Schlagwort: Digitalisierung

  • Buchtipp: Bin ich das?

    17.12.2021/EG

    Valentin Groebner: Bin ich das?
    Eine kurze Geschichte der Selbstauskunft

    Sachbuch

    „Ohne Selbstauskunft geht heute nichts. Sie ist sowohl Lockstoff als auch Pflicht, steht für Reklame in eigener Sache und das Versprechen auf Intensität und Erlösung, in den Tretmühlen der digitalen Kanäle ebenso wie in politischen Debatten um kollektive Zugehörigkeit.
    Aber wie viel davon ist eigentlich Zwang, und wie viel Lust? Was haben wir, was haben andere vom inflationären Ich-Sagen und Wir-Sagen? Diesen Fragen geht Valentin Groebner auf der Suche nach dem Alltäglichen nach. Er zeigt, was historische Beschwörungen der Heimat mit offenherzigen Tattoos gemeinsam haben, und was den Umgang mit alten Familienfotos und demonstrative Rituale des Paar-Glücks (Stichwort Liebesschlösser an Brückengeländern) verbindet. Doch ist öffentliche Intimität wirklich die Währung für Erfolg – oder eine Falle?“

    Autor

    Valentin Groebner, geboren 1962 in Wien, lehrt als Professor für Geschichte des Mittelalters und der Renaissance an der Universität Luzern. Er war u.a. Fellow am Berliner Wissenschaftskolleg sowie am Europäischen Hochschulinstitut Florenz und Professeur invité an der École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris. Er ist der Autor zahlreicher Bücher zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte; seit 2017 ist er Mitglied in der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung.

    Fischer Verlag, ISBN: 978-3-10-491446-6, E-Buch, 17,00 Euro

  • Digitalisierung: Von wenigen Akteuren abhängig

    17.11.2021/EG
    Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi), Berlin

    Wissenschaftler des „ZEW – Leibniz-Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung“ erarbeiteten im Auftrag des BMWi eine Bestandsaufnahme sowie Handlungsfelder zur digitalen Souveränität Deutschlands

    Die ZEW-Wissenschaftler identifizierten fünf Handlungsfelder:

    1. Abbau von Informationsdefiziten und Sensibilisierung: …
    2. Kontinuierliches Monitoring und Risikoanalyse: …
    3. Stärkung der Technologie- und Datensouveränität: …
    4. Aufbau von digitalen Kompetenzen: …
    5. Agiles und kooperatives Handeln: …

    Die „Schwerpunktstudie Digitale Souveränität“ lesen Sie hier de.digital

  • Buchtipp: Little Brother – Aufstand

    15.10.2021/EG

    Cory Doctorow: Little Brother – Aufstand

    Roman (Dystopie, Überwachungsstaat)

    „Marcus Yallow ist smart, schnell und im Netz zu Hause. Als Terroristen einen Anschlag auf San Francisco verüben, sind er und seine Freunde jedoch in einem illegalen Onlinegame unterwegs. Agenten der Homeland Security nehmen ihn fest und verhören ihn tagelang. Als Marcus endlich wieder freigelassen wird, hat sich seine Heimatstadt in einen Überwachungsstaat verwandelt. Marcus und seine Freunde schwören, dass sie Homeland Security aus ihrer Stadt vertreiben werden – es beginnt ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel …“

    Autor

    Cory Doctorow, 1971 in Toronto geboren, ist Schriftsteller, Journalist und Internet-Ikone. Mit dem Blog boingboing.net und seinem Kampf für ein faires Copyright hat er weltweite Bekanntheit erlangt. Seine »Little Brother«-Romane wurden internationale Bestseller.

    Heyne Verlag, ISBN: 978-3-641-28021-5, E-Buch, 5 Euro

  • Digitalisierung: (Wahl-)Programme der Bundestagsparteien

    31.08.2021/EG
    Quellen: Bitkom, Berlin / Heise, Hannover

    Einblicke in die netzpolitischen Absichten der Bundestagsparteien

    Die Bundesregierung beschloss im Jahr 2014 den flächendeckenden Ausbau von Hochleistungsnetzen. Was die Bundestagsparteien dazu planen, lesen Sie hier ↗bitkom.de.

    Stefan Krempl, Journalist, arbeitete sich durch die (Wahl-)Programme der Bundestagsparteien. Sein Ergebnis lesen Sie hier heise.de.

  • Buchtipp: Digitalisierung als Distributivkraft

    14.05.2021/EG

    Sabine Pfeiffer: Digitalisierung als Distributivkraft
    Über das Neue am digitalen Kapitalismus

    Sachbuch (Digitalisierung, Kapitalismus, Ökonomie)

    „Nehmen uns Roboter die Arbeit weg? Wer diese Frage stellt, missversteht die Digitalisierung – sie ist keine industrielle Revolution mit anderen Mitteln. Sabine Pfeiffer sucht nach dem wirklich Neuen hinter der Digitalisierung und dem digitalen Kapitalismus. Sie stellt in ihrer Analyse dem Marx’schen Begriff der Produktivkraft die Idee der Distributivkraft zur Seite. Von der Plattformökonomie bis zur künstlichen Intelligenz wird damit verstehbar: Es geht immer weniger um die effiziente Produktion von Werten, sondern vielmehr um deren schnelle, risikolose und auf Dauer gesicherte Realisierung auf den Märkten. Neben der Untersuchung dieser Dynamik und ihrer Folgen wird auch diskutiert, warum die Digitalisierung als Distributivkraft zu einer ökologischen Destruktivkraft zu werden droht.“

    Autor

    Sabine Pfeiffer (Dr. phil. habil.), geb. 1966, ist Professorin für Soziologie mit dem Schwerpunkt Technik, Arbeit, Gesellschaft an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg. Nach Ausbildung und Berufstätigkeit als Werkzeugmacherin und Studium der Soziologie war sie u.a. am ISF München tätig sowie Professorin für »Innovation und kreative Entwicklung« an der Hochschule München und Professorin für Soziologie an der Universität Hohenheim. Sie forscht seit den 1990er Jahren zum Wandel von Arbeit und Digitalisierung und ist u.a. Mitglied im Forschungsbeirat der »Plattform Industrie 4.0« und im »Rat der Arbeitswelt«.

    Transcript Verlag, ISBN: 978-3-7328-5422-6, E-Buch, 322 Seiten, ? Euro