimawandel und Wirtschaftswachstum (29 Min.) deutschlandfunk.de

    Teil 2 Digitalisierung und Politik (29 Min.)
    Auszug: „Die Clowd von Amazon verwaltet und verarbeitet die Daten von hunderttausenden von Unternehmen in 190 Ländern, darunter Netflix, Airbnb, General Electric, Vodafone, NASA und US Navy und mehr als 80 Prozent der Dax Unternehmen. Privateigentum sind zunehmend auch die Unterseekabel, durch die die Informationsströme der Weltwirtschaft, der Wissenschaft, der Politik schießen, tausende von Satelliten privater Telekommunikationskonzerne sichern die Versorgung mit Wasser und Wärme, mit Strom und Straßenverkehrsmeldungen. Und gerade wird die Internet-Domain .org privatisiert, die bislang für gemeinnützige Organisationen da war. Wer redet hier noch von Souveränität? Wer meint, er könne hier noch etwas national regeln?“ deutschlandfunk.de

    Teil 3 Moralische Leitplanken und politische Loyalität (29 Min.) deutschlandfunk.de

  • Buchtipp: Digitaler Kapitalismus

    20.12.2019/EG

    Philipp Staab: Digitaler Kapitalismus
    Markt und Herrschaft in der Ökonomie der Unknappheit

    Sachbuch (Gesellschaft, IT, Kapitalismus, KI, Markt, Ungleichheit)

    Beherrschten vor 20 Jahren noch Industriekonglomerate, Energiekonzerne und Banken die Rangliste der wertvollsten Unternehmen, wurden diese längst von Internetgiganten wie Google, Apple, Amazon und Tencent abgelöst. Digitale Technik ist allgegenwärtig: Wir tragen Hochleistungsrechner in unseren Taschen herum, Waschmaschinen können sich mit dem Internet verbinden. Doch erschöpft sich darin das Neue am digitalen Kapitalismus? (mehr …)

  • Ungleichheit

    18.12.2019/EG
    Quellen: Deutschlandfunk, Berlin / DIE ZEIT, Hamburg

    Ungleichheit: Experten interpretieren Ungleichheit ungleich

    Marcel Fratzscher, Präsident des DIW Berlin und Wirtschaftswissenschaftler an der Humboldt-Universität zu Berlin:
    „Privates Vermögen ist in Deutschland sehr ungleich verteilt. Viele Menschen konnten trotz des Wirtschaftsbooms keines aufbauen.“ zeit.de

    Michael Hüther, Direktor des IW Köln und Honorarprofessor an der privaten EBS Universität Oestrich-Winkel:
    „Wer in die Erwerbstätigkeit einsteigt, wer in seine Beschäftigungsfähigkeit, in seine Bildung investiert, für den ist alles offen. Der hat in diesem Land die Chancen, auch ein Vermögen aufzubauen.“ deutschlandfunk.de

    Zum Thema

    Christoph Butterwegge, em. Politikwissenschaftler, erklärt Ursachen und Entwicklung der Ungleichheit in seinem neuen Buch „Die zerrissene Republik“, erschienen bei Beltz. christophbutterwegge.de

  • Buchtipp: Ölbeben

    13.12.2019/EG

    Heike Buchter: Ölbeben
    Wie die USA unsere Existenz gefährden

    Sachbuch (Energie, Gesellschaft, Kapitalismus, Politik, USA, Wirtschaft)

    Während wir hier über den Klimawandel diskutieren, führt Trump die größte Volkswirtschaft der Welt in ein neues Ölzeitalter und schafft schmutzige Tatsachen. Von Alaska bis zum Golf von Mexiko werden ganze Landstriche zu Industriebrachen – mit globalen Folgen.
    Den Kampf um den Öl-Thron hat Amerika für sich entschieden und geht ohne Rücksicht auf alte Bündnisse seinen Weg. Die in New York lebende Wirtschafts- und Finanzmarktexpertin Heike Buchter hat sich an den Schauplätzen der Ölindustrie ein Bild gemacht.
    – Was bedeutet die US-Energiedominanz für Deutschland und Europa?
    – Was bedeutet die Amerikas Vormachtstellung für unsere Umwelt, aber auch für unsere Sicherheit?
    Buchter zeigt, wie die Hintermänner an der Wall Street den Boom anheizen und wie das Öl der Fracker die Welt neu ordnet. (mehr …)

  • Ukraine: Medienberichte mit fragwürdiger Substanz

    12.12.2019/EG
    Quelle: Wissenschaftliche Dienste des Deutschen Bundestages (WD), Berlin

    WD: „Bundesregierung liegen nach eigenen Angaben offenbar keine belastbaren Erkenntnisse vor.“ / Deutsche Medien pflegen die Rolle Russlands überwiegend mit „nicht beweiskräftigen“ Berichten

    „Seit fünf Jahren bekämpfen sich ukrainische Streitkräfte und pro-russische Separatisten im Donbass/Donezbecken. Der Territorialkonflikt weist klassische Züge eines nicht-internationalen (internen)bewaffneten Konfliktsauf. Über Umfang, Qualität und Ausmaß der militärischen Involvierung Russlands im Ukraine-Konflikt gibt neben wenigen belastbaren Fakten und Analysenvor allem zahlreiche Spekulationen, zum Teil widersprüchliche Berichte und Pressemeldungen, verschiedene Dementi aber insgesamt kein eindeutiges Lagebild. Auch der Bundesregierung liegen nach eigenen Angaben offenbar keine belastbaren Erkenntnisse vor. Wie viel Einfluss Russland heute auf die Separatisten in der Ostukraine tatsächlich ausübt, lässt sich daher kaum verlässlich ausmachen.“ (Seite 5)

    In den deutschen Medien wird überwiegend von einer aktiven militärischen Rolle Russlands im Ukraine-Konflikt berichtet, gleichwohl aber eingeräumt, dass eine Vielzahl der Indizien, die darauf hindeuteten, dass Russland den Konflikt stützen oder sogar steuern könnte (Satellitenaufnahmen, Augenzeugenberichte usw.), letztlich nicht beweiskräftig seien.“ (Seite 8)

    Den kompletten Sachstandsbericht des Wissenschaftlichen Dienstes lesen Sie hier bundestag.de.